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Francisca in Ahmedabad, Indien

November 2011 bis April 2012

„Es ist unglaublich, wie schnell man ein Teil der
Manav Sadhna-Familie wird!“


Name: Francisca Österle    
Alter: 20 Jahre                                    
Wohnort: Dornbirn                                    

Warum warst du im Ausland?
Ich wollte nicht gleich studieren, sondern noch eine andere Kultur kennen lernen und etwas Aufregendes erleben.

Wie hast du das Projekt gefunden?
Ich habe von der Organisation Manav Sadhna durch eine Bekannte meines Vaters gehört und habe mich sofort im Internet über die NGO erkundigt. Die Organisation war beim Oneness project dabei (Kurzfilme von verschiedenen Menschen auf der Welt und ihre Meinung über "Oneness"). Sie interviewten den Gründer von Manav Sadhna und zeigten die Organisation
(Link:  http://www.youtube.com/watch?v=pEOgXUCPKsw).


Was hast du vor Ort gemacht?

Ich war bei zwei Projekten dabei; Urban Gardening bzw. Organic Farming und das Massageprojekt. Erfahrung hatte ich keine, doch durch meine Arbeitskollegen konnte ich vieles lernen. Ich hatte die Möglichkeit meine Projekte selbst zu wählen und meine Arbeitsstunden selbst einzuteilen. Die Projekte waren manchmal anstrengend, doch ich hatte immer Spaß dabei.
Urban Gardening basiert auf den Prinzipien von organic farming bzw. Permakultur. Wir fingen bei einer Mädchenschule an. Wir reinigten ein daneben stehendes Müllfeld mit Maschinen und machten einen Garten daraus. Danach fragten viele weitere Schulen und auch ein Frauenzentrum bei uns an. Unsere Idee war und ist, die Frauen über organic farming zu informieren und wir zeigten ihnen, wie sie zu Hause Gemüse organisch in Plastikflaschen, Ölflaschen oder Tontöpfen anpflanzen können.
Das Massageprojekt war für uns ein aufregendes Projekt! Es war eine Übersetzerin dabei, eine mexikanische Masseurin und ca. 10 Frauen, die das Massieren lernen wollten – sei es um ihre Familien zu massieren oder um damit Geld zu verdienen. Es war eine wunderschöne Erfahrung, da wir nicht nur die Chance hatten, Wissen weiter zu geben, sondern auch Freundschaften mit den Frauen knüpfen zu können.


Hast du Insidertipps für Jugendliche zu dem Land, in dem du warst (günstige Übernachtungen, preiswerte Transportmittel, besondere Sehenswürdigkeiten, …)?
In Ahmedabad läuft alles mit Rickshaw bzw. Taxi fahren, es ist recht günstig und man ist sehr mobil. Wenn man in andere Städte reisen will (z. B. nach Agra, um das Taj Mahal zu sehen), dann fährt man hauptsächlich mit dem Zug.
In Ahmedabad, sowie im gesamten Bundesstaat Gujarat, besteht ein Verbot von alkoholischen Genussmitteln. Diese Lebenseinstellung ist zurückzuführen auf Mahatma Gandhi, der in Ahmedabad seinen ersten Ashram gründete.
Sehenswürdigkeiten: Sabarmati Ashram (Mahatma Gandhi’s house) ist neben der Organisation. Adalay Step-well, Hathee Singh Jain Temple, Sidi Saiyed's Mosque, die Altstadt und viele mehr.

Wie sah es mit den ungefähren Kosten aus?
Pro Monat ca. 400 Euro

Hast du etwas verdient?
Nein. Ich bekam Unterkunft und Mittagessen (außer sonntags). Alles andere muss man selbst bezahlen (Flug, Transportmittel, Frühstück, usw.).

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen?
http://manavsadhna.org/node.aspx?nodeId=17&siteID=4
E-mail Adresse der Organisation volunteer@manavsadhna.org

In wie weit hat dich deine Auslandserfahrung verändert?
Man glaubt immer, man verändert sich komplett nach einem solchen Auslandsaufenthalt, das stimmt aber nicht.
Ich habe mich insofern verändert, als dass ich viel offener bin, Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachte und dass ich negative Erlebnisse eher als Erfahrungen sehe, aus denen ich lernen kann. Die Kinder haben mich am meisten gelehrt, sie begrüßen dich jeden Tag mit einem riesigen Lächeln, obwohl sie sehr arm sind und zu Hause Gewalt herrscht. In Manav Sadhna wurde ich mit offenen Armen willkommen geheißen und jeder hat mir geholfen, wenn ich Fragen hatte.
Es ist unglaublich, wie schnell man ein Teil der Manav Sadhna-Familie wird. Ich kann nur jedem diese Organisation bzw. Familie weiterempfehlen. Ich wünsche ihnen alles Gute.  



Noch Fragen?
Schreib Francisca eine E-Mail: franioesterle@hotmail.com

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