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Alkohol

Alkohol


Ist Alkohol eine Droge? Stimmt es, dass Frauen schneller betrunken werden als Männer und was bedeutet eigentlich Binge-Drinking?

 

Kurz und bündig

Alkohol gehört zusammen mit Tabak (Nikotin) und Medikamenten (vor allem Schlaf- und Beruhigungsmittel, vermeintliche „Konzentrationsmittel“ oder Amphetamine) zu den sogenannten legalen Drogen. Legale Drogen sind die Suchtmittel, deren Verkauf und Gebrauch in unserer Gesellschaft erlaubt ist. Die meisten davon sind gesellschaftlich akzeptiert. Obwohl der Gebrauch und Verkauf legaler Drogen nicht strafbar ist, sind sie jedoch keineswegs ungefährlich.

Gründe für den Konsum von Alkohol

Die Gründe für den Konsum von Alkohol sind sehr vielfältig und individuell. So gehört für viele Erwachsene das Gläschen Rotwein einfach zu einem guten Essen dazu. Bei jungen Leuten spielt Alkohol vor allem im Ausgang eine Rolle. Vielen fällt es unter Alkoholeinfluss leichter Kontakte zu anderen zu knüpfen und Hemmungen abzubauen. Wer mittrinkt gehört einfach dazu. Manche Menschen trinken aber auch aus Langeweile, oder um Stress abzubauen und Probleme zu vergessen. Wenn das aber der Fall ist, sollte man darüber reden.

Manche Menschen entscheiden sich auch bewusst dafür keinen Alkohol zu trinken. Auch das hat viele Gründe. Oft spielt dabei Geld eine Rolle: Vor allem in Lokalen ist Alkohol teuer. Auch unangenehme Erfahrungen mit Alkohol in der eigenen Familie oder religiöse Gründe können ausschlaggebend sein. Viele junge Menschen wollen nicht die Kontrolle verlieren. Betrunken kann es passieren, dass man Dinge tut die man später bereut oder die einem peinlich sind.

Gesetzliche Grundlage

Laut dem liechtensteinischen Kinder- und Jugendgesetz ist der Konsum, Besitz und Erwerb von Alkohol in Liechtenstein ab dem 16. Geburtstag erlaubt und auch dann noch mit Einschränkungen verbunden. So dürfen gebrannte alkoholische Getränke (Schnaps) und industriell hergestellte Mischgetränke (Alkopops, Bacardi-Cola, Wodka-Redbull, usw.) erst ab 18 Jahren konsumiert werden.

In einer Studie geben allerdings 89% der Jugendlichen in Liechtenstein an, schon vor ihrem 16. Geburtstag mindestens einmal Alkohol konsumiert zu haben.

 

Risiken und Folgen

Alkohol ist in unserer Gesellschaft das am weitesten verbreitete Genussmittel, wird aber oft unterschätzt. Die Risiken, die der Konsum mit sich bringt, sind vielfältig und können körperliche, psychische und soziale Folgen haben.

 

… für deinen Körper

  • Erhöhtes Risiko für Krankheiten: Alkohol begünstigt das Auftreten verschiedenster Krankheiten. Leberzirrhose (Schrumpfleber), Bluthochdruck, Herzmuskel-Erkrankungen, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Magenschleimhaut, …
  • Verringerte Potenz: Alkohol verringert die Potenz und vermindert die sexuelle Erlebnisfähigkeit bei Mann und Frau.
  • Auslöser für Krebserkrankungen: Langfristiger Alkoholmissbrauch ist oftmals Auslöser für Krebserkrankungen, insbesondere in der Leber, in der Mundhöhle, im Rachenraum und in der Speiseröhre, im Enddarm und der (weiblichen) Brustdrüse.
  • Alkohol und Medikamente: Viele Menschen sind sich auch über das Risiko bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol und Medikamenten nicht bewusst. Die Wirkung der Medikamente kann nämlich durch den Alkoholkonsum aufgehoben oder aber auch verstärkt werden. Die Folgen sind Herz-Kreislauf-Probleme oder Vergiftungen. Besonders gefährlich ist die Kombination von Alkohol mit psychisch wirkenden Medikamenten, vor allem Beruhigungsmitteln.
  • Alkoholvergiftung: Übermässiger Konsum kann natürlich auch zu einer Alkoholvergiftung führen. Bewusstlosigkeit, Koma und sogar Tod sind mögliche Folgen.

Was genau der Alkohol mit deinem Körper macht, kannst du dir hier anschauen.

 

… für deine Psyche und dein soziales Umfeld

  • Persönlichkeitsveränderung: Ständiger, zu hoher Alkoholkonsum verändert die Persönlichkeit: Das geht von Unzuverlässigkeit, Reizbarkeit, Unruhe und übertriebener Eifersucht bis hin zu vielfältigen Ängsten, Depressionen und Selbstmordgedanken. Die Diagnose „psychische Verhaltensstörungen durch Alkohol“ ist die dritthäufigste in der Krankenhausstatistik. Bei Männern ist sie sogar die häufigste.
  • Erhöhte Aggressions- und Gewaltbereitschaft: Alkohol steigert die Aggressions- und Gewaltbereitschaft. 95% der Gewalttaten von Jugendlichen werden unter dem Einfluss von Alkohol verübt. In alkoholisiertem Zustand ist es ausserdem wahrscheinlicher selbst ein Opfer von Gewalt oder Verbrechen zu werden.
  • Einfluss auf die Entwicklung: Das Trinken größerer Mengen Alkohol verringert die Produktion von Wachstumshormonen und beeinträchtigt die Gehirnentwicklung. Schon bei jedem einzelnen Rausch sterben Millionen von Gehirnzellen ab. Langfristig macht ein zu hoher Alkoholkonsum also tatsächlich dumm! ?
  • Erhöhte Unfallgefahr: Unter Alkoholeinfluss erhöht sich auch die Unfallgefahr, da die Wahrnehmung beeinflusst wird, die Konzentration abnimmt und die eigenen Fähigkeiten oftmals überschätzt werden. Dies ist vor allem im Strassenverkehr ein grosses Problem. 
  • Alkoholabhängigkeit: Die Versuchung ist groß, bei Stress oder Leistungsdruck auf den „Problemlöser“ Alkohol zurückzugreifen. Je früher regelmässig Alkohol konsumiert wird und Rauscherfahrungen gemacht werden, desto größer ist das Risiko, später einen problematischen Alkoholkonsum zu entwickeln, oder gar abhängig zu werden.

Was Jugendliche über die Wirkung von Alkohol zu berichten haben erfährst du in diesem Video hier.

 

Richtig reagieren im Notfall

Im Notfall ist so schnell wie möglich ärztliche Hilfe gefragt. Mögliche Anzeichen einer Alkoholvergiftung sind:

  • starker Alkoholgeruch
  • Aggressivität und Gewaltbereitschaft
  • Schmerzunempfindlichkeit
  • verlängerte Reaktionszeit bis hin zu Bewusstlosigkeit und Koma
  • Störungen beim Gehen und Sprechen bis hin zu Bewegungsunfähigkeit
  • Atemprobleme oder gar Atemlähmung

Auch häufiges Erbrechen ist ein deutliches Warnsignal, auch weil die Betroffenen am Erbrochenen ersticken können. Doch nicht immer kündigt sich eine Alkoholvergiftung durch Übelkeit und Erbrechen an.

Wenn der oder die Betrunkene nicht mehr ansprechbar oder sogar bewusstlos ist, muss sofort ein Krankenwagen gerufen werden. Dann könnten schon Funktionen des Stammhirns beeinträchtigt sein, welches Atmung und Herzschlag regelt. Wird in so einer Situation zu lange gewartet, droht Atemstillstand.

 

Drei Notfall-Regeln

  1. Bring die Person in die stabile Seitenlage. Wie das geht erfährst du hier. Wegen der Erstickungsgefahr durch eine erschlaffte Zunge oder Erbrochenes solltet ihr daran denken, die Atemwege frei zu machen. Dazu beugt ihr den Kopf in der Seitenlage ganz sanft nach hinten und öffnet den Mund.
  1. Notarzt rufen (144 in Liechtenstein, oder die europäische Notrufnummer 112): Erklärt, wo ihr seid und was passiert ist. Danach nicht auflegen, sondern auf Rückfragen warten.
  1. Bis das Rettungsteam da ist, bleibt bei dem oder der Betrunkenen. Wenn es kühl ist, solltet ihr die Person warmhalten.

 

Mit der HaLT Alkohol Notfall Präventionsapp bist du immer und überall auf einen Notfall vorbereitet, denn die App bietet verschiedene Möglichkeiten: Du klickst dich durch den Erste Hilfe Ablauf. Du simulierst einen Notfall oder hilfst deinem Freund, wenn wirklich etwas passiert. Das Lexikon enthält Wissenswertes und Gerüchte zum Thema Alkohol.  Sammle Coolness Punkte, indem du dich richtig verhältst oder schau, was passieren kann, wenn du über die Stränge schlägst. Im Spiel erlebst du Situationen wie im wirklichen Leben.

 

Hilfe!

…meine Freunde trinken

Zu entscheiden, ob man seine Freunde auf ihren Alkoholkonsum ansprechen sollte, ist nicht leicht. Man ist sich oft nicht ganz sicher, ab wann Alkohol anfängt, zum Problem zu werden. Und wer will sich schon lächerlich machen oder den Ärger der Freundin oder des Freundes auf sich ziehen? Andererseits wird man nicht von heute auf morgen abhängig, das ist ein schleichender Prozess. Je früher die Betroffenen ihr Problem erkennen, desto grösser die Chance, aus der Sache noch heil rauskommen. Kein einfaches Thema also.

  • Schau nicht weg, wenn du dir Sorgen machst
    Aufeinander aufpassen, Verantwortung übernehmen, ehrlich zueinander sein, all das ist in einer Freundschaft wichtig. Deswegen solltest du deine Freundin/deinen Freund auch dann ansprechen, wenn es um unangenehme Themen geht.
  • Mache keine Vorwürfe
    Achte bei eurem Gespräch darauf, dass du von dir selbst ausgehst und deiner Freundin/deinem Freund keine Vorwürfe machst. Gehe von dem aus, was du beobachtest und was dir Sorgen bereitet: „Ich mache mir Sorgen, weil du an den letzten Wochenenden regelmässig betrunken warst.“ oder „Ich habe das Gefühl, dass es dir in letzter Zeit nicht so gut geht.“. Dann kannst du fragen: „Wie siehst du das?“. So nimmst du deinen Freund/deine Freundin ernst. Das kann dein Gegenüber leichter akzeptieren als den Vorwurf „Du trinkst zu viel!“. Du kannst das Thema aufnehmen, für sie oder ihn da sein, aber du kannst niemanden dazu zwingen, das Verhalten zu ändern. Jede/r muss die Motivation und den Willen selbst aufbringen.
  • Vertraue dich jemandem an und rede darüber
    Behalte Dinge, die dich belasten, nicht für dich. Manchmal ist es wichtig, dass erwachsene Vertrauenspersonen Verantwortung übernehmen und weiterhelfen. Zögere nicht, über deine Sorgen zu sprechen. Kündige das deinem Freund oder deiner Freundin so an: „Ich mache mir zu grosse Sorgen und kann das nicht für mich behalten. Ich möchte aber weiter als Freund/Freundin für dich da sein!“ Auch wenn er oder sie dann vielleicht wütend wird und droht, nicht mehr mit dir befreundet zu sein – manchmal ist es wirklich wichtig, Erwachsene um Hilfe zu bitten. Mit der Zeit glätten sich die Wogen oft, und die Freundschaft geht weiter. 

Ob der Alkoholkonsum deiner Freundin oder deines Freundes eventuell problematisch ist, kannst du hier prüfen.

 

…meine Eltern trinken

Du denkst, dein Vater oder deine Mutter hat ein Alkoholproblem und das beschäftigt dich? Du wünschst dir, dass er oder sie mit dem Trinken aufhört und du verstehst nicht, warum das so schwierig ist?

Alkoholabhängigkeit beziehungsweise Alkoholsucht ist eine Krankheit. Um gesund zu werden, muss man sich als Erstes eingestehen, dass man eine Alkoholabhängigkeit hat. Alkoholkranke Menschen können nicht einfach mit dem Trinken aufhören, auch wenn sie dies unbedingt wollen. Ihr Körper braucht den Alkohol, um sich nicht schlecht zu fühlen. Daher ist es wichtig, sich fachliche Hilfe, zum Beispiel in einer Suchtberatungsstelle, zu holen. Allerdings kannst du deine Mutter oder deinen Vater nicht dazu zwingen, sich behandeln zu lassen. Sie oder er muss sich selbst dazu entscheiden. Du bist nicht für die Krankheit verantwortlich und kannst nichts dafür, wenn sie oder er sich nicht behandeln lassen will. Aber du bist dafür verantwortlich, was du aus DEINEM Leben machst. 

  • Rede darüber
    Du hast das Recht, darüber zu sprechen und es ist wichtig, dass du dies tust und dir Hilfe holst, wenn du welche brauchst. Wenn du mit anderen darüber sprichst, fühlst du dich schon nicht mehr so alleingelassen. Vielleicht würdest du deinem Vater oder deiner Mutter gerne sagen, dass du es nicht magst, wenn er oder sie trinkt. Wenn das so ist, dann wäre es gut, wenn du zuerst mit einer anderen Person darüber reden kannst, bevor du deinen Vater oder deine Mutter darauf ansprichst. Das wird dir helfen, dich auf das Gespräch vorzubereiten. Wähle einen ruhigen Moment für das Gespräch, wenn ihr euch gerade gut versteht. Sag, wie es dir geht.
    Kannst du mit dem Elternteil, der nicht trinkt, darüber sprechen? Wenn ja, dann ihm von deinen Sorgen und Ängsten. Hab keine Bedenken zu sagen, wie es dir geht. Du hast das Recht dazu. Hast du Freunde, Verwandte oder gute Bekannte, mit denen du darüber reden kannst? Du kannst dich auch mit jemandem ausserhalb deines Zuhauses darüber austauschen, zum Beispiel mit deiner Grossmutter oder deinem Grossvater oder mit einer anderen erwachsenen Person, die du gern hast (ein Lehrer, eine Nachbarin usw.). Ausserdem sind dein Kinderarzt und andere Fachleute dazu ausgebildet, auf Fragen rund um Sucht zu Auskunft zu geben.
  • Such dir Freizeitbeschäftigungen 
    In deinem Alter geht das eigene Leben erst so richtig los. Und auch wenn es Zuhause schwierig ist, darfst du Spass haben und dich mit Freunden treffen. Es ist sogar sehr wichtig, dass du eine Freizeit hast. Erlebst du schöne Momente, wird es dir gut gehen und das wird dir wiederum helfen, dich in schwierigen Momenten stärker zu fühlen. Wenn du etwas für dich tust, bedeutet das nicht, dass du deine Familie vergisst.
    Du kannst einem Hobby nachgehen: eine Sportart, ein Instrument, Zeichnen, die Pfadi – alles, was dir Freude bereitet, ist erlaubt! Nutze Aktivitäten, die von der Schule angeboten werden, falls es welche gibt. Triff dich mit Freunden. Vielleicht magst du deine Freunde nicht zu dir nach Hause einladen, weil du fürchtest, dass sie deine Mutter oder deinen Vater betrunken sehen. Dann versuche dich so zu organisieren, dass ihr euch bei deinen Freunden Zuhause trefft. Frag deine Eltern, ob du an einem Ferienlager teilnehmen kannst, wo du mit anderen in deinem Alter zusammen bist.

Mehr Infos und Tipps, sowie die Möglichkeit anonym Hilfe online zu bekommen gibt es hier:

 

Häufige Fragen

 

Links

Auf den folgenden Websites findest du weitere nützliche Informationen, Selbsttests, Quiz, Videoclips und vieles mehr zum Thema Alkohol:

 

Du hast Fragen zum Thema Alkohol, möchtest aber anonym bleiben? Kein Problem! Auf diesen Webseiten kannst du dir anonym und online deine Fragen beantworten lassen:

 

Wenn du deine eigenen Trinkgewohnheiten checken willst, bist du auf dieser Seite genau richtig:

 

Aktion Trocken ist eine App, die dir hilft deinen Alkoholkonsum immer im Blick zu haben:

 

Alkoholfreie Alternativen für deine nächste Party findest du hier:

Ferien- und Nebenjob


Du möchtest in der Ferien oder in deiner Freizeit dein eigenes Geld verdienen? Hier erfährst du, wie du einen Ferien- oder Nebenjob findest.

Häufige Fragen

Ferien- und Nebenjobbörsen


aha newsflash: Nutze den aha newsflash über WhatsApp. Wir informieren dich, wenn neue Ferienjobs eingetragen wurden. newsflash

Tipps zur Bewerbung

Viele Betriebe erwarten auch für Ferien- und Nebenjobs eine schriftliche Bewerbung. Wichtig ist, immer die Bewerbungsunterlagen parat zu haben. Zum Teil kannst du diese auch per eMail senden. Das ist eine schnelle und günstige Alternative. 

Infos: Tipps für ein Bewerbungsschreiben bzw. für das Bewerbungsgespräch findest du im Bereich Bewerbung


Wichtig ist, den Bewerbungstext vor dem Schicken auf jeden Fall von jemandem Korrektur lesen zu lassen. Rechtschreibfehler machen einen sehr schlechten Eindruck. Rechtschreibfehler machen einen sehr schlechten Eindruck.

Informiere dich im Vorfeld: Was macht die Firma überhaupt? Schau auf die Website oder suche das Gespräch mit den Mitarbeitenden der Firma.


  • Name, Geburtstag, Wohnort, Telefonnummer und/oder eMail
  • Schule, inkl. Jahrgangsstufe, bzw. abgeschlossene Ausbildung
  • Erfahrungen (hast du schon mal etwas Ähnliches gemacht?)
  • Zeitraum, während dem du arbeiten willst

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Alternativen zum Ferienjob

Nur nicht aufgeben, falls du nicht auf Anhieb einen Ferienjob findest. Es gibt Alternativen, die keine oder wenig Bezahlung, dafür aber Spass und Erfahrung bringen und somit bei der Berufsentscheidung helfen können. Wie wär es z. B. mit Rasen mähen, Zeitungen austragen oder Hunde Gassi führen? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, sei offen für den „etwas anderen Ferienjob“!
Ältere Leute sind oft froh, wenn du ihnen bei den täglichen Dingen des Lebens unter die Arme greifst. 

Sommer-Au-pair (ab 18 Jahren, in der Schweiz auch ab 17)
Sommer-Au-pair ist eine einfache und günstige Möglichkeit, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen und nebenbei deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Die Aufenthalte dauern ca. acht Wochen. Melde dich frühzeitig bei den Agenturen!

Workcamps (ab 16 Jahren)
In einem Workcamp arbeitest du in einer Gruppe freiwillig und unentgeltlich an einem sozialen oder ökologischen Projekt mit. Unterkunft und Verpflegung sind meist kostenlos. Workcamps gibt es weltweit zu verschiedenen Themen: Antirassismus, Umwelt, Friedensarbeit …

Freiwillige Sommereinsätze (ab 16 Jahren)
Auch dieser Einsatz ist freiwillig und unentgeltlich, du bekommst dafür Unterkunft und Verpflegung. Die Einsatzdauer ist unterschiedlich, meistens ist eine Mitarbeit ab 2 Wochen sinnvoll und hilfreich.

Steuern:
Grundsätzlich ist jedes Erwerbseinkommen zu deklarieren. Nur wenn der gesamte steuerpflichtige Erwerb von im Lande wohnhaften Personen den Betrag von CHF 24`000.- pro Jahr nicht übersteigt, bleibt dieser steuerfrei. Erstreckt sich die Steuerpflicht auf einen Zeitraum von weniger als einem Jahr, so ist der Gesamterwerb auf ein volles Jahr umzurechnen. (Weitere Informationen gibt die Steuerverwaltung: www.stv.llv.li)

  • AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung): ja, ab dem 18. Lebensjahr
  • ALV (Arbeitslosenversicherung): ja, sobald AHV-beitragspflichtig
  • BU (Berufsunfähigkeitsversicherung): ja, unabhängig von Alter, Beschäftigungsdauer und –grad
  • NBU (Obligatorische Nicht-Berufs-Unfallversicherung): ja, ab 8 Wochenstunden
  • OKP (Obligatorische Krankenpflegeversicherung): Alle über 15-jährigen Arbeitnehmenden, die in Liechtenstein tätig sind, sind für Krankengeld obligatorisch zu versichern. Nicht versicherungspflichtig (bzw. privat versichert) sind Personen, welche weniger als 8 Wochenstunden bei einem Arbeitgebenden beschäftigt sind oder die ein Arbeitsverhältnis für weniger als 3 Monate eingehen. Allerdings ist der Arbeitgebende in diesem Fall verpflichtet zu überprüfen, ob der Arbeitnehmende eine OKP abgeschlossen hat. Ansonsten haftet er im Krankheitsfall für die Kosten.
  • Taggeld: Pflicht ab 8 Stunden pro Woche. Ausgenommen sind Personen, die in einem auf maximal drei Monate befristeten Arbeitsverhältnis stehen (z.B. Praktikanten, Aushilfen, Gelegenheitsarbeiter).

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Ferienjobauswahl

Wichtig: Vorsicht vor unseriösen Angeboten!

Es ist sehr wichtig, Es ist sehr wichtig, dass du dir selbst ein Bild von dem Jobangebot machst. Sprich auf jeden Fall mit dem Arbeitgebenden und schau dir den Arbeitsplatz an, bevor du zusagst.

  • Achte darauf, dass konkrete AnsprechpartnerInnen genannt werden. Meide anonyme Angebote, die nur eine Telefonnummer angeben. 
  • VORSICHT bei Inseraten, die keine konkreten Stellenbeschreibungen enthalten, aber Superverdienste versprechen.
  • ACHTUNG! Bei Promotionjobs werden oft hohe Provisionen versprochen, dein Fixlohn ist aber sehr niedrig und es kann sein, dass du schlussendlich kaum etwas verdienst.
  • Finger weg, wenn eine Firma Geld im Voraus verlangt (z. B. Heimarbeitjobs, bei denen du vorher Kugelschreiber zusammenbauen oder Briefumschläge füllen musst und das Material mit deinem eigenen Geld kaufen sollst; oder bei Model- und Castingagenturen, bei denen du zuerst für teures Geld Fotos machen lassen musst).
  • Lass dich nicht blenden von gut klingenden Versprechungen, überleg logisch und bleib realistisch. Je einfacher die Tätigkeit bzw. je weniger du arbeitest, desto weniger verdienst du auch.

Vorstellungsgespräch

  • Bereite dich vor und stell konkrete Fragen zu Tätigkeit, Ablauf, Dauer und Verdienst des Ferien- oder Nebenjobs. Achte darauf, dass deine Fragen vollständig beantwortet werden und nicht um den „heissen Brei“ geredet wird.
  • Triff dich zum Vorstellungsgespräch im Büro oder Geschäftslokal und nicht in einer Bar ums Eck oder in einer Wohnung.

Arbeitsvertrag
Wenn deinE zukünftigeR ArbeitgeberIn und du euch einig geworden seid, lass es dir schriftlich geben.

Anmeldung und Versicherung
Achte darauf, dass dich deinE ArbeitgeberIn korrekt anmeldet.

Sicherheit am Arbeitsplatz
Der Arbeitgebende hat sämtliche Massnahmen betreffend Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz zu treffen. Es gilt, für Jugendliche altersgerechte und sicherheitsrelevante Schulungen durchzuführen. Die Ausübung gefährlicher Arbeiten, Nacht- oder Sonntagsarbeiten darf nur unter Aufsicht von verantwortlichen, erwachsenen und qualifizierten Personen ausgeführt werden.

Wenn du Zweifel hast
Wenn z. B. die Art der Tätigkeit eigenartig klingt, der Arbeitsort untypisch ist, die Ansprechperson nicht vertrauenswürdig wirkt, der Lohn sehr hoch oder sehr niedrig ist oder die Arbeitszeiten ungewöhnlich lange sind … dann sprich mit deinen Eltern oder erkundige dich bei uns!

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Notier dir deine Arbeitszeit: Schreib dir täglich auf, von wann bis wann du gearbeitet und wann du Pausen gemacht hast.

 

Eine Freiwillige hat Spaß mit kostümierten Kindern.

Freiwilligenprojekte


Zeit im Ausland verbringen? Sozial-, Kultur- oder Umweltbereich? Kulturen, Bekanntschaften und Sprachen entdecken?

 

Vorteile für dich

Während deines Freiwilligenprojekts arbeitest du in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland. Du lernst ein Land, eine andere Kultur und Leute kennen. Du verbesserst deine Sprachenkenntnisse. Das Projekt ist zu sozialen, ökologischen und kulturellen Themen möglich und kann dir persönliche und berufliche Orientierung geben. 

Projekte

Wohin zieht es junge Leute aus Liechtenstein? Einige Beispiele findest du in dieser Übersicht.

Häufige Fragen

Wer kann sich bewerben?
Alle zwischen 17 und 30 Jahren, mit Wohnsitz in Liechtenstein. Vorkenntnisse, spezielle Ausbildungen oder Fremdsprachenkenntnisse sind nicht nötig.

Wie lange dauert ein Einsatz?
Zwei bis maximal zwölf Monate. Es ist einfacher, längere Projekte zu finden. In einigen Fällen ist ein Kurzzeit-Aufenthalt zwischen zwei Wochen und zwei Monaten möglich.

Wo und wie helfe ich mit?
Es gibt viele Möglichkeiten, hier Beispiele von ehemaligen Freiwilligen;
Sara betreute Jugendliche in einem Kinderheim in Madrid, Taina kümmerte sich in Finland um Pferde, Jaël war als Jugendbetreuerin, Künstlerin, Animateurin und Eventplanerin in Polen und Vera befasste sich in Griechenland mit dem Thema Menschenrechte, führte dazu Interviews, schrieb Berichte und lernte, wie man ein Magazin grafisch gestaltet. Alexander ist in Wien und betreut Krabbelgruppen, organsiert Familienausflüge und hilft bei Workshops. (Stand: Sommer 2017)

In welchen Ländern kannst du dein Freiwilligenprojekt machen?
Generell im europäischen Ausland.

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In vielen europäischen Ländern kannst du ein Freiwilligenprojekt machen.

Wie viel kostet die Teilnahme?
Ausser einem kleinen Beitrag an die Reisekosten ist das Projekt für dich kostenlos. Um deine Unterkunft, Verpflegung und Transportmöglichkeiten vor Ort kümmert sich deine Aufnahmeorganisation. Du hast während deinem Projekt kein Einkommen, bekommst aber ein kleines Taschengeld.

Wann und wo melde ich mich?
Überlege dir, wann du dein Freiwilligenprojekt starten willst. Idealerweise meldest du dich etwa sechs bis acht Monate vor diesem Startdatum bei uns. Damit bleibt dir genug Zeit, ein passendes Projekt zu finden. Wenn du spontan und flexibel bist, ist es auch möglich, kurzfristig einen Projektplatz zu ergattern. Wir erklären dir, was zu tun ist und unterstützen dich gerne bei allen weiteren Schritten. 

Downloads

Weitere Infos: Tel. +423 239 91 15

eMail: jugendinaktion@aha.li