Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Schriftgröße Kleine Schrift Normale Schrift Große Schrift
Schließen
Sie sind hier:StartseiteEUROPAErfahrungsberichteKurzzeiteinsätzeLukas in Sierra Leone

Lukas in Sierra Leone

Juni bis Juli 2014

„Sehr zu empfehlen sind die weißen, unberührten Sandstrände“

Name: Lukas            
Alter: 23 Jahre
Kommt aus: Hohenems


Warum warst du im Ausland?
Reiselust, Zeitüberbrückung bis Arbeitsbeginn

Wie bist du auf das Projekt aufmerksam geworden?
Ich habe im Internet recherchiert, welche Projekte für mich in Frage kommen könnten. Angebote gibt es zwar wie Sand am Meer, jedoch sollte man sich sein Projekt sehr genau aussuchen. Projekte, bei denen Anmeldegebühren zu zahlen sind oder die von Drittanbietern vermittelt werden, sind meist nur auf die Freiwilligen zugeschnitten, damit ihnen ein möglichst angenehmes und interessantes „Helfer-Erlebnis“ vermittelt wird (siehe: http://www.spiegel.de/reise/fernweh/kambodscha-touristen-als-freiwillige-helfer-im-waisenhaus-a-979866.html ). Zudem sind diese Projekte meist völlig überteuert und man hat am Ende auch nicht das Gefühl, etwas verändert oder geholfen zu haben.

Auf die Organisation „Street Child“ bin ich aufmerksam geworden, weil mich die Projektbeschreibung sowie das Zielland sofort angesprochen haben. Bei „Street Child“ wird nicht wie in anderen Organisationen und Projekten sofort jeder zahlungswillige Freiwillige aufgenommen. Vor der Aufnahme müssen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben eingesandt und eine Art „Bewerbungsgespräch“ (eher Infogespräch) durchgeführt werden und erst dann wird (gemeinsam) entschieden, ob man für diese Art Arbeit geeignet ist.
Außerdem zahlt man als Freiwilliger nur für jene Dienstleistungen, die man auch erhält.

Was hast du vor Ort gemacht?
In deren Infofolder kann man bereits im Vornherein aussuchen, in welchem Bereich man arbeiten möchte (z.B. Streetwork mit Straßenkindern; Assistenz-Lehrer, …).
So bekommt man schon eine ungefähre Ahnung, was einen erwartet. Vor Ort hat man aber noch einmal die Möglichkeit, in alle Bereiche hinein zu schnuppern.
Ich habe anfangs im Bereich Streetwork mitgearbeitet, habe aber dann mit anderen Freiwilligen ein eigenes Projekt gestartet, in dem wir erstmals einen Bildungsstandardtest auf Grundlage des Lehrplans in Sierra Leone zusammengestellt und an sämtlichen von „Street Child“ unterstützten, ländlichen Schulen durchgeführt (und anschließend ausgewertet) haben. Es kamen nicht nur aufschlussreiche Ergebnisse ans Tageslicht, ich hatte durch diese Arbeit auch die Gelegenheit, das ganze Land sowie die abgelegensten Regionen zu besuchen.

Hast du Insidertipps?
Da Sierra Leone kein typisches Touristenziel ist, freuen sich Einheimische über jeden Einzelnen, der ihr Land besucht. Die Preise sind dementsprechend günstig. Sehr zu empfehlen sind die weißen, unberührten Sandstrände oder einer der Nationalparks im Norden des Landes.

Wie sah es mit den ungefähren Kosten aus?
Natürlich kommt bei so einer Reise einiges zusammen. Beispielsweise braucht man vor der Reise ein Visum (ca. 80 Euro) und eine obligatorische Gelbfieberimpfung (ca. 50. Euro). Hinzu kommt ein recht teurer Flug, dafür aber sind die Lebenskosten im Land extrem niedrig. Die Organisation „verlangt“ von jedem Freiwilligen einen Tagessatz von ca. 6 Euro. In diesem Preis enthalten sind bereits die Airport Transfers, die Unterkunft sowie ein Mittagessen. Abzüglich des Airport Transfers kommt man also auf ca. 1-2 Euro pro Tag für Unterkunft und Mittagessen, was auch wirklich nur den tatsächlichen Kosten entspricht.

Hast du etwas verdient?
Nein.

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen?
http://www.street-child.co.uk

Was hast du von deinem Auslandsaufenthalt mitgenommen?
Ich habe auf jeden Fall gelernt Selbstverständliches, wie Wasser, Strom und Sauberkeit wieder mehr zu schätzen. Wir hatten nämlich 95% der Zeit keinen Strom und mussten mit Wasser aus Kübeln duschen, das wir zuvor selber aus dem Brunnen holen mussten.


Noch Fragen?
Schreib Lukas eine E-Mail

Bericht zum Ausdrucken

Mehr Erfahrungsberichte