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Neuer «Kijub» Vorstand


Im Camäleon in Vaduz fand am 15. November die 6. Plenarsitzung des «Kijubs» statt. Es folgte ein Rückblick auf die letzte Dekade sowie Erneuerungswahlen für den Vorstand.

 
Um die jungen Mitbürger in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen, wurde im Dezember 2008 das Kinder- und Jugendgesetz revidiert, welches neu forderte, einen Kinder- und Jugendrat ins Leben zu rufen. Daher feiert der «Kijub» heuer bereits sein zehnjähriges Bestehen. Bei der gestrigen Plenarsitzung, die alle zwei Jahre stattfindet, bot Hanno Pinter den Anwesenden einen Rückblick auf die vergangene Dekade.
Darüber hinaus wurde der Vorstand gewählt, welcher einige neue Gesichter aufweist. Diese sind: Andrea Elmer, Nicolas Marxer, Michael Schädler und Biona Krasniqi als Präsidentin. Patrick Marxer, Lisa Meier, der bisherige Präsident Hanno Pinter und Johannes Rinderer wurden jeweils mit Geschenken als Dank für ihre Dienste vom Vorstand verabschiedet. Christine Hotz, Julia Mayer und Alma Muhamedagic sind die Personen, welche mit ihren gesammelten Erfahrungen dem Vorstand erhalten bleiben.

Zehn arbeitsintensive Jahre voller Herzblut
«Jugendliche müssen gehört werden», sagte Hanno Pinter. Und als abtretender Präsident betonte er in dieser Hinsicht die Kernaufgabe des Beirats inbrünstig: «Er soll die Kinder und Jugendlichen in Liechtenstein ihr gesetzlich verankertes Recht auf Mitsprache und Mitgestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes garantieren.» Diese würden dabei folge richtig lernen, Verantwortung zu tragen, Wünsche auszusprechen, zu argumentieren und Niederlagen einzustecken, weil das Leben eben auch kein Wunschkonzert ist. Weil der Beirat noch nicht lange besteht, wurde seit der Plenarsitzung vor zwei Jahren viel in die Öffentlichkeitsarbeit investiert. Der «Kijub» ging auf Gemeinden, Jugendtreffs und Jugendkommissionen zu, kreierte Plakate, sprach mit der Presse und schrieb verschiedenste Institutionen an, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. «Nun halten Gemeindemitarbeiter Augen und Ohren für unsere Anliegen offen. Wenn eine neue Sitzbank vonnöten ist, werden auch wir über die Errichtung zu Rate gezogen», nannte Pinter als Beispiel. Die Investition in die Öffentlichkeitsarbeit zahlte sich aus. «Seit Beginn konnten wir Projekte mit einem Betrag von 70 000 Schweizer Franken unterstützen. Das hört sich für ein Land wie Liechtenstein vielleicht nicht nach viel an, dennoch wären sonst gewisse Projekte nicht zustande gekommen», so Pinter. Die in den vergangenen zwei Jahren unterstützten Projekte lauten beispielsweise «Planken rockt», «Vielfalt statt Vorurteile» oder «Sommercamp Ruggell». Seit dem Beginn des Beirats wirkte dieser bei 60 Projekten mit.

Dabei steht die Zusammenarbeit mit weiteren Jugendorganisationen wie «Jubel!» im Zentrum. Auch nimmt der Beirat an themenrelevanten Seminaren, Konferenzen und Vorträgen im In- und Ausland teil. Somit findet eine Vernetzung mit Gleichdenkenden statt. Das ist bedeutsam für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen.

Der neue Kijub-Vorstand


Michael Schädler, Biona Krasniqi (Präsidentin) und Nicolas Marxer (Foto v.l.n.r).
Auf dem Bild fehlen Andrea Elmer, Christine Hotz, Julia Mayer und Alma Muhamedagic.

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