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Verena in Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich

Sommer 2011

Verena reiste mit Interrail durch Europa

„watch your ba(g)ck!“

Name: Verena Jochum            
Alter: 20 Jahre
Kommt aus: Hörbranz

Warum hast du dich für Interrail entschieden?

Ich habe Interrail als meine Maturareise gewählt, da wir uns in der Klasse gegen eine gemeinsame Maturareise entschieden haben und ich mehr an Wissens-, als an Trinkreisen, interessiert war ;).

Neben neuen Ländern wollte ich auch neue Menschen kennen lernen und auch etwas von der Kultur eines Landes sehen. Außerdem wollte ich mir selbst Eindrücke von den Städten machen, um darauf basierend meine Wahl eines Ortes für mein studienbedingtes Auslandspraktikum/-jahr zu machen.

Welche Länder hast du bereist und warum gerade diese?
Ich war in Deutschland, Holland, Belgien und Frankeich. Diese Länder haben sich gut als Route angeboten. Da mich diese Länder sowieso interessieren, hat es gerade gut gepasst. Eigentlich wollte ich auch noch nach Madrid und Barcelona, doch erstens gab es von Paris aus dorthin nur schlechte Zugverbindungen und ich hatte kein Geld mehr, da man mir die Geldtasche gestohlen hate.

In Deutschland war ich in Berlin und Hamburg – von Hamburg hab ich schon öfters gehört, dass Hamburg eine wahnsinnig schöne Stadt sei und ihr eigenes Flair habe.

In Holland war ich in Amsterdam, da uns in der Schule gesagt wurde, dass die Architektur von Amsterdam sehr eindrucksvoll ist.

In Belgien machte ich einen Zwischenstopp in Brüssel, da es einerseits auf meiner Route lag und andererseits für mein Wirtschaftsstudium ganz interessant war, zu erfahren, wo viele der weitreichenden wirtschaftlichen Entscheidungen gemacht werden.

Nach Paris wollte ich, da Paris einfach Paris ist. Ich wollte unter dem Eiffelturm Baguette essen und Wein schlürfen, das Louvre sehen und die Möglichkeit nutzen, mein Französisch wieder mal anzuwenden.

Wie sah es mit den ungefähren Kosten aus?
Mit einem guten Tausender muss man schon rechnen. Das Interrail-Ticket kostet zwar nur € 200,- bis € 300,-, aber man muss ja auch noch Unterkunft und Essen mitrechnen. Was eindeutig am meisten Kosten verursachte, waren die Eintrittspreise für Museen etc., die leider in allen Städten sehr hoch sind.

Kleiner Tipp hier: in manchen Städten gibt es Sondertarife oder sogar gratis Eintritte für EU-BürgerInnen unter 26 Jahre.

Hast du Tipps für andere Jugendliche, die Interrail machen wollen?
Was auf Interrail sicher immer wichtig und sinnvoll ist: „watch your ba(g)ck“ – Achte immer auf deine Tasche beziehungsweise Rucksack! Dies gilt vor allem für Amsterdam. Dort hat man mir beim Ausgehen die Geldtasche – in der alles Wichtige war - aus meiner Handtasche gestohlen.

Daher gebe ich euch hier auch noch ein Tipp: nicht das gesamte Geld und alle wichtigen Karten an einem einzigen Ort aufzubewahren. Denn ist einmal die Geldtasche weg, dann ist sofort alles weg.

Im Hinblick darauf, wenn man keine Geldtasche – sprich weder Bargeld noch Bankomatkarte – mehr hat, dann ist Geldtransfer „Western Union“ eine gute und nützliche Möglichkeit. Bekannte von Zuhause können dir dann Geld auf eine ausländische Bank schicken und mit einer Auftragsnummer kannst du dann das Geld auf der Bank abholen – sofern du dich ausweisen kannst.

Ein weiterer nützlicher Tipp ist http://fattirebiketours.com. Dabei handelt es sich um Fahrradtouren. Mit dem Fahrrad fährt man in einer Gruppe von ca. zehn Leuten durch die Stadt, begleitet von eineR ReiseführerIn, die einem die Stadt und Sehenswürdigkeiten zeigt. Die meisten Städte sind sowieso relativ flach und fahrradfreundlich. Eine Fahrradtour kostet nicht viel, Fahrrad fahren ist gesünder und umweltschonender und man sieht an einem Tag gemütlich sehr viel ohne sich zusätzliche Blasen einfangen zu müssen.                                                            

In meiner Interrail-Zeit habe ich sehr von Couchsurfing profitiert. Du kommst gratis viel herum, lernst neue Menschen kennen und lernst sicherlich mehr über das Leben in der Stadt kennen, als wenn du in einem Hostel oder Jugendherberge wohnen würdest. In Deutschland habe ich nur in Jugendherbergen gewohnt, die Schlafsäle sind zwar sehr groß und man muss mit ca. 30 anderen Jugendlichen in einem Zimmer schlafen, dafür ist es sehr preiswert.

McDonalds bietet in so gut wie jeder Stadt gratis W-Lan. Das half mir besonders mit meiner Familie kostengünstig in Kontakt zu bleiben.

Drei Dinge, die du auf jeden Fall mitnehmen würdest?

  • Bequeme Schuhe
  • MP3-Player: Vor allem, wenn man alleine auf Interrail geht. Dann ist es feiner und unterhaltsamer, während man durch die Stadt läuft, Musik zu hören bzw. habe ich mir auch noch Stadttouren als App auf mein Handy runter geladen.
  • Fotoapparat


Was sind die Vorteile und was sind die Nachteile, wenn man alleine reist?
Ein Vorteil ist, dass man alleine auf viel mehr Leute zugeht und daher mehr kennen lernt. Außerdem muss man nicht auf andere Rücksicht geben und kann machen, was man will. Nachteil ist jedoch, dass man die Eindrücke und Erlebnisse mit niemandem teilen kann – und natürlich auch, dass man zu Zweit sicherer wäre.