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Hanna in Bukarest, Rumänien

September 2011 bis Mai 2012

„Ich werde diese Zeit nie vergessen“

Name: Hanna Schlosser      
Alter:
19 Jahre
Kommt aus:
Bregenz


Warum warst du im Ausland?
Seit langer Zeit hatte ich den Wunsch, einen sozialen Einsatz im Ausland zu machen. Im Anschluss an die Matura entschied ich mich nach Bukarest, Rumänien zu reisen und in einem von der Caritas Vorarlberg gefördertem Kinderheim zu arbeiten.

Wie hast du die Stelle gefunden?

Die Stelle habe ich durch Informationsvorträge gefunden. Eine Freundin war mit mir im selben Projekt.

Was hast du vor Ort gemacht?
Im Heim für Straßenkinder der spanischen Maristenbrüder in Bukarest werden 32 Kinder betreut, 15 Mädchen und 17 Buben im Alter zwischen 11 und 19 Jahren. Das Zentrum besteht aus vier Häusern, in welchem je 8 Kinder ein zu Hause gefunden haben.
In jedem Haus ist neben den Volontären eine Erzieherin tätig, die sich den Kindern widmet, um mit ihnen zu lernen, Hausaufgaben zu machen und für sie da zu sein. Dies wirkt sich dann positiv auf die schulischen Leistungen der Kinder aus.

Meine Aufgabe im Heim war vorwiegend die Abendbetreuung und Nachtaufsicht der Kinder. Ich musste auf sie aufpassen und war dafür verantwortlich, dass sie ihre Aufgaben machen und zeitgerecht schlafen gehen. Am Morgen musste ich die Kinder aufwecken und in die Schule bringen.

Die größte Herausforderung ist die Reintegration der Kinder in ihre Familien. Rund 15 Kinder stehen im Kontakt mit ihren leiblichen Eltern. Die Verantwortlichen des Kinderdorfes versuchen alles, damit Begegnungen und Zeiten, die die Kinder mit ihren Eltern verbringen, für die Kinder immer ein schönes Erlebnis ist. Es ist auch ganz wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen, die im Kinderdorf leben, so selbstständig wie möglich werden, damit sie, wenn sie das Heim verlassen, auf eigenen Beinen stehen können.

Neben dem Sozialprojekt der Caritas habe ich untertags in einem Deutschzentrum Schüler im Alter von 10 bis 16 Jahren in Deutsch unterrichtet. Weiters gab ich einer Erwachsenengruppe Deutschnachhilfe und habe auch in einer deutschen „Afterschool“ (Nachmittagsbetreuung) gearbeitet.
Diese unterschiedlichen Tätigkeitsfelder brachten viele interessante Erfahrungen mit rumänischen Kindern und Erwachsenen aus den verschiedensten sozialen Schichten mit sich.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?
Auch die Freizeit wird insbesondere von Volontären aktiv gestaltet. Deshalb habe ich mit anderen Volontären schon zahlreiche Feste und Wettbewerbe veranstaltet. Außerdem haben die Kinder hier die Möglichkeit, an einem Musikunterreicht teilzunehmen, bei dem sie gemeinsam singen und auf Instrumenten spielen können.

Ich hatte auch einen Einblick in andere Sozialprojekte der Organisation CONCORDIA von Pater Georg Sporschill. Ich besuchte ein Wohnheim für Drogenabhängige und Obdachlose in Bukarest.

Am Ende meines Aufenthalts machte ich eine Rundreise, die mich auch nach Moldawien führte. Dort wohnte ich mehrere Tage in einer „Stadt für Kinder“, ein Heim für 220 Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen.

Die Organisation Concordia hat neben den Kinderheimen auch noch zahlreiche Sozialzentren und Suppenküchen für alte Menschen. Durch die mittlerweile sehr guten Sprachkenntnisse, konnte ich mich mit den Bewohnern auf Rumänisch unterhalten, wodurch es zu sehr spannenden Gesprächen kam.

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen?
Caritas Vorarlberg (www.caritas-vorarlberg.at)

In wie weit hat dich deine Auslandserfahrung verändert?
Während meines Aufenthalts in Rumänien sind mir die Kinder aus dem Heim sehr ans Herz gewachsen. Ich war sehr bemüht, den Kindern durch mein soziales Engagement Hilfestellung und Unterstützung zu bieten.
Ich durfte in diesen acht Monaten unglaublich viele Erfahrungen machen und ich werde diese Zeit im Ausland nie vergessen.


Noch Fragen?

Schreib Hanna eine E-Mail: hanna16_schlosser@yahoo.de

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