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Melanie in Portsmouth, England

September bis Oktober 2014
"Mit Selbstbewusstsein kann man mehr erreichen."

Name: Melanie Ritter
Alter: 18 Jahre

Wohnort: Schlins


Warum warst du im Ausland?

Weil ich seit August 2014 im 3.Lehrjahr bin und das sozusagen die letzte Chance für mich war vor dem Lehrabschluss ein Auslandspraktikum zu absolvieren; weil es nach der Lehre schwer ist so etwas noch machen zu können, wenn man – so wie ich – in einem kleinen Betrieb arbeitet.

Was hast du vor Ort gemacht?
Montags hatte ich immer einen Englischkurs und von Dienstag bis Freitag war ich in der Firma "Community Angels ltd." als Bürokauffrau tätig. In unserer Freizeit sind wir gerne zum Strand gefahren oder bei schlechtem Wetter in die Stadt. Was sehr schade war, am Abend konnten wir nicht alle zusammen weggehen, da sie in England sehr streng sind bei den Alterskontrollen. Mit 17 ist man am Wochenende weder in eine Diskothek noch in ein normales Lokal reingekommen.

Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?
In der Berufsschule wurden die Auslandspraktika von IFA ausgeschrieben.

Wie sah der Ablauf aus um diese Stelle zu bekommen?

Erstmals musste ich mich beim IFA in Wien bewerben mit Anmeldeformular, Lebenslauf, Bewerbung, Zeugnis, Kurzbeschreibung des Lehrbetriebes und dem Einverständnis der Firma sowie des Erziehungsberechtigten – natürlich alles auf Deutsch und Englisch, da die Daten dann ans IBD in Portsmouth weitergeleitet wurden. Innerhalb Österreichs für die Vorbereitungen hat sich IFA um uns gekümmert, vor Ort in Portsmouth betreute uns dann IBD. Dann bekam ich eine Zusage. Somit wurde ich zu einem Infomeeting in Wien eingeladen, wo wir informiert wurden, wie alles abläuft und wir uns gegenseitig kennenlernen konnten. Dieses Meeting fand ca. 1 Monat vor Abreise statt. Wir waren insgesamt 12 Lehrlinge aus Österreich. Dort bekamen die meisten von uns die Firma zugeteilt, damit wir uns schon im Vorhinein über den Betrieb informieren konnten. Also hat uns sozusagen IBD die Firmen vermittelt. Obwohl unsere Stellen schon fix waren, hatten wir an unserem ersten Arbeitstag dann ein Vorstellungsgespräch. Das wir vom Flughafen mit Taxis zu den Familien gebracht wurden, Stadtführungen bekamen, am ersten Tag zur Arbeit gebracht wurden, wöchentlich einen Englischkurs besuchten usw. lief alles übers IBD. Auch bezüglich Arztbesuchen, Beschwerden über den Arbeitsplatz oder Sonstigem mussten wir uns in dieser Zeit ans IBD wenden, da dies ja direkt vor Ort war. Diese haben sich dann immer darum gekümmert, dass alles funktioniert.

Welche Art von Visum war notwendig?
Es war nur der Pass für den Flug nötig, der Rest wurde von IFA geregelt.

Hast du Insidertipps?
Jugendlichen empfehle ich in eine Gastfamilie zu gehen.
Busse sind in England sehr zuverlässige Transportmittel. Sie sind zwar bekannt dafür nicht immer pünktlich zu sein, aber das spielt keine Rolle, da unter Tags fast alle 10 Minuten ein Bus fährt. Also wartet man nie lange!
Bezüglich den Sehenswürdigkeiten: Viele junge Menschen wollen ja unbedingt nach London. Wir sind 1 Tag nach London gefahren und es hat gereicht. Es ist sehr überfüllt; um z.B. mit dem London Eye zu fahren muss man mind. 90 Minuten warten, es ist einfach allgemein sehr stressig dort. Aber trotzdem war es sehr sehenswert für einen Tag. Und welches Mädchen möchte nicht einmal in der Oxford Street shoppen gehen ;) Am besten ist man mit dem Hop on Hop off Bus unterwegs, dann fährt man an allen Sehenswürdigkeiten vorbei und kann jederzeit ein und wieder aussteigen und sich nebenbei ein wenig erholen.

Wie sah es mit den ungefähren Kosten aus?
Wir mussten ca. € 600 bezahlen, was den Flug und die Unterkunft in einer Gastfamilie beinhaltete. Zusätzlich muss man am Anfang beim IBD £ 100 Kaution abgeben falls bei der Gastfamilie irgendwelche Schäden entstehen, aber diese bekommt man am Schluss ja wieder. Dann kommen noch die Buskosten zum Arbeitsplatz und das was, man in der Freizeit braucht, dazu.

Hast du etwas verdient?
Nein, aber viele unbezahlbare Erfahrungen gesammelt.

Nützliche Internet- oder Kontakt-Adressen?

Was hast du von deinem Auslandsaufenthalt mitgenommen?

Man muss manchmal einfach den Mut haben und etwas Neues anpacken. Mit Selbstbewusstsein kann man mehr erreichen. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass ich wirklich genommen werde, da es ja österreichweit ausgeschrieben wird. Ich konnte mein Glück kaum fassen – von Schlins nach Portsmouth – so schnell kann es gehen. Man ist plötzlich von einem auf den anderen Moment mit fremden Menschen zusammen und auf sich alleine gestellt. Doch es ist eine wertvolle Erfahrung, die ich nie vergessen werde und jeder, der die Möglichkeit hat, sollte diese Chance nützen. Somit kann man sich selbst und anderen beweisen, was in einem steckt, zugleich werden die Englischkenntnisse verbessert. Meine Gastfamilie hatte viele Studenten aufgeteilt in 2 Häusern. Insgesamt waren die Eltern, deren Tochter mit einer Freundin, 6 Italiener, 2 Dänen, 3 Tschechen, 14 Polen und wir 2 aus Österreich dort untergebracht. Es war eine tolle Erfahrung, so viele verschiedene Menschen kennenzulernen. Mit einem der Tschechen habe ich jetzt noch Kontakt. Es waren wirklich 4 unvergessliche Wochen!

 

Noch Fragen?
Schreib Melanie eine E-Mail: melanie-ritter@vol.at