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Benjamin in Galaxidi, Griechenland

August 2013 bis August 2014

„[…] manchmal bin ich an meine Grenzen geraten.“

Name: Benjamin Supper            
Alter: 25 Jahre
Wohnort: Feldkirch


Warum warst du im Ausland?
Hauptsächlich ging es mir darum Lebenserfahrung im Ausland unter anderen Bedingungen, wie wir sie hier in Vorarlberg vorfinden, sammeln zu können. Ich wollte meinen persönlichen Horizont erweitern und auch aus der Ferne auf mein bisheriges Leben hier blicken, um dieses zu reflektieren. Zudem war ich und bin noch immer begeistert von der Möglichkeit, die der EFD bietet, im Ausland leben zu können und dadurch neue Menschen, Sprachen und Kulturen kennenlernen zu dürfen.

Wie bist du auf das Projekt aufmerksam geworden?
Ich wollte gerne mit dem Europäischen Freiwilligendienst ein Jahr im Ausland verbringen. Durch ein Mail vom aha (Clemens Rüdisser) mit noch freien EFD-Plätzen bin ich auf mein Projekt aufmerksam geworden.

Was hast du vor Ort gemacht?
Von August 2013 bis August 2014 habe ich in einer Community für Menschen mit Behinderungen gewohnt und gearbeitet. Diese Einrichtung wurde nach dem Camphill Prinzip gegründet: in der Estia Agios Nikolaos sind 20 BewohnerInnen und ca. 18 BetreuerInnen, die gemeinsam in 4 Häusern zusammen arbeiten, wohnen und ihren Alltag gemeinsam gestalten. Meine Aufgabe war es, unsere BewohnerInnen in ihrem Alltag, wenn nötig, zu unterstützen. Darunter fiel unter anderem die Unterstützung der männlichen Bewohner bei der persönlichen Hygiene, Mitarbeit in den Workshops (Garten, Töpferei, Schmuckwerkstatt), Mithilfe bei der Haushaltsführung (z.B.: Kochen, Aufräumen, Putzen,…), Mitgestaltung des Freizeitprogramms (z.B.: Sport, Musik, Malen, Ausflüge,…).

Hast du Insidertipps?
Das fantastische an Griechenland ist, dass man sich größtenteils auf das Wetter im Sommer verlassen kann. Das bedeutet, dass man ohne Gefahr vom Regen aufgeweckt zu werden, am Strand oder in der Hängematte übernachten kann. Auch mit dem Zelt findet sich leicht ein Ort (empfehlenswert sind die zahllosen griechischen Inseln), an dem ein budgetfreundlicher Urlaub gemacht werden kann.
Bezüglich Transportmittel sind über Landbusse die besten und teils die einzigen Verbindungen. Autostopp wird in Griechenland nicht wirklich praktiziert, wobei es auch eine mögliche Alternative ist. Die Knotenpunkte, um auf die Inseln zu gelangen, sind die zwei Fährhäfen von Patras und Piräus/Athen.

Wie sah es mit den ungefähren Kosten aus?
Da die Kosten für Unterkunft und Verpflegung gedeckt sind, sind die verbleibenden Kosten sehr abhängig von persönlichen Bedürfnissen bzw. dem jeweiligen Lebensstil. Die Lebenserhaltungskosten sind in Griechenland überraschend hoch, kaum ein merkbarer Unterschied zu Österreich, wobei die Tendenz weiter steigend ist.

Hast du etwas verdient?
Ein monatliches Taschengeld über den EFD in der Höhe von € 95.

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen?
http://www.estia-agios-nikolaos.org/

https://www.facebook.com/estia.agios.nikolaos

In wie weit hat dich deine Auslandserfahrung verändert?
Die Zeit meines EFDs hat mich viel über mich persönlich, das Leben im Allgemeinen und die Bedeutung von (Luxus-) Gütern gelehrt. Ich durfte erfahren, wo sich meine persönlichen und professionellen Grenzen befinden. Ich habe sehr viel an Geduld und an Gelassenheit dazu gewonnen, gegenüber mir selbst, aber auch anderen gegenüber. Während meiner Zeit in Griechenland habe ich wieder einmal mehr entdeckt, wie relativ alles ist und wie schnell ein neues Handy, ein Auto oder schicke Klamotten an Bedeutung verlieren und wie unbedeutend diese Dinge sind, wenn es um das Leben an sich geht.
Das Leben und das Arbeiten war nicht immer ein Zuckerschlecken und manchmal bin ich an meine Grenzen geraten. Doch trotz allem oder gerade darum, war es für mich mit den positiven sowohl auch den negativen Erfahrungen so wertvoll, genial und unglaublich interessant, dass ich ohne zu zögern mich noch einmal für den EFD in der Estia Agios Nikolaos entscheiden würde!


Noch Fragen?
Schreib Benjamin eine E-Mail: benjamin.supper@gmx.at

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