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Maria in Dilbeek, Belgien

September 2012 bis August 2013

„Ich habe auf jeden Fall noch mehr Lust zum Reisen bekommen“

Name: Maria Kopf
Alter: 21 Jahre
Kommt aus: Röthis


Warum warst du im Ausland?
Ins Ausland zu gehen war schon lange ein Traum von mir und nach der Matura wollte ich diesen in die Realität umsetzten. Ich wollte einfach mal weg von zu Hause, eine neue Kultur kennen lernen, ein neues Land entdecken und dabei etwas Gutes tun.

Wie bist du auf das Projekt aufmerksam geworden?
Ich kannte bereits Jemanden, der den Europäischen Freiwilligendienst ein paar Jahre zuvor gemacht hatte, hatte es aber nie als Wahl für mich realisiert. Clemens (vom aha) hat mich dann darauf aufmerksam gemacht und bei erneutem betrachten wurde mir bewusst, dass ich genau so etwas gesucht hatte.

Was hast du vor Ort gemacht?
Meine Aufgaben waren sehr vielfältig: zwei mal pro Woche habe ich Schulkinder betreut, die auf dem Hof zu Besuch waren. Je nach Alter der Kinder haben wir die Tiere gefüttert, Ställe ausgemistet, neue Wörter gelernt, selbst gekocht und Spiele gespielt.
Ich habe auch bei der Planung für die Aktivitäten mitgeholfen und Spiele vorbereitet.
Die Arbeit war auch sehr von den Jahreszeiten abhängig, so habe ich im Frühling viel auf dem Feld mitgeholfen um Pflanzen zu setzten und Unkraut zu jäten. Im Herbst gab es viel zu ernten und natürlich musste das Geerntete dann gewaschen, gelagert oder verarbeitet werden.
Ein anderer Aufgabenbereich war das Herstellen von Hofprodukten wie Johannisbeergelee, Käse, Joghurt usw. Natürlich immer mit Hilfe und/oder Anleitung.
Daneben hatte ich noch eigene kleine Projekte, wie das gestalten meines eigenen Gartens.

Hast du Insidertipps?
Die Züge in Belgien sind unglaublich günstig! Mit dem gopass kann man für 50 € 10-mal Zug fahren. Das heißt man kann von A nach B für nur 5 € kommen. Egal wie lang die Strecke ist! Daher empfehle ich euch, geht alle Städte ansehen. Die Städte in Belgien sind klein, romantisch und sehr gesellig. Man findet immer ein tolles Café oder eine nette Bar und verschiedene Orte zum Weggehen und Tanzen.
Übernachtungsmöglichkeiten bieten oft andere Freiwillige gerne an. Da Belgien so klein ist, hatte ich sehr viel Kontakt mit allen anderen EFDlern.
Aber auch außerhalb der Metropolen kann man tolle Dinge finden, Belgien hat viele alte Schlösser, die wunderschön angelegt sind und einen Ausflug wert sind!
Ich persönlich wäre unglaublich gerne in die Geisterstadt Doel gegangen, die voll mit genialen Graffitis ist. Leider ist es nicht so einfach zu erreichen.
Im Sommer, für die wenigen heißen Tage, rentiert es sich sicher ans Meer zu fahren und baden zu gehen. Entweder man fährt mit dem Zug nach Oostende oder nach Antwerpen, dort gibt es einen Strand an der Schelde.

Wie sah es mit den ungefähren Kosten aus?
Die Kosten, die anfielen für lebensnotwendige Sachen wie Essen und Hygieneartikel waren ohne Probleme zu decken. Ich hatte auch genug Geld für Öffentliche Verkehrsmittel und Freizeitaktivitäten.
Die An- und Abreise waren damals noch zu 90 % gedeckt, was für mich nur einen Anteil von etwa 20 € pro Weg ausmachte.
Ich persönlich habe meine Urlaubstage auch genutzt um mal etwas weiter weg zu reisen und war somit in Paris, Barcelona und Prag. Diese Ausflüge habe ich aber mit meinen Ersparnissen bezahlt.

Hast du etwas verdient?
Ich habe 105 € Taschengeld im Monat bekommen, was für mich vollkommen ausreichend war. Zusätzlich habe ich noch Essensgeld bekommen, was ebenfalls genug war.

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen?
www.use-it.travel/home – geniale Stadtkarten für viele Städte überall in Europa
Use it hat auch ein Büro in Brüssel, neben dem st. kathelijn plaats, wo man gratis Infos zu Sehenswürdigkeiten, Partys und sonstigen Empfehlungen bekommt und sie haben auch ein sehr cooles Travellers Cafe
www.delijn.be/index.htm und www.belgianrail.be – Öffis Infos
www.couchsurfing.org - wird von vielen Freiwilligen gerne genutzt
www.eurolines.fr/en - mal schnell nach Paris, Kopenhagen oder Amsterdam? Mit Eurolines bin ich selbst bis nach Prag gefahren (von Brüssel aus)
www.stubru.be - super belgisches Radio
www.antitapas.org - eine der coolsten Partys in Brüssel (findet regelmäßig statt)

In wie weit hat dich deine Auslandserfahrung verändert?
Meine Freunde und Familie sagen, dass ich älter geworden bin (ist ja auch logisch), aber auch selbstständiger und selbstbestimmter. Ich habe auf jeden Fall noch mehr Lust zum Reisen bekommen, und auch eine bessere Idee davon, was ich im Leben noch so erreichen möchte.


Noch Fragen?
Schreib Maria eine E-Mail: mrm.kopf@gmail.com