fbpx Zum Inhalt springen

vom Schüler zum Unternehmer


„Wir Schüler lernen im Allgemeinen wenig über Finanzen oder wie wir überhaupt mit Geld umgehen sollen bzw. müssen.“

 

aha-Jugendreporterin Hannah

Projektwoche – vom Schüler zum Unternehmer

In der letzten Schulwoche, zu Beginn der Sommerferien, stand bei uns im Liechtensteinischen Gymnasium wieder die Projektwoche an. Dieses Mal allerdings ein bisschen anders. Jedes Jahr dürfen Schüler, die ins Abschlussjahr übertreten, ein eigenes Unternehmen gründen. Ziel ist, dass wir einen umfassenden Einblick in die Wirtschaft erhalten.

Sind wir ein Team?

Wir starteten die Woche mit einem interessanten Spiel. Unsere Klasse wurde in vier Gruppen aufgeteilt und mussten immer zwischen A oder B entscheiden. Wenn alle Gruppen B wählten, dann verloren alle 100 Franken, aber wenn alle A wählten, erhielten alle 100 Franken. Wenn zwei Gruppen A nahmen und zwei B, dann erhielten die B-Gruppen 200 Franken und die A-Gruppen verloren 200 Franken. Aber wenn nur eine Gruppe A wählte, dann verlor diese Gruppe 300 Franken und die B-Gruppen erhielten 300 Franken. Logisch war, wenn man A wählte und nur eine Gruppe B nimmt, dass man eine grosse Menge an Geld verliert. Aber wenn alle A wählten, würden auch alle wiederum Gewinn machen.

Wir diskutierten viel und versuchten, die anderen Teams auszutricksen. Leider schaffte es unsere Klasse nicht, dass alle Teams Gewinn machen.

So lernten wir gleich zu Beginn der Woche, dass wir zusammenarbeiten müssen und wir uns an Versprechen halten müssen, damit die Wirtschaft funktioniert. Es geht sehr viel um Vertrauen. Wenn dieses Vertrauen fehlt, dann kann alles zusammenbrechen.

SUONO – unser eigenes Unternehmen

Mit der Erkenntnis aus dem Einstiegsspiel durften wir nun unser eigenes Unternehmen gründen. Insgesamt waren wir zu sechst in der Gruppe und jeder erhielt eine Führungsposition. Zu Beginn wurde beschlossen, was produziert wird, wie unser Unternehmen heisst und wofür wir stehen. Wir einigten uns, dass wir Musikboxen namens „suono s+“ herstellen und unsere Firma „suono“ heisst. Wir kreierten unser Logo, formulierten Werbeslogans und gestalteten sogar unser eigenen Twitter- und Instagram-Account.

Das Spannendste war jedoch das Finanzthema, denn wir mussten viele Entscheidungen treffen. Wie viel Lohn zahlen wir unseren Mitarbeitern? Wie viel Geld stecken wir in deren Weiterbildung? Welche Anzahl sollen wir produzieren? Welchen Verkaufspreis erhalten unsere Produkte? Sind wir nur im heimischen Markt tätig oder auch im Ausland? Das war alles nicht so einfach. Wir hatten ein limitiertes Budget zur Verfügung und mussten folglich entscheiden, wo wir wie viel Budget sprachen und wie wir es einsetzen wollten.

Werbevideo suono

Ohne Musik aus unseren hochwertigen suono-Boxen sind Emotionen nur schwer fühlbar.

Besuch der Firma Swarovski

Am Donnerstagnachmittag stattete uns die Firma Swarovski ein Besuch ab. Sie erklärten, wie Swarovski funktioniert und was wichtig ist, damit solch eine Firma überhaupt funktionieren kann. Dabei lernten wir, dass die Mitarbeiter einer der wichtigsten Faktoren sind. Man muss für ihre Ausbildung sorgen und ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, damit sie zufrieden und gut qualifiziert sind. Zudem ist es wichtig, dass das Unternehmen für ihre Mitarbeiter attraktiv ist und ihnen diverse Anreize und Benefits bietet. Ein Firmenhandy oder Firmenauto, gute Sozialversicherungsleistungen, kostenloses Essen in der Mensa etc. Der Vortrag war sehr spannend und wir konnten so einen guten Einblick in ein reales Unternehmen erhalten.

Fazit

Für mich war die Wirtschaftswoche total spannend und interessant. Wir Schüler lernen im Allgemeinen wenig über Finanzen oder wie wir überhaupt mit Geld umgehen sollen bzw. müssen. Ich konnte mir ein Bild von der Wirtschaft machen und durch unsere fiktive Firma „suono“ selbst herausfinden, was ein gutes Unternehmen ausmacht. Dadurch, dass wir ein eigenes Unternehmen gründen konnten, wurde es zu etwas Persönlichem und Greifbaren. Wir alle waren sehr kreativ und wir wollten besser sein, als die anderen Teams und das machte richtig Spass und spornte uns an. Es war ein Wettkampf und jeder wollte gewinnen – was wir durch unsere neue gewonnen Erfahrungen auch taten.