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Deepfakes – die perfekte Täuschung


Dank neuster Technologie – in diesem Falle die Künstliche Intelligenz – ist es jetzt auch möglich, Videos zu faken. Dies kann sehr gefährlich werden. Hier zeigen wir dir, wie das funktioniert und wie du solche Videos erkennen kannst.


aha-Jugendreporter Severin

Deepfake ist eine Technologie, mit der es möglich ist, Videos zu faken. Es wird das Gesicht der Person analysiert, welches schlussendlich deine Worte sprechen sollte. Du kannst dann irgendeinen Text sprechen und das Gesicht des anderen Menschen bewegt sich so, dass es aussieht, als würde diese Person diese Sachen sagen. Dann brauchst du nur noch ein Programm, das dir hilft, Originalstimmen zu imitieren und fertig ist das perfekte Deepfake-Video.

Lustig oder gefährlich?

Dies kann natürlich sehr lustig und nützlich sein (Beispiele findest du in den Links). Jedoch ist diese Technologie auch sehr gefährlich. Das Potenzial zum Missbrauch ist gross. Deepfakes werden immer besser und realer, sodass wir sie nicht mehr von „echten“ Videos unterscheiden können. Stell dir doch einmal vor, ein Trump-Gegner macht ein gefaktes Video, in welchem er beispielsweise sagt, es würde ihn nicht kümmern, ob die Leute Jobs haben oder nicht. So ein Video würde sehr schnell verbreitet werden und viele Leute würden nicht merken, dass es ein Fake ist. Denn diese Aussage würde sehr viele Emotionen mit sich tragen und das kann zu einer schnelleren Reaktion der Empörung führen. So könnte dies zu einem Wahlnachteil für Trump werden. Denn es ist sehr schwierig, richtig gut erstellte Deepfakes von realen Videos zu unterscheiden. Nicht einmal Computerprogramme können diesen Unterschied zuverlässig erkennen (jetziger Stand). Es sind zwar schon einige Tools vorgestellt worden, jedoch wurde noch keines veröffentlicht. Wenn ihr ein Beispiel eines Deepfake-Videos sehen wollt, dann schaut gerne das Video unten an!

Rufschädigungen

Doch Deepfakes kommen nicht nur in normalen Videos vor. Ein niederländisches Unternehmen untersuchte rund 15‘000 Deepfakes. 96 Prozent waren Pornografie – in den meisten Fällen wurden Hollywoodschauspielerinnen oder berühmte Popsängerinnen in Sexfilme montiert. Das kann den Ruf einer prominenten Person komplett ruinieren, wenn das Video nicht als Fake enttarnt wird. Auch Privatpersonen wurden schon Opfer von Deepfake-Pornos. Stell dir vor, ein solches Video von dir würde an deiner Schule kursieren, der Schaden für dich wäre enorm. Aus diesem Grund wird es auch so oft missbraucht.

Ein Deepfake Selbstversuch

Für sinnvollere Zwecke

In diesem Video sieht man aber auch, dass die Deepfake Technologie auch für sinnvollere Zwecke benutzt werden kann.

Versuche Deepfakes ausfindig zu machen

Mit diesem Guide kannst du selber ausprobieren, ob du die gezeigten Deepfakes erkennst und ausfindig machen kannst. Hättest du die Deepfakes erkennt?

 Quellen:

YouTube Algorithmus



aha-Jugendreporter Severin

Jugendreporter Severin hat sich zum Thema Radikalisierung auf YouTube auseinandergesetzt und einen Versuch gewagt. Auf welchem Video er schlussendlich aufgrund der YouTube-Empfehlungen gelandet ist, erfährst du weiter unten.

Radikalisierungsmaschine YouTube

YouTube ist nach Google die zweitgrösste Suchmaschine der Welt. Es werden jede Minute etwa 500 Stunden Videomaterial auf die Plattform geladen und täglich über eine Milliarde Stunden Videos auf der Plattform angesehen.

Neben gesuchten Videos zeigt YouTube auch persönliche Empfehlungen für den User. Diese werden mithilfe eines komplizierten Algorithmus vorgeschlagen. Und dieser Algorithmus macht YouTube laut Experten zu einem der mächtigsten Radikalisierungsinstrumente des 21. Jahrhunderts.

In YouTube findest du viel Sinnvolles, zum Beispiel Wissensvideos, Life Hacks und so weiter. Es tun sich aber auch Abgründe auf. Denn auf der Plattform treiben auch Radikale, Extreme und Gewalttätige ihr Unwesen und man findet eine ganze Flut an Videos zu Verschwörungstheorien. Die Experten sagen, YouTube würde mit ihrem Algorithmus fördern, dass solche Videos auch zu den Nutzern gelangen, die eigentlich ganz harmlose Inhalte suchen. Da der Algorithmus von YouTube streng geheim ist, konnte dies trotz zahlreicher Studien nicht ganz bewiesen werden.

Selbstversuch Jugendreaporter

Ich wollte es genau wissen und habe es selbst getestet. Ich suchte nach einem harmlosen Wissensvideo und klickte immer auf die Empfehlung oben rechts, um zum nächsten Video zu gelangen. Das Ergebnis fand ich schockierend. Nach einigen weiteren harmlosen Videos stiess ich auf einmal auf ein Video mit dem Titel „Wir suchen Onlineshops für Nazis“. Auch im unten verlinkten Artikel der NZZ machte die Journalistin einen Selbsttest mit einem ebenfalls spannenden Resultat.

YouTube wird durch die Algorithmen für dich personalisiert. So gerätst du rasch in eine sogenannte Filterblase, weil nur noch Videos angezeigt werden, die zu deiner Meinung und Einstellung passen. Zu jeder noch so abstrusen Meinung lassen sich Videos finden, die genau diese Haltung zu belegen scheinen. Dadurch wirst du in deiner Ansicht bestärkt, weil du glaubst, dass du richtig liegst, auch wenn es eigentlich völliger Unsinn ist. Dies kann auch zu einer Radikalisierung führen.

In einem Artikel der New York Times (unten verlinkt) geht es um einen Jungen, der genau durch diese Systematik radikalisiert worden ist und beschreibt, wie er da wieder rausgekommen ist.

Was/Wer steckt hinter den Algorithmen

Diese Beispiele zeigen, wie leicht uns solche Algorithmen beeinflusst können und unter Umständen realisieren wir dies als Nutzer gar nicht. YouTube ist damit aber nicht allein (siehe Netflix Dokumentation Social Dilemma). Wir werden absichtlich in den auf uns „zugestimmten“ Filterblase gehalten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Radikalisierungen immer stärker werden. Jeder ist fest davon überzeugt, seine Ansicht sei die einzig wahre. Dabei sollte es im 21. Jahrhundert nicht mehr darum gehen, wer im Recht und wer im Unrecht ist, sondern dass wir voneinander lernen und auch die Bereitschaft an den Tag legen, die Meinungen und Ansichten von anderen anzuhören, sie zu respektieren und sie nicht dafür zu verurteilen.

Quick Self-Check

Hier haben wir ein paar mögliche Quick-Checks, damit dir YouTube keine Verschwörungsvideos aufquatscht:

  1. Account-Check – wer steht hinter dem Account? Ist diese Quelle seriös und hat seine Quellen offen dargelegt?
  2. Vertraue den Algorithmus nicht, denn die empfohlenen Videos giessen meist noch mehr Öl ins Feuer.
  3. Lass dir nichts einreden und vergleiche die Informationen mit anderen Websites und Quellen
  4. Je länger du guckst, desto mehr Werbung verkauft YouTube damit. Das höchste Ziel von YouTube ist demnach, dich so lange wie möglich am Bildschirm zu halten. Du hast die freie Wahl und kannst dich jeder Zeit bewusst entscheiden, abzuschalten.
  5. Lauf nicht hinterher (à la Schafherde, Fähnchen im Winde, Fische im Strom). Die Anzahl Klicks unter den Videos garantiert nicht, dass es wahr ist. Mittlerweile gibt es au

 

 Quellen:

Landtagswahlen 2021


Am 7. Februar wird in Liechtenstein der Landtag gewählt. Wenn du noch unschlüssig bist, wen du wählen sollst bzw. was der Landtag genau ist, bist du hier richtig.

Was ist der Landtag?

Der Liechtensteinische Landtag besteht aus 25 Abgeordneten und wird alle 4 Jahre vom Volk gewählt. Er übt seine Rechte in den Sitzungen des Gesamtlandtags aus. Auch die Detailberatung von Gesetzen erfolgt in der Regel im Plenum. Zudem können ohne ihre Zustimmung keine Gesetze erlassen oder abgeändert werden.

Die 25 Landtagsabgeordneten werden in offener Listenwahl im Verhältniswahlrecht aus zwei Wahlkreisen gewählt, dem Oberland mit 15 Sitzen und dem Unterland mit 10 Sitzen. Genaueres zum Ablauf der Wahlen gibt es auf der Website des Landtages.

Der Landtag schlägt dem Fürsten ausserdem die Favoriten für die Regierung vor. Dieses Jahr schicken die Parteien folgende Kandidat*innen rund um die Regierung ins Rennen:

  • Sabine Monauni (FBP)
  • Katrin Eggenberger (FBP)
  • Manuel Frick (FBP)
  • Daniel Risch (VU)
  • Dominique Hasler (VU)
  • Graziella Marok-Wachter (VU)

Die Freie Liste verzichtete im Unterschied zu 2017 auf die Nomination eines Regierungskandidat*innen. DU und DPL stellen ebenfalls keine Regierungskandidat*innen.

Parteien

Bei der Landtagswahl 2021 treten alle 5 bisher im Landtag vertretenen Parteien an:

Welche Kandidat*innen wählen?

Die fünf bisher im Landtag vertretenen Parteien treten mit einer Rekordzahl von insgesamt 75 Kandidaten (23 Frauen und 52 Männer) für die 25 Sitze zur Wahl an. Dabei nominierten die beiden Regierungsparteien erstmals in beiden Wahlkreisen weniger Kandidaten, als Sitze zu vergeben sind. Die VU stellt 22 Kandidaten, die FBP 20, die DPL 16, die FL 12 und die DU 5.
 
Du bist Erstwähler*in oder noch unschlüssig, welche Partei bzw. Kandidat*innen du wählen möchtest?

 

Vielfalt in der Politik

Die letzten Landtagswahlen waren für die Frauen leider eine Enttäuschung. Nur drei Frauen schafften den Einzug ins 25-köpfige Parlament. Damit sich das ändert, wurde das Projekt „Vielfalt in der Politik“ ins Leben gerufen. Damit das gelingt, braucht es in einem ersten Schritt eine ausgewogene beziehungsweise gleichmässig verteilte Vertretung von Frauen und Männern auf den Wahllisten. Mit dem Wahlbarometer wird in Erfahrung gebracht, ob die Parteien dabei auf gutem Weg sind:

 

Weitere Links

Linksammlung rund um das Thema Politik:

Covid-19 Impfung


Hast du dir auch schon Gedanken gemacht über das Impfen und ganz speziell über die Corona-Impfung? Bist du dir unsicher, welche Informationen zur Covid-19-Impfung wissenschaftlich bewiesen sind und welche Fake News?

Hier findest du einige Informationen, um dir eine eigene Meinung zu bilden.

Was bringt das Impfen?

Impfen ist die Möglichkeit zu verhindern, eine Infektionskrankheit zu bekommen. Bist du gegen eine Krankheit geimpft, kannst du sie nicht weiterverbreiten. Richtig Sinn machen Impfungen dann, wenn sich ein grosser Teil der Bevölkerung impfen lässt. Nur so ist garantiert, dass die Krankheit sich nicht weiterverbreitet. Zudem werden damit auch Menschen geschützt, die sich (noch) nicht impfen lassen können, z.B. neugeborene Babys oder Menschen die an einer Krebserkrankung leiden.

Gewisse Krankheiten konnten durch das Impfen ausgerottet werden, wie die Pocken. Auch die Kinderlähmung gibt es zumindest in durch die flächendeckende Impfung nicht mehr. Andere Erkrankungen, wie zum Beispiel die Masern, sind wieder verstärkt da, weil viele Menschen sich nicht mehr dagegen impfen lassen.

Wie funktioniert die Impfung?

Impfungen regen den Körper an, Abwehrstoffe gegen Bakterien und Viren zu bilden, sogenannte Antikörper. Das Immunsystem lernt somit, sich gegen die schädlichen Erreger zu wehren und aktiv etwas dagegen zu tun. Wie das genau funktioniert, wird hier im Video kurz erklärt.

Weitere Informationen vom Bundesamt für Gesundheit BAG findest du hier.

Was für Covid-19 Impfstoffe gibt es?

Derzeit arbeiten Forscher*innen an mehr als 180 möglichen Impfstoff-Kandidaten (Stand Dezember 2020). Diese lassen sich drei Typen zuordnen, die unterschiedlich funktionieren:

Lebendimpfstoffe mit Vektorviren
Bei vielen Forschungsprojekten sind gut bekannte Viren der Ausgangspunkt, beispielsweise das Virus aus dem Masernimpfstoff. Diese Viren nennt man Vektorviren. Sie können sich im Menschen vermehren, ohne, dass sie ihn krank machen. Forscher*innen nutzen nun gentechnischen Mittel um diese Vektorviren als SARS-CoV-2 zu „verkleiden“, sodass sie dem Immunsystem eine COVID-19-Infektion vorgaukeln können. Durch die Impfung baut der Körper einen Immunschutz auf, der dann auch gegen eine echte Infektion schützt, weil der Körper den Virus schon kennt. Die Forschungsgruppe der University of Oxford und das Unternehmen AstraZeneca sind dabei schon sehr weit.

Totimpfstoffe mit Virusproteinen
Sehr viele zugelassene Impfstoffe funktionieren so, beispielsweise solche gegen Hepatitis B oder Grippe. Es sind also lang bewährte Technologien, auf die man hier zurückgreift. Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Teile des SARS -Virus, sogenannte Virusproteine, oder ganze abgetötete SARS-CoV-2-Viren. Eine chinesische Forschungsgruppe arbeitet an einem solchen Impfstoff, der in China bereits zugelassen wurde.

mRNA-basierte Impfstoffe
Diese Impfstoffe enthalten ausgewählte Gene, also Teile des Virus in Form von mRNA. Das heisst, die Impfstoffe enthalten Erbgut, genauer gesagt mRNA, das den Körper dazu anregt, seine Impfung selbst herzustellen. Dabei wird die DNA im Körper jedoch nicht verändert.

Solche mRNA-basierten Impfstoffe haben den Vorteil, dass davon sehr schnell grosse Mengen produziert werden können. Die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, sowie von Moderna sind die /ersten mRNA-Impfstoffe die auf dem Markt zugelassen wurden. Der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer ist in der Schweiz bereits seit Dezember 2020 im Einsatz. Die Wirksamkeit beider Impfstoffe gegen das Corona-Virus liegt bei bis zu 95 Prozent und er ist gut verträglich (siehe Punkt Nebenwirkungen unten). Trotzdem wird nach der Zulassung noch weiter an den Impfstoffen geforscht. Etwa, ob man nach einer Impfung das Virus trotzdem weitergeben kann, auch wenn man nicht an Covid-19 erkrankt. Untersucht wird auch, wie lange die Impfung wirkt, also ob man sie nach einem Jahr erneuern muss, wie z. B. die Grippeimpfung.

(Quelle: vfa: Impfstoffe gegen Coronavirus – aktueller Entwicklungsstand | vfa)

Die gängigsten Impfstofftypen

Quelle: vfa

Was steckt hinter dem mRNA Impfstoff?

Besonders der mRNA-basierte Impfstoff gegen Corona wirft viele Fragen auf und verunsichert Teile der Bevölkerung. Obwohl es vor Corona noch nie eine Impfung mit mRNA zur Zulassung geschafft hat, forscht man schon mehr als 25 Jahre an und mit mRNA-Impfstoffen und hat auch schon solche Impfstoffe entwickelt. Ein mRNA-Wirkstoff gegen Tollwut wurde z. B. bereits erfolgreich an Menschen getestet. Auch gegen Krebs wird an einer Therapie auf der Basis von mRNA geforscht. Man weiss also schon viel über die Methode.

Der Molekularbiologe Martin Moder, Teil der bekannten Science Busters, erklärt in diesem Video, was mRNA genau ist, wie die mRNA-Impfung funktioniert und dass gewisse Behauptungen, wie z. B., dass die Impfung unser Erbgut verändert, nicht stimmen können.

Warum war der Impfstoff gegen Covid-19 so schnell da?

Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, wie es sein kann, dass diese Impfung gegen Corona so schnell da ist. Es stimmt, noch nie wurden die Schritte, die es für die Zulassung eines Impfstoffes braucht, so schnell durchgeführt. Es gibt aber ganz einfache Erklärungen dafür:

  • Der Virentyp Corona war bereits vor Covid-19 bekannt, es wird schon seit Jahrzehnten dazu geforscht. So waren den Wissenschaftler*innen die wichtigsten Informationen, also wie die Impfung funktionieren muss, um das Virus zu bekämpfen, bereits bekannt.
  • Viele Impfstoffe brauchen Jahre, bis sie zugelassen werden. Dabei wird aber viel gewartet: auf Geld (es kostet Millionen von Euro eine solche Forschung zu finanzieren) und auf Menschen, die sich als Testpersonen zur Verfügung stellen. Bei den Covid-19 Studien haben sich pro Impfstoffstudie zwischen 20.000 und 40.000 Menschen beteiligt, sehr viel mehr als bei anderen Studien. Da Corona die gesamte Welt betrifft (Wirtschaft, Politik, Privatleben), war die Bereitschaft alles zu tun, was notwendig ist, sehr gross!
  • Eigentlich lassen sich Behörden viel Zeit, Studien über Impfungen zu prüfen und zuzulassen. Diesmal ging alles viel schneller, weil man Studienphasen zusammengelegt oder parallel durchgeführt hat. Trotzdem wurden alle Schritte eingehalten.
  • Auch die Produktion fand schon statt, bevor die Zulassung überhaupt da war. Das heisst, es braucht keine zusätzliche Zeit, um den Impfstoff herzustellen: Wenn es grünes Licht gibt, kann das Impfen gleich starten.

(Quelle: Fischer: Corona-Impfstoffentwicklung: Der Erste seiner Art, die Zeit Online.)

Abbildung: vfa

Nebenwirkungen

Impfungen werden von Swissmedic nur zugelassen, wenn sie sicher und wirksam sind. Dafür werden sie gründlich getestet. Nebenwirkungen können bei jeder Impfung auftreten, schwere Nebenwirkungen sind aber klar die Ausnahme.

BioNTech/Pfizer haben den Impfstoff in einer Studie mit 43’000 TeilnehmerInnen getestet. Die Hälfte der getesteten Personen erhielt den Covid-19-Impfstoff, die andere Hälfte ein Placebo ohne Wirkung. Wie bei einer Impfung üblich, waren die Nebenwirkungen bei den Studienteilnehmenden klassisch. Nebst leichten lokalen Reaktionen um die Einstichstelle, zeigten sich bei den mit der Covid-19-Impfung Geimpften folgende Nebenwirkungen:

62,9 % waren nach der Impfung müde.
55,1 % klagten über Kopfschmerzen.
31,9 % berichteten über Schüttelfrost.
38,3 % meldeten schmerzende Muskeln.
14,2 % hatten Fieber.

Diese Nebenwirkungen waren meist intensiv, nach einem Tag aber wieder verschwunden. Sehr selten kam es zu länger andauernden Nebenwirkungen. Dazu gehörten das Anschwellen von Lymphknoten in der Achsel für durchschnittlich zehn Tage sowie Lähmungen im Gesicht. Letzteres trat bei vier Testpersonen auf. Alle Nebenwirkungen sind wieder verschwunden.

Was zur Zeit genau beobachtet wird, sind Reaktionen von Personen die schwere Allergien haben. Menschen mit heftigen Allergien dürfen nicht an einer Studie teilnehmen, das heisst es gibt keine Erfahrungswerte während der Testphase und es kam bei keiner Testperson zu einer allergischen Reaktion. Jetzt, wo der Impfstoff zugelassen wurde, haben zwei sehr starke Allergiker in Grossbritannien heftig auf die Impfung reagiert und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Sie haben sich aber schnell wieder erholt.

Klar ist, wenn der Impfstoff einmal da ist, wird er weiter untersucht und überprüft, das ist bei allen Impfstoffen der Fall. Die Zulassungsbehörden verpflichten die Hersteller dazu. Dazu kommt, dass manche Nebenwirkungen so selten auftreten, dass man sie in einer Studie gar nicht nachweisen kann. Wenn du z. B. den Beipackzettel eines Medikamentes durchliest, stehen da Nebenwirkungen. Manche davon kommen nur in einem von 100.000 Fällen oder auch in einem von einer Million Fällen vor. Auch bei Impfungen ist das möglich.

(Quelle: Simmank, Schumann, Fischer: Corona-Impfstoff von BioNTech: Die USA haben eine Impfung – was kann sie?, die Zeit Online)

Langzeitfolgen

Viele Menschen haben Bedenken wegen Langzeitfolgen des neuartigen Impfstoffes mit mRNA. Dabei wird argumentiert, dass der Impfstoff viel zu schnell auf den Markt gekommen sei, viel zu wenig Menschen geimpft werden konnten und man somit die langfristigen Risiken nicht abschätzen könne. Bei Impfungen, wie wir sie kennen, können Langzeitfolgen in der Regel nach sechs Wochen festgestellt werden. Bei den Studien zu den Corona-Impfstoffen wurden daher acht Wochen für die Testungen eingeräumt, um solche Langzeitfolgen auszuschliessen. Zudem nahmen bei den Corona-Impfstoffen viel mehr Menschen an den Studien teil als üblich.

Was hinter Langzeitfolgen von Impfungen steckt und was das für den Corona-Impfstoff bedeutet, erklärt Martin Moder in diesem Video:

Muss ich mich impfen lassen?

Nein. In Liechtenstein und der Schweiz gibt es keine allgemeine Impfpflicht. Die Regierung setzt auf Freiwilligekeit und Aufklärung.  Jede Person, die sich impfen lassen möchte, wird sich impfen lassen können. Weil anfangs nicht genug Impfstoff zur Verfügung stehen wird, um alle gleichzeitig impfen zu können, werden zu Beginn die Personen geimpft, die das höchste Risiko (Menschen über 75 Jahre, Menschen mit chronischen Krankheiten, Menschen in Alters- und Pflegeheimen) haben. Das in der Pflege tätige Personal der Alters- und Pflegeheime, des Heilpädagogischen Zentrums, der Familienhilfe sowie des Landesspitals wird ebenfalls zeitnah die Möglichkeit zur Impfung erhalten. Daraufhin werden besonders gefährdete Personen der medizinischen Grundversorgung sowie die Einwohnerinnen und Einwohner in absteigendem Alter für die Impfungen berücksichtigt.

(Quelle: LLV – Corona – Informationen zur Impfung)

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Quellen aus dem Text:

Stand 01.2021/aha@aha.or.at

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