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Neue Bestimmungen zum Schutz jugendlicher Arbeitskräfte


Da die Sonderbestimmungen über den Schutz der jugendlichen Arbeitnehmer veraltet waren, sie stammten aus dem Jahr 2005, wurden diese nun überarbeitet und traten am 1. November 2018 in Kraft.

 

Die neuen Abänderungen besagen, dass Jugendliche nun auch gefährliche Arbeiten machen dürfen, jedoch nur mit einer Gegenleistung der Arbeitgeber. Der Leiter des Amts für Volkswirtschaft, Christian Hausmann, erklärt, dass die Betriebe im Gegenzug entsprechende Massnahmen zur Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Jugendlichen umsetzen müssen, damit diese Ausnahmen auch genehmigt werden können. Es heisst, dass junge Arbeitskräfte nur für gefährliche Arbeiten beschäftigt werden dürfen, wenn diese im Zuge einer beruflichen Grundausbildung unverzichtbar sind.
Neu gilt auch, dass die Schnupperlehre nun zu den leichten Arbeiten gezählt wird. Da sie aber ein wichtiger Bestandteil der Berufswahl ist, müssen die leichten Arbeiten während höchstens acht Stunden pro Tag und dies zwischen 6 und 20 Uhr ausgeführt werden. Die Dauer eines Berufswahlpraktikums wurde auf zwei Wochen beschränkt.
Eine weitere Abänderung gibt es ebenfalls im Bereich Arbeitszeit. Nämlich dürfen jugendliche Arbeitskräfte, welche am nächsten Tag die Berufsschule besuchen, nur noch bis spätestens 20 Uhr arbeiten. Vor der Revision gab es dazu keine Regelung.
Ebenso gibt es eine Anpassung der Liste der Berufe, bei denen man auch in der Nacht oder am Sonntag arbeiten muss, um das Berufsziel erreichen zu können. Arbeiten zwischen Mitternacht und 4 Uhr für Jugendliche sind generell verboten. Nur in Ausnahmefällen können diese vom Amt für Volkswirtschaft bewilligt werden.

Genaueres zu den Bestimmungen findest du hier.