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Jaël in Polen

Jaël Uebersax absolviert ihren Europäischen Freiwilligendienst in Polen.

Erster Teil

Jaël arbeitet seit September 2016 in einer Stadt namens Minsk Mazowiecki in Polen. Zusammen mit 5 anderen Freiwilligen aus ganz Europa ermöglicht sie den Menschen interkulturelle Begegnungen und bringt Kindern Englisch bei. Sie besucht Kindergärten und Schulen, wo sie mit den Kindern spielt und die englische Sprache beibringt. „Die Schüler lieben es, wenn wir zu ihnen kommen“, meint Jaël. Trotz der Sprachbarriere funktioniert die Kommunikation sehr gut.
Bei einem interkulturellen Abend, den Jaël in der Bibliothek organisierte, tischte sie Schweizer Schokolade und Kürbissuppe auf und erzählte auf Deutsch von Liechtenstein. Eine weitere Aufgabe von ihr, ist die Organisation einer Kinderuniversität, bei der 30 Kinder etwas auf spielerische Art und Weise lernen. Jaël wird zum Thema Kunst etwas vorbereiten und dies den Kindern beibringen.

Jaël geniesst auch ihre Freizeit sehr. Sie wohnt mit drei anderen Freiwilligen in einer Wohnung im Zentrum der Stadt und hat das Kochen für sich entdeckt. Sie zeichnet gerne und bereist verschiedene Städte in Europa. Innerhalb von kurzer Zeit war sie in Krakau, Amsterdam, Budapest und natürlich Warschau. Sie bewunderte die Schönheit der Städte, verlor sich in den Gassen von Amsterdam, probierte traditionelles Gulasch in Budapest und lernte viele nette Leute in Warschau kennen.

 

Zweiter Teil

Jaël ist nun 5 Monate in Polen und hat einiges über die Kultur Polens gelernt.

Sprachkenntnisse
Ihre Sprachkenntnisse werden immer besser und manchmal versteht sie, über was sich die Leute im Zug unterhalten. Doch nicht nur ihr Polnisch hat sich verbessert, sondern auch ihr Englisch, Französisch und Italienisch. Da sie sich in diesen Sprachen mit den anderen Freiwilligen unterhalten kann.

Arbeitsleben
Zusammen mit anderen Freiwilligen organisiert Jaël für die Winterferien Workshops für Kinder. Dafür wird viel geplant, gebastelt und vorbereitet, wobei Jaël ihre Ideen und ihre Kreativität einbringen kann. Die Workshops behandeln verschiedene Themen, wie z.B. Musik aus Südamerika oder Kalligraphie. Nebenbei besucht sie regelmässig eine Schule, wo sie mit Schülern die gerade frei haben, verschiedene Spiele macht.

«Am Ende wollten sie mich einfach nicht mehr gehen lassen. Das war einfach nur “herzig”.»

Einmal war Jaël an einer Schule für Kinder mit Behinderung und nahm an einer polnischen Chemie Lektion teil. Da sie einiges verstand, konnte sie einer Schülerin eine Formel erklären, welche dann das Ergebnis als Erste richtig hatte.

Land und Leute
Nach Weihnachten war sie in der, für sie, aller schönsten Stadt überhaupt, nämlich in Breslau. Eine Stadt, die an der Oder liegt und eine unglaubliche Atmosphäre und Vielfalt bietet. Danach ging Jaël an das EFD-Camp nach Torun, wo sie sich mit anderen Freiwilligen in Polen austauschen konnte und Tipps zur Zukunftsplanung bekam.

«Es war sehr inspirierend, mich mit Leuten zu unterhalten, die auch an das Gute in der Welt glauben und den Sinn hinter guten Taten sehen.»

Die letzten zwei Monate werden wahrscheinlich nicht mehr so aufregend sein, da ihre Mitbewohner schon bald abreisen werden. Dafür kann sie sich mehr auf ihre Uni- und Hochschulbewerbungen konzentrieren

 

Dritter Teil

Jaël Übersax schickt uns ihren letzten Bericht nach Abschluss ihres EFD’s in Polen:

Seit einem Monat bin ich wieder in “town” und geniesse die Schönheit des Frühlings. Ich bin zwar ein wenig traurig, dass mein Abenteuer nun endgültig vorbei ist, doch ich habe wirklich viel gelernt. Ich habe schöne Städte gesehen, super nette Leute kennen gelernt, meine Freude an der Kinderanimation weiterentwickelt und einfach eine wundervolle Zeit gehabt. Am Ende meines EFD's war es zwar nicht mehr so aufregend wie zuvor denn wir kannten uns in Minsk Mazowiecki und in Warschau aus und die Schulen waren uns auch alle vertraut. Da ich die anderen Freiwilligen jetzt schon eine Weile kenne, genossen wir es noch die letzten paar Wochen zusammen zu sein, bevor es dann schwieriger wurde sich zu treffen. Die anderen reisten alle früher ab als ich und so konnte ich mich noch gut von allen verabschieden, bevor ich mich von Polen verabschieden musste. Ich bin recht überrascht wie viele Schulen wir schlussendlich besucht haben und wie viele Schüler und Lehrer wir trotzdem recht gut kannten. Wenn ich so zurück schaue, hat es mir immer mit den Kindern und Jugendlichen gefallen. Da Eliza (meine “Chefin”) uns sehr viele Freiheiten gab, konnten wir selber entscheiden, was wir für die Lektionen organisieren.

Die sieben Monate haben mir nicht nur gezeigt wie interessant Polen ist, sondern auch wie gut wir es hier im Rheintal haben. Bei der Rückkehr war ich mehr glücklich als traurig, denn ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich alles getan habe, was ich tun wollte. Am Flughafen wurde mir erst so richtig bewusst, dass mein EFD nun wirklich vorbei ist. Ich sass am Gate neben einer Passagierin die auf dem Flügel spielte, den sie einfach rumstehen hatten. Sie spielte so wunderschön und als ich sie dann fragte wo sie denn hinfliegt, erzählte sie mir, dass sie seit Jahren in Polen Klavier studierte und jetzt auf dem Weg nach Italien war um dort zu touren. Es war ein magischer Abschied von Polen. Als ich endlich wieder bei meiner Familie ankam, war ich einfach nur glücklich und freute mich auf die Zukunft. Den Frühling Zuhause ist mit Abstand der Schönste. Wieder zu Hause, geniesse ich das herrliche Wetter, versuche ein wenig Geld zu sparen und ich bin gespannt, was die Zukunft so bringt.

Jaël