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Marcel in Netley Marsh, England

September 2012 bis August 2013

„Mir war schon seit meiner Kindheit bewusst, dass ich früher oder später ins Ausland gehen möchte und auch werde.“


Name: Marcel Kert 
Alter:
19 Jahre
Kommt aus:
Doren

Warum warst du im Ausland?
Mir war schon seit meiner Kindheit bewusst, dass ich früher oder später für längere Zeit ins Ausland gehen möchte und auch werde. Daher bin ich spontan eines Tages nach der Schule ins aha Dornbirn gegangen und habe mich dort über die Möglichkeiten informiert und bin so auf den Europäischen Freiwilligendienst gestoßen. Da aufgrund meiner späten Entscheidung gerade jetzt ins Ausland zu gehen aber nur noch 2 Projekte (Polen und England) zur Auswahl standen und ich unbedingt in ein englischsprachiges Land wollte, entschied ich mich für England.

Wie bist du auf den EFD aufmerksam geworden?
Im Gespräch mit Clemens (verantwortlich für EFD-Einsätze) im aha wurden mir die zwei noch verbliebenen Projekte vorgestellt. Das Projekt in England hat mich wegen seiner Vielfältigkeit gleich sehr angesprochen. So habe ich sofort den Motivation Letter und die Bewerbung an das Projekt „Tools for Self Reliance“ geschickt. Nach einigen Nachbesserungen und Telefoninterviews habe ich die Zusage für die Stelle bekommen.

Was hast du vor Ort gemacht?
Ich habe mit drei anderen Freiwilligen aus Dänemark, Spanien und Schweden zusammen gewohnt und auch gearbeitet. Wir waren bei „Tools for Self Reliance – practical help for practical people“ tätig. Es ist eine internationale Organisation, die gespendete Werkzeuge und Nähmaschinen sortiert, repariert und schließlich wieder gebrauchsfähig macht. Diese wiederverwendbaren Werkzeuge und Nähmaschinen liefert sie in Verbindung mit Trainingsprogrammen an Partnerorganisationen in Afrika.
Es ist ein sehr interessantes und meiner Meinung nach einzigartiges Projekt, das es in dieser Konstellation kein zweites Mal gibt. Fast alle anderen Leute, die bei TFSR arbeiten, sind dort auch freiwillig, es gibt nur einen ganz kleinen fix angestellten Personalbestand. Die Freiwilligen dort sind hauptsächlich Pensionisten, aber auch Menschen mit leichten körperlichen und geistigen Behinderungen haben wir bei deren Arbeit unterstützt.

Wir vier 4 Freiwilligen wurden in bestimmte Arbeitsbereiche eingeteilt, für welche wir auch verantwortlich waren. Ich bin für die „Werkstatt“ verantwortlich gewesen. Dies umfasste Sicherheit, Sauberkeit und die effiziente Arbeit in der gesamten Werkstätte. Außerdem arbeitete ich an der Seite von den Freiwilligen in dem ich sie unterstützte und gewährleistete, dass alle Werkzeuge richtig instandgesetzt und in Absprache mit dem Verantwortlichen des Lagers am richtigen Ort gelagert wurden. Die täglichen Arbeiten waren äußerst unterschiedlich und umfassten folgende Arbeiten: Saubermachen und Aufräumen von Werkstätten und Hallen; Mithelfen beim Beladen und Entladen von Fahrzeugen; Heben, Tragen und Schlichten von Boxen und Werkzeugen; Wiedergewinnung von gebrauchtem Holz; Anfertigen und Packen von Holzkisten mit Werkzeugen; Instandsetzung von Werkzeugen und Nähmaschinen; Arbeiten im Werkzeuglagerhaus; Mithilfe und Organisation der Freiwilligenprojekte,…

Hast du Insidertipps?
Großbritannien hat sehr viel zu bieten. Von großen Städten, in denen man sehr viel unternehmen kann, über wunderschöne kilometerlange Sandstrände bis hin zu atemberaubenden Nationalparks.
Von diesen tollen Möglichkeiten habe ich sehr viele ausgekostet. Was auf jeden Fall sehenswert ist, sind die zahlreichen Strände im Süden des Landes, die Grafschaft Cornwall, der Nationalpark Lake District, der Landesteil Schottland (die Highlands aber auch Edinburgh sind besonders sehenswert).

Am günstigsten übernachten kann man bestimmt (abgesehen von der Option Couchsurfing) in Hostels.
Absolut kostengünstig sind die Fernreisebusse National Express aber auch Megabus/Megatrain (ab 1£, wenn man mindestens einen Monat davor bucht – früh buchen bei allen Angelegenheiten lohnt sich sehr!)

Wie sah es mit den ungefähren Kosten aus?

Wir Freiwilligen bekamen wöchentlich jeweils 65 Pfund (ca. 75 Euro) für Essen, Haushalt und Taschengeld. Uns war aber schlussendlich selbst überlassen, wofür wir das Geld ausgaben.
Die Lebensmittel sind im Vergleich mit Österreich etwas teurer. Deutlich mehr kosten Fleischprodukte, Gemüse, Obst und Alkohol.
Da ich aber sehr viel gereist bin, fast jedes Wochenende ging es irgendwo hin, habe ich wahrscheinlich mehr Geld ausgegeben als ein „Durchschnittsfreiwilliger“.

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen?

Beschreibung vom EFD - http://www.aha.or.at/europa/efd-europaeischer-freiwilligendienst
National Express - http://www.nationalexpress.com
Megabus / Megatrain - http://uk.megabus.com/ / http://uk.megabus.com/megatrain

In wie weit hat dich deine Auslandserfahrung verändert?

Durch meine vielen Begegnungen und Erlebnisse haben sich bestimmt meine Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Ländern sowie mein Selbstvertrauen gestärkt. Das Zusammenleben in der Gemeinschaft förderte meine kommunikativen Fähigkeiten ebenso wie meine handwerklichen und hauswirtschaftlichen Kompetenzen.


Noch Fragen?

Schreib Marcel eine E-Mail: marcel.kert@gmail.com

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