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Sie sind hier:StartseiteEUROPASprachreisenErfahrungsberichteAnna's Sprachaufenthalt in England

Anna's Sprachaufenthalt in England

Anna Vogt aus Balzers war für zwei Wochen in England. Die 16- Jährige erzählt von ihrem Kurztrip.

Weshalb warst du im Ausland?

Wir waren mit der ganzen fünften Stufe des Gymnasiums für einen zweiwöchigen Sprachaufenthalt in England.

Konntest du das Land für deinen Sprachaufenthalt selbst wählen?

Nein, England war von der Schule vorgegeben. Wir konnten weder bei der Auswahl des Landes noch des Aufenthaltsorts mitreden.

Wie hoch beliefen sich die Kosten für den Sprachaufenthalt?

Die Schule bezahlte einen grossen Teil. Den Rest von etwa 500.- Franken mussten wir selbst bezahlen.

Wie sahen die Vorbereitungen aus?

Da ich Zöliakie (Unverträglichkeit von Gluten in Nahrungsmitteln mit Getreide) habe, recherchierte ich im Internet, was es in Exeter für Lebensmittelgeschäfte gibt. Ich fand ähnliche Geschäfte wie Migros und Coop, die glücklicherweise auch spezielle Esswaren im Sortiment haben, die kein Gluten enthalten. Ich kontaktierte meine Gastmutter, um sie über meine Zöliakie zu informieren. Es war schlussendlich kein Problem, da ihre Cousine an der selben Krankheit leidet.

Wie sah dein Tagesablauf in Exeter aus?

Morgens drückten wir die Schulbank und einmal pro Woche hatten wir am Nachmittag frei. Ansonsten gehörten sogenannte «Project-afternoon» zu unserem Nachmittagsprogramm. Wir erhielten Aufgaben, die wir in Gruppen zu lösen hatten. Einmal befragten wir die Leute in Exeter zu Liechtenstein. An einem anderen Nachmittag führten wir eine Umfrage zum Thema Musik durch. Und das alles in Englisch. Diese Nachmittage waren ziemlich lehrreich. Man musste sich durchsetzen, um an Informationen zu kommen.

Hattet ihr während den Projekten Kontakt mit anderen Schülern?

Nein, wir waren eine reine liechtensteinische Klasse. Aber in den Pausen lernten wir Thailänder kennen, zu denen ich allerdings nicht sehr viel Kontakt hatte.

Mit welchen Erwartungen bist du ins Ausland gegangen?

Ich ging mit geringen Erwartungen ins Ausland - liess einfach alles auf mich zukommen.

Hattest du Wünsche für deinen Aufenthalt?

Ja, ich hoffte, dass es mit dem Essen gut klappen würde. Ausserdem wünschte ich mir, neue Leute kennen zu lernen. Und vor allem wollte ich mein mündliches Englisch verbessern.

Hattest du Vorurteile gegenüber diesem Land?

Ich hatte wenig Vorurteile. Man sagt ja, das Essen sei nicht gut. Das habe ich nicht so erlebt; meine Gastmutter kochte ganz gut.

Erkenntnisse?

Ich war das erste Mal ohne Familie im Ausland und habe gelernt, dass man sich überall durchschlagen kann. Wenn man die Leute um Hilfe bittet, dann kommt man ans Ziel. Die Engländer waren sehr hilfsbereit.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

Nach der Schule gingen wir meistens ins Stadtzentrum, wo wir einkauften oder bei MacDonalds einkehrten, da wir für die Pubs noch zu jung waren. Die restliche Zeit verbrachte ich mit meiner Gastfamilie. Mit ihren zwei Hunden gingen wir oft am Abend spazieren. Am Wochenende reiste ich mit den Klassenkollegen nach Plymouth. Einmal besuchten uns die anderen Liechtensteiner, die in nahegelegenen Orten wohnten.

Hast du schlechte Erfahrungen in England gemacht?

Eigentlich nicht. Die Jugendlichen im Ort waren etwas komisch. An einem Abend, als wir in der Stadt waren, kamen ein paar zu uns und fragten woher wir kämen. Während wir uns mit einigen unterhielten, kam der Kleinste auf uns und pöbelte uns an. Mit dem mulmigen Gefühl, dass es zu einer Schlägerei kommen könnte, suchten wir das Weite. Dies war der einzige negative Vorfall.

War eine Lehrperson vor Ort?

Nein. Die Lehrer, die die Reise organisiert hatten, kamen einmal in diesen zwei Wochen auf Stippvisite.

In welcher Sprache hast du dich unterhalten?

In der Gastfamilie sprach ich immer englisch. Aber mit den anderen Liechtensteinern unterhielten wir uns im Dialekt.

Überraschungen?

Ich liess mich vom Land überraschen!

Kulturunterschiede?

Ich habe keine grossen Unterschiede bemerkt.

Hast du Tipps für junge Leute, die ins Ausland gehen möchten?

Lasst euch überraschen! Jede und jeder erlebt seinen Aufenthalt anders. Das Wichtigste beim Verreisen: Identitätskarte und genügend Geld!