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Sex und Co.


Jeder und jede macht‘s und alle reden darüber. Doch wusstest du, dass es nach wie vor ein Tabuthema ist? Hier findest du Informationen über Allgemeines wie beispielsweise das erste Mal, Verhütung und Schwangerschaft.

 

Wie du wahrscheinlich weisst, ist Sex rein biologisch gesehen dazu da, sich fortzupflanzen. Könnten wir uns nicht vermehren, gäbe es uns gar nicht mehr. Doch Sex ist viel mehr als das Zeugen von Nachkommen. Er dient der Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse. Es gibt Menschen, die haben klare Vorstellungen von ihrem Sexualleben und wollen beispielsweise keinen Sex vor der Ehe. Andere wiederum wollen schon davor ein Sexleben führen. Beides ist absolut gerechtfertigt und jeder und jede darf selbst darüber entscheiden.

Sex gibt es in zahlreichen Formen und ist verbunden mit unterschiedlichen Vorlieben und Bedürfnissen. Jede Person tickt anders, fühlt anders und verhält sich anders. Das gilt auch beim Geschlechtsverkehr. Wenn du eine Person bist, die viel körperliche Zuneigung und Zärtlichkeit braucht, lasse es deinen Partner wissen. Fühlst du dich unsicher und möchtest mit dem Sex warten, dann lass dich nicht dazu überreden. Es ist in Ordnung, wenn du noch nicht bereit bist. Lasse dir Zeit. Entwickeln sich sexuelle Gefühle bei dir und du bekommst Lust auf Sex mit deinem Partner oder deiner Partnerin, teile dich dieser Person mit. Vielleicht hat er oder sie die gleichen Bedürfnisse wie du und ihr könnt eure Körper gegenseitig kennenlernen. Fühlst du dich nicht gut und hast im Moment einfach gar keine Lust mehr auf Sex, dann erzähle es deinem Freund oder deiner Freundin. Kommunikation zwischen zwei Menschen, die sich sehr nah sind, ist sehr wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Wenn du deinem Freund oder deiner Freundin von deinen Gefühlen erzählst, wird er oder sie dich sicherlich verstehen. Aber auch wenn du neue Dinge ausprobieren möchtest und experimentierfreudig bist, solltest du das mitteilen. Es gibt im Bereich Sex nämlich so einiges: Oralsex, verschiedene Sexstellungen, Sexspielzeuge, Gruppensex, verschiedene Orte für Sex, One-Night-Stands, … Die Vorlieben sind sehr unterschiedlich und auch in Ordnung so. Wenn dir etwas besonders wichtig ist, dann teile es auch mit.

 

Kurz und knapp gesagt: Höre immer auf dein Bauchgefühl und tue nur das, was du wirklich willst. Lasse dich NIE zu etwas überreden, was dir Ängste und Sorgen bereitet.

 

 

Das 1. Mal

Radfahren, zur Schule gehen, im Flugzeug sitzen, … Für alles gibt es ein erstes Mal und bei allem, was zum ersten Mal passiert, ist man aufgeregt, nervös und kribbelig. Oft verspüren wir auch Angst, da es etwas komplett Neues ist. Doch das muss nicht sein – auch nicht beim ersten Geschlechtsverkehr.

Du bekommst sexuelle Gefühle und Verlangen nach Sex? Wenn du einen Menschen gefunden hast, der das teilt, werdet ihr euch bestimmt auch körperlich näher kommen. Seid zärtlich zueinander, berührt euch und findet heraus, was gut tut und was nicht. Ihr werdet von alleine merken, wann der richtige Zeitpunkt da ist, um einen Schritt weiter zu gehen. Es gibt also keine klare Antwort auf die Frage, wann dieser Zeitpunkt sein soll. Denn das ist etwas ganz Individuelles. Was aber ganz klar auf beiden Seiten sein muss: Ja heisst ja und nein heisst nein. Lasst euch Zeit.

 

Geschlechtsverkehr tut doch weh, oder nicht?

Mädchen machen sich oft Gedanken darüber, ob Sex oder das erste Mal schmerzhaft ist, denn immer wieder lesen und hören sie solche Geschichten. Wenn ein Mädchen oder eine Frau emotional und körperlich dazu bereit ist, Sex zu haben, dann gibt es keine Schmerzen. Tauchen trotzdem Schmerzen auf, solltet ihr einen Gang zurückschrauben. Ihr könntet z.B. mit Petting weiterfahren. Ganz wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr Verständnis und Mitgefühl füreinander habt. Viele Missverständnisse passieren dadurch, dass nicht miteinander gesprochen wird, weil man denkt, es könnte peinlich sein. Doch was ist dir lieber: ein peinliches Gespräch oder ein ständig ungutes Bauchgefühl und Schmerzen?

Was einige nicht wissen oder nicht immer beachten, ist, dass das Eindringen von Penis, Fingern aber auch von Sexspielzeugen schmerzhaft ist, wenn das Mädchen oder die Frau nicht wirklich erregt ist, d.h. wenn die Scheide nicht feucht ist.

 

Schritt für Schritt

Oft haben wir das Gefühl, dass alles von Anfang an perfekt sein muss. Doch so wie bei fast allem gilt auch hier: Übung macht den Meister. Mache dir also keinen Druck und taste dich langsam heran. Irgendwann nach dem ersten Kuss habt ihr vielleicht Lust, euch gegenseitig zu berühren – ob das mit oder ohne Kleidung ist, spielt dabei keine Rolle. Wenn ihr euch dann sicher seid und euch auch vertraut, könnt ihr es zum letzten Schritt wagen: Sex. Das Tempo zwischen diesen Schritten bestimmt ihr ganz alleine.

Lasse dich auf keinen Fall von deinem Partner oder deiner Partnerin unter Druck setzen. Auch nicht, wenn er oder sie dir droht, Schluss zu machen, wenn du nicht mit ihm/ihr schläfst. Jemand, der dich respektiert und akzeptiert, ist auch geduldig genug mit Sex zu warten und gibt dir die Zeit, die du und dein Körper benötigen.

Wenn man keinen Orgasmus hat, ist es kein richtiger Sex?

Nein, das stimmt überhaupt nicht. Der Orgasmus/Höhepunkt steht nicht im Zentrum. Viel wichtiger ist es, dass man Spass miteinander hat und die gemeinsamen Gefühle teilt. Der Orgasmus ist zwar ein tolles Erlebnis, muss aber nicht zwingend stattfinden, denn Sex bleibt auch ohne Höhepunkt eine schöne Sache. Versuchst du ihn zu erzwingen, verkrampfst du dich nur und stresst dich dabei selbst. Sei entspannt und lasse alles auf dich zukommen.

Verhütung

Egal, ob es sich um dein 1. Mal handelt oder ob du schon mehrmals Sex hattest, Verhütung ist ein sehr wichtiges Thema, das trotz der Aufklärung in Schulen oder von Eltern, oft unterschätzt wird. Dabei gibt es wohl kaum jemand, der in jungem Alter schon eigene Kinder haben möchte. Schliesslich ist man ja selbst noch (fast) ein Kind.

 

Welches Verhütungsmittel passt zu mir?

Abgesehen vom Kondom sind alle Verhütungsmittel für Frauen gedacht, denn es wurde z.B. noch keine (wirksame) Pille für den Mann erfunden. Leider wird deshalb auch oft der Frau die Verantwortung zugeschoben, sollte sie schwanger werden. Jedoch sind ganz klar BEIDE dafür verantwortlich, nicht nur die Frau.

Es gibt drei verschiedene Arten, zu verhüten:

  • Hormonelle Verhütung
  • Natürliche Verhütung
  • Mechanische Verhütung

 

Egal, für welche Art von Verhütung du dich interessierst, sprich unbedingt mit deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt, damit du gut informiert bist und um herauszufinden, welches Verhütungsmittel das Beste für dich ist. Denn auch hier ist es so, dass nicht jede Person gleich ist. Manche vertragen hormonelle Verhütung nicht, andere haben eine Latexallergie (wichtig zu wissen, wenn man mit Kondom/Femidom verhütet). Rede offen mit deiner Ärztin/deinem Arzt darüber.

 

Hormonelle Verhütung

Pille, Vaginalring, Hormonpflaster, Dreimonatsspritze, Hormonspirale oder Hormonimplantat sind alles Methoden, die in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen. Die körpereigenen Hormone werden unterdrückt. Somit findet keine Eireifung und keinen Eisprung statt, die Gebärmutterschleimhaut baut sich nicht auf und es gibt keinen Zervixschleim. Durch das Unterdrücken der biologischen Vorgänge im Körper können vielseitige, teils starke Nebenwirkungen auftreten, welche sich von Person zu Person unterscheiden.

 

Mechanische Verhütung

Kondom, Femidom, Kupferspirale und das Diaphragma gehören zur mechanischen Verhütung. Wenn ein reifes Ei da ist, die Frau nicht schwanger werden möchte und nicht hormonell verhütet wird, kann mechanisch verhütet werden. Die Kupferspirale beispielsweise bleibt 5 Jahre lang in der Gebärmutter und so muss nicht zusätzlich verhütet werden. Die Kupferionen sorgen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut, Spermien und ein evtl. befruchtetes Ei abgetötet werden.

Wusstest du, dass es 7 verschiedene Kondomgrössen und einen Kondommesser gibt? Hier kannst du deine Grösse online bestellen. Alles über den Kondommesser findest du hier.

Sehr wichtig! Das Kondom und das Femidom sind die einzigen Verhütungsmittel überhaupt, welche auch vor Geschlechtskrankheiten schützen. Sie sind also auch für den Mann nicht unwichtig.

 

Natürliche Verhütung

Sobald eine Frau anfängt, den eigenen Zyklus zu beobachten, wird sie Regelmässigkeiten feststellen und auch merken, wann die fruchtbaren Tage da sind und wann nicht. Zusätzlich gibt es inzwischen tolle Zykluscomputer, die deinen Körper kennenlernen und sagen können, wann ein reifes Ei da ist. Das funktioniert so, dass die Frau jeden Morgen ihre Körpertemperatur im Mund misst. Zum Eisprung hin erhöht sich die Temperatur und der Zykluscomputer zeigt an, dass nun eine mechanische Verhütung notwendig ist.

Weitere Anzeichen des Körpers:

  • Fliessender Zervixschleim (ähnlich wie der Saft einer Aloe Vera Pflanze)
  • Geöffneter Gebärmuttermund (kann ertastet werden)
  • Sexuelles Verlangen
  • Schöne Haut und tolles Körpergefühl nach der Periode

 

Worauf du beim Thema Verhütung sonst noch achten solltest und welche Verhütungs-Mythen es gibt erfährst du hier:

Schwanger – und nun?

Viele Frauen, und auch Männer, wünschen sich eine eigene Familie. Die soll aber nicht ungeplant sein. Vor allem möchte kaum jemand in (sehr) jungen Jahren schon Mama oder Papa werden. Sollte beispielsweise das Kondom platzen oder die Pille wurde vergessen, gibt es für den Notfall die sogenannte „Pille danach“. Die Frau hat 72 Stunden nach dem Sex Zeit, diese einzunehmen. Je früher, desto besser. Du bekommst sie bei deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt oder in der Apotheke – auch wenn du minderjährig bist.

Wenn du doch schwanger bist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ganz wichtig: Sprich mit deinen Eltern und/oder einer Vertrauensperson! Sie werden dir bestimmt helfen, die geeignete Lösung zu finden, denn alle Lösungen sind mit grossen Emotionen verbunden.

Verschiedene Möglichkeiten mit einer Schwangerschaft umzugehen, sind:

  • Du bekommst das Kind und übernimmst die Erziehung selbst. Wenn du minderjährig bist, geschieht dies in Verbindung mit dem Jugendamt und deinen Erziehungsberechtigten.
  • Du bekommst das Kind und gibst es zur Adoption frei.
  • Du bekommst das Kind und gibst es in eine Pflegefamilie bis du bereit bist, für es zu sorgen.
  • Du brichst die Schwangerschaft ab.

Nochmals: Sprich unbedingt mit deiner Vertrauensperson und deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt, denn eine Schwangerschaft und die Entscheidung, wie es weitergehen soll, sind nicht sehr einfach und können negative Gefühle auslösen. Deshalb ist es ganz wichtig, darüber zu reden.

In Liechtenstein kannst du dich an die Organisation schwanger.li wenden. Die Beraterinnen behandeln dein Anliegen vertraulich und können mit dir je nach deinen Wünschen die nächsten Schritte klären und dich im weiteren Verlauf deiner Schwangerschaft unterstützen. Wenn du Fragen hast, aber (noch) kein persönlichens Gespräch wünscht kannst du auch die kostenlose anonyme Online Beratung in Anspruch nehmen.

 

 

Doch wann kann eine Frau überhaupt schwanger werden?

Kann eine Frau jeden Tag im Monat schwanger werden? Die Antwort lautet: nein. Der weibliche Zyklus wird in 4 Teile eingeteilt. Ein regelmässiger Zyklus dauert 28 bis 30 Tage. Der Zyklus beginnt am 1. Tag der Periode. Die Zeit der Periode dauert etwa 7 Tage, wobei eine Frau 4-5 Tage blutet. Jetzt kann sie nicht schwanger werden. In den Tagen 8-14 befindet sich die Zeit des Eisprungs. Das heisst, die Frau kann schwanger werden in dieser Zeit. Wenn das Ei nicht befruchtet wird, folgen 7 Tage voller Energie und Power und weitere 7 Tage vor der Periode bis der Zyklus wieder von vorne beginnt. Während den letzten 14 Tagen des Zyklus ist kein Ei vorhanden und eine Frau kann deshalb auch in dieser Phase nicht schwanger werden.

Achtung: Sperma kann bis zu 5 Tage in der Vagina überleben, wenn Zervixschleim (eine glasige, rutschige Flüssigkeit) vorhanden ist. Wenn nun nach der Periode die Zeit des Eisprungs einsetzt und der Zervixschleim zu fliessen beginnt, können die Spermien in den Eileiter transportiert und das Ei befruchtet werden.

Sprich mit deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt darüber, wenn dein Zyklus sehr unregelmässig ist.

Wusstest du, dass wenn eine Frau 2 Tage Fieber hat, sich ihr Zyklus sich um 2 Tage verlängert? Die Natur hat‘s eben voll drauf! Wenn du mehr über den Monatszyklus wissen möchtest, findest du hier weitere Informationen.

 

Du bist dir nicht sicher ob du schwanger bist oder nicht? Im folgenden Video werden dir mögliche Anzeichen einer Schwangerschaft erklärt:

 

Abtreibung – ein tabuisiertes Thema

Wie weiter oben schon erwähnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten bei einer Schwangerschaft. Eine davon ist der Schwangerschaftsabbruch, auch Abtreibung genannt. Dabei wird das noch nicht ausgebildete Kind getötet. Es gibt viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen dagegen sind, es gibt aber auch viele Menschen, die es okay finden, da sie einen Unterschied zwischen Embryo/Fötus und Kind sehen, weil sich noch sehr viel entwickeln muss bis es ein „richtiges“ Kind bzw. ein Mensch ist.

In manchen Ländern ist der Schwangerschaftsabbruch erlaubt, in manchen nicht. Nach der Liechtensteiner Rechtslage ist es so, dass Frauen abtreiben dürfen, jedoch nur im Ausland. Im Frühjahr 2015 wurde es beschlossen.

Wenn du ungewollt schwanger bist und dir überlegst, abzutreiben, dann ist eine Beratung bei einer Beratungsstelle sicherlich keine schlechte Idee. Die Beraterin oder der Berater wird dir genau zuhören und dich unterstützen. Falls du dich doch gegen eine Abtreibung entscheidest, beratet dich die Beratungsstelle trotzdem. Sie begleitet dich durch die Schwangerschaft. Der Schwangerschaftsabbruch wird von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt und auch diese Person ist dazu verpflichtet, ein Beratungsgespräch mit dir zu führen.

Viele Mädchen haben Angst, ihren Eltern von der Schwangerschaft zu erzählen. Vielleicht ist diese Angst gar nicht nötig. Doch da die Meinungen bzgl. Abtreibung sehr verschieden sind, kann es sehr gut sein, dass auch die eigenen Eltern gegen einen Schwangerschaftsabbruch sind. Dann kann es unter anderem zu grossem Stress führen in der Familie. Für eine Abtreibung brauchst du kein Einverständnis von den Eltern. Habe also keine Angst.

 

Sexuell übertragbare Erkrankungen

Alle Krankheiten, welche (auch) über sexuellen Kontakt übertragen werden können, zählen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen – auch STD (sexually transmitted disease) oder STI (sexually transmitted infection) genannt.

Wenn du an sexuell übertragbare Erkrankungen denkst, kommt dir wahrscheinlich als Erstes AIDS bzw. HIV in den Sinn. Doch es gibt viel mehr als das. Die meisten Menschen erfahren mindestens einmal in ihrem Leben eine solche Krankheit. Manchmal ist es nur ein Juckreiz oder Brennen im Intimbereich. Es kann aber auch gut sein, dass du eine gewisse Krankheit zuerst gar nicht wahrnimmst, was dann sehr gefährlich werden kann. Ausserdem ist es so, dass nicht zwingend die Geschlechtsteile von der Krankheit betroffen sind. Die Krankheit kann einfach durch sexuellen Kontakt übertragen werden.

 

Beispiel (AIDS/HIV):

HI-Viren gehören zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen, wie schon erwähnt. D.h. sie können durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Im Falle des HI-Virus bedeutet dies konkret, dass du dich durch Geschlechts-, Anal- oder Oralverkehr anstecken kannst. Jedoch ist es aber auch so, dass du dich durch Kontakt mit Blut infizieren kannst, deshalb ist es gerade bei Heroinabhängigen ein grosses Thema, weil sie sich oft die Injektionsspritzen teilen. Auch ein Baby kann sich mit HIV infizieren, wenn die Mutter selbst infiziert ist und es mit der Brust stillt.

Des Weiteren zeigt sich HIV nicht als Ausschlag, Juckreiz oder Brennen im Intimbereich. Es ist eigentlich nicht spürbar, denn HIV befindet sich in Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit, Muttermilch und auf der Darmschleimhaut.

Du siehst also, dass eine sexuell übertragbare Erkrankung nicht zwingend über sexuellen Kontakt übertragen werden muss. Aber es ist durch sexuellen Kontakt möglich und genau deswegen wird eine solche Krankheit zu den STDs/STIs dazugezählt.

 

Weitere sexuell übertragbare Krankheiten, wie sie behandelt werden und wie du dich davor schützen kannst wird im folgenden Video erklärt:

 

Wenn du noch mehr zum Thema sexuell übertragbare Erkrankungen wissen möchtest findest du hier die passenden Infos dazu:

Michael war in Spanien


Barcelona ruft

Ich habe mich während meiner Matura im Frühjahr 2017 für ein Zwischenjahr entschieden und wollte auch ein paar Monate im Ausland verbringen. Ein Freiwilligenprojekt zu machen war mich das Naheliegendste und als ich die Zusage aus Barcelona hatte, war ich überglücklich.

Anfang Februar 2018 reiste ich also nach Barcelona, um meinen sechs monatigen Freiwilligendienst bei der Organisation TACC Barcelona zu starten. Mittlerweile ist es Ende Juni 2018 und ich möchte über meine Erfahrungen berichten.

Projekt „YOUTH CULTURE“ 

Obwohl ich jede Menge Informationen zu meinem Projekt „YOUTH CULTURE“ erhalten habe, konnte ich mir nicht gut vorstellen was mich erwartet. Ich kam also voller Neugier in Barcelona an, wo ich die erste Nacht in einer Jugendherberge verbrachte. Am zweiten Tag wurde ich kurz im Büro über meine Tätigkeiten informiert und anschliessend zu meiner Unterkunft gebracht.

Ich war sehr überrascht, dass trotz der internationalen Aufstellung der Organisation nur zwei der Angestellten English sprachen und mir wurde schnell klar, dass die Kommunikation und Arbeit nicht einfach wird. Da meine Mentorin (Ansprechperson) jedoch gut Englisch kann und ich gerne etwas Spanisch lernen wollte, hat mich das nicht gross irritiert. Schnell wurde mir aber klar, dass in Barcelona zu einem grossen Teil Katalonisch gesprochen wird. Obwohl das stolze katalonische Volk darauf besteht, dass Katalonisch kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache ist, kann ich den Unterschied bis heute nicht erkennen und dementsprechend gut (schlecht) lief es auch mit meinen Spanischkenntnissen.

Wo ich wohnte

Vor meiner Abreise wurde mir gesagt, dass ich die Wohnung mit anderen Freiwilligen und Studenten teilen werde. Leider kam es im letzten Moment zu Änderungen und ich bezog ein Zimmer in der Wohnung eines Barceloners. Da auch dieser kaum Englisch spricht, war die Kommunikation sehr schwer. Einige Wochen und Missverständnisse später war ich gezwungen die Wohnung zu wechseln. Meine Organisation war in dieser unangenehmen Situation sehr hilfsbereit und wir fanden ein anderes Zimmer, glücklicherweise war die Vermieterin nett und wir verstanden uns sehr gut.

Mein Arbeitsplatz

Die Organisation TACC BCN unterstützt eine Vielzahl von Jugendtreffs und ähnlichen Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Auch Hilfsprojekte in Afrika wurden schon von TACC realisiert. Wir waren zu dieser Zeit sieben Freiwillige aus Italien, Ungarn, Frankreich und natürlich Liechtenstein in der Organisation.

Unser Arbeitsalltag bestand darin, grössere und kleinere Projekte im Büro in Barcelona vorzubereiten und diese anschliessend in unterschiedlichen Einrichtungen in und ausserhalb von Barcelona durchzuführen. Ich hatte auch die Möglichkeit, eigene Projekte zu lancieren und habe bereits am Anfang meines Freiwilligenprojekts einige Vorschläge für kleinere Projekte gemacht. Leider konnten diese wegen dem zu komplizierten bürokratischen Aufwand nicht realisiert werden. In einer normalen Woche verbrachte ich 3-4 halbe Tage im Büro und 1-2 Tage in Einrichtungen ausserhalb von Barcelona. Vor allem im Büro hatte ich oft nichts zu tun. Das lagzum Teil an meinen mangelnden Spanischkenntnissen aber vor allem auch daran, dass es niemals genügend „Arbeit“ für sieben Freiwillige gab.

Meine Projekte

In den Jugendtreffs ausserhalb von Barcelona machte ich mit den Kindern und Jugendlichen ein Spiel/Quiz über europäische Länder . Das Spiel habe ich im Büro vorbereitet und es kam überraschend gut an (obwohl die Kinder und Jugendlichen meistens nicht sehr gut darin sind). Die restliche Zeit verbrachten wir mit intensiven Ping Pong-Turnieren, bei denen bis aufs Letzte gekämpft wurde und alle viel Spass hatten. Ab und zu war es zwar anstrengend so viel mit dem Zug zu fahren, dafür hat es mir die Möglichkeit gegeben, viele interessante Ortschaften ausserhalb der Stadt zu erkunden.

Was ich in meiner Freizeit machte

Barcelona ist eine wunderschöne Stadt, die sehr viel bietet. In meiner Freizeit war ich meistens mit meinem Skateboard unterwegs. Die Skateboard-Szene hier ist riesig und hat einiges zu bieten. Wenn ich nicht mit dem Skateboard unterwegs war, bin ich am Strand unterwegs gewesen oder verbrachte meine Zeit in den vielen kleinen Gassen der Altstadt.

Neben den ganzen Skatern gibt es in Barcelona sehr viele junge Leute aus allen Ecken der Welt, die wie ich einige Monate hier verbringen. Aus diesem Grund war es sehr einfach, Leute kennen zu lernen und gemeinsam Sachen zu unternehmen.

Zu allerletzt

Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir die letzten fünf Monate in Barcelona sehr gut gefallen haben und dass ich froh bin, dass ich mich für einen Freiwilligenprojekt entschieden habe. Ich hatte die Möglichkeit eine neue Kultur und Mentalität kennenzulernen und zu verstehen. Auch die Diskussion um die Unabhängigkeit Kataloniens habe ich hautnah miterlebt. Ich finde es nach wie vor sehr spannend und beeindruckend, wie sich die katalonische Bevölkerung für ihre Interessen einsetzt.

Obwohl ich von meinem Projekt und vor allem von der Organisation ein wenig mehr erwartet habe, konnte ich sehr viel Lebenserfahrung sammeln und interessante Menschen aus aller Welt kennenlernen. 

Warum es Katharina im HPZ gefallen hat


Katharina im HPZ

 
Katharina verbrachte ein Jahr im Heilpädagogischen Zentrum Liechtenstein. Sie absolvierte dort einen Freiwilligendienst. Im Video erzählt sie, wie es ihr gefallen hat und was ihre Aufgaben waren.
 
Das Projekt lief über Erasmus+ JUGEND IN AKTION.
 
Willst auch du ein Freiwilligenprojekt in Europa machen? Dann melde dich bei uns unter aha@aha.li.
 

Joana über ihre Zeit in Liechtenstein


Joana in Liechtenstein

 
Joana verbrachte ein Jahr in der Jugendwohngruppe Liechtenstein. Sie absolvierte dort einen Freiwilligendienst. Im Video erzählt sie, wie es ihr gefallen hat und was ihre Aufgaben waren.
 
Das Projekt lief über Erasmus+ JUGEND IN AKTION.
 
Willst auch du ein Freiwilligenprojekt in Europa machen? Dann melde dich bei uns unter aha@aha.li.