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Abbau von Vorurteilen und Tabus

Psychisch Erkrankte Menschen haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Dies macht die Genesung der Betroffenen noch schwieriger als sie bereits ist.

Psychisch erkrankte Menschen und ihre Familien sind meist mit völlig falschen Vorstellungen ihrer Gesellschaft über die Erkrankung konfrontiert. Verbreitete Vorurteile sind: Menschen mit Psychosen seien unberechenbar, gefährlich, träge, dumm und unheilbar. Sie seien gespaltene Persönlichkeiten und die Eltern Schuld an der Erkrankung. Diese Vorstellungen sind falsch. Ehemalige psychiatrische Patienten können (unter Umständen) sehr wohl komplizierte, wichtige Arbeiten übernehmen, die Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein voraussetzen. Psychische Erkrankungen sind weit verbreitet und können jeden treffen.

 

Sensibel sein ist an sich nichts Schlechtes

Jeder Mensch ist einzigartig und in unterschiedlichen Situationen verschieden belastbar. Es ist richtig, dass viele Menschen verletzlicher (vulnerabler) sind, als andere. Verletzlich ist aber nicht gleich krank. Sensibilität ist eine für den Menschen und die Gesellschaft wichtige Eigenschaft. Es ist gesund ein gutes Gespür zu besitzen. Es ist also wichtig mit dir selbst, mit deiner eigenen Verschiedenheit und Besonderheit umgehen zu können und dich so zu akzeptieren wie du ist.

Viele weltbekannte Künstler oder Erfinder wie zum Beispiel Van Gogh oder Steve Jobs waren sehr sensibel bzw. «dünnhäutig» und wahrscheinlich gerade darum so kreativ.

In allen Situationen, auch in der Krankheit, bleibt der Mensch, Mensch. Niemand soll auf Grund der Andersartigkeit oder auf Grund des Erlebens einer «anderen, traumartigen Welt» stigmatisiert und diskriminiert werden. Nicht ausgrenzen, sondern einfühlsam und behutsam helfen, integrieren bzw. miteinbeziehen ist das Ziel. Integration beginnt im Alltag. Es ist wichtig Störungen und schwere krankheitswertige Entwicklungen (z.B. Depressionen), frühzeitig zu erkennen, um Fehlentwicklungen und unnötiges Leid zu vermeiden. Unangebrachte Schuld-und Schamgefühle oder Vorurteile verschlechtern hier die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen gewaltig.

 

Sich Hilfe holen ist erwünscht

Im Gegensatz zu früher ist es heute nicht mehr mit grossen Vorurteilen behaftet, wenn du bei grösseren persönlichen Problemen und Unsicherheiten mit einem Experten daran arbeitest. Im Gegenteil, wissen es immer mehr Menschen zu schätzen, dass man sich seine eigenen Schwächen oder Sensibilität eingesteht und sich weiterentwickelt. Es ist hilfreich sich selbst und seine Schwächen und Stärken zu kennen.

 

Merke dir:

  • Jeden kann eine Psychische Erkrankung treffen, auch dich, und niemand möchte sie.
  • Man kann seine Vergangenheit und die psychischen Verletzungen nicht ändern. Wenn jemand vom Krieg flüchten muss oder seine Familie dabei  verliert, hat der überhaupt keine Schuld daran. Auch wenn man von seinen Eltern misshandelt wurde oder ganz einfach sensibler ist als andere.
  • Umso mehr Menschen für das Thema psychische Erkrankung informiert sind, desto weniger Vorurteile bleiben bestehen.
  • Menschen, die zu ihrer Erkrankung stehen, sind in dem Sinne starke Menschen, da sie sich der Öffentlichkeit ohne Scham zeigen und deren Vorurteile abbauen möchten


Möglichkeiten Vorurteile abzubauen und Verständnis aufzubauen

  • Informiere dich über psychische Erkrankungen und psychische Gesundheit.
  • Kläre deine Mitmenschen auf. Durch persönliche Gespräche oder Schulprojekte.
  • Zeige Verständnis, Respekt und Empathie gegenüber psychisch Erkrankten, ihren Verwandten und Freunden.
  • Integriere erkrankte Menschen in den Alltag. Beziehe die Person mit in die Gruppe ein und behandle sie wie die anderen Gruppenmitglieder.

 

 

 

Stand: Oktober 2017

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