Zum Inhalt springen

Zeit für next step!


Bereits zum achten Mal werden am 23. und 24. September 2022 im SAL in Schaan die next-step Berufs- & Bildungstage durchgeführt. An diesen Bildungstagen erhalten Schüler/innen, Maturanden/innen, Lernende, Eltern, Lehrpersonen, Erwachsene, Berufsbildner/innen sowie Unternehmen einen Überblick der verschiedenen Bildungswege sowie deren Durchlässigkeit.

  • Brückenangebote
  • Berufliche Grundbildung (verschiedene Lehrberufe)
  • Schulische Angebote
  • Höhere Berufsbildung
  • Hochschulbildung
  • Berufliche Weiterbildung

Öffnungszeiten

Freitag von 08:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr
Samstag von 09:00 – 14:00 Uhr

 

Auch das aha wird wieder mit einem Stand vertreten sein!

Unser Motto lautet: Erweitere deinen Horizont mit einem Zwischenjahr

Du hast dich bestimmt auch schon gefragt: „Was kann ich vor und nach der Ausbildung machen, um meine Pläne für die Zukunft zu konkretisieren?“ Ein Zwischenjahr kann zu deiner Entwicklung beitragen und sogar ganz neue Perspektiven eröffnen. Egal ob du 4 Wochen oder 12 Monate Zeit dafür hast, das In- und Ausland bietet dir zahlreiche Möglichkeiten. Lass dich bei uns inspirieren.

 

Komm ins aha, bevor es ab ins Ausland geht!  


Was?

Viele junge Leute zieht es ins Ausland, sei dies beruflich, während der Schul- oder Studienzeit, als Zwischenjahr oder in den Ferien. “Die Möglichkeiten für kurze oder längere Auslandsaufenthalte sind vielfältig“, so Tanja Cissé vom aha, die als Eurodesk-Koordinatorin für Liechtenstein Fragen von jungen Leuten in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in über 35 europäischen Ländern abklärt und Kontakte vermitteln kann.  

Die kostenlose Infoveranstaltung “Ab ins Ausland” bietet einen geballten Überblick über die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten im Ausland. Es gibt Informationen zu Reisen, Sprachaufenthalten, Au-pair, Jobs und Praktika im Ausland, Sozialeinsätzen und vieles mehr.  

Wann?

Am Donnerstagabend, 29. September 2022, von 18 bis 20 Uhr, können sich alle Interessierten im aha an der Kirchstrasse 10 in Vaduz über verschiedene Auslands-Möglichkeiten informieren. 

Wer?

Samantha Fernandes Da Silva stellt unter anderem den Europäischen Solidaritätskorps (ESK) vor, an dem sich junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren an einem gemeinnützigen Projekt in ganz Europa und darüber hinaus beteiligen können: “Du entdeckst dabei ein anderes Land sowie dessen Kultur, schliesst neue Bekanntschaften und erweiterst nebenbei deine Sprachkenntnisse. Es gibt viele verschiedene Einsatzstellen, die dir persönliche und berufliche Orientierung geben können. Sei es im Bereich Umwelt, Soziales, Kultur und viele mehr.”  

Auch andere Organisationen stellen ihre Angebote vor und beantworten Fragen. Neben dem aha-Team erzählen auch junge Weltenbummler von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern und weitere Interessierte erhalten so die Möglichkeit, sich auszutauschen, Fragen zu stellen und sich inspirieren zu lassen.  

FSJ Kontakt


Start des nächsten Jahrgangs ist im August. Du kannst dich hier für den nächsten Durchgang bewerben.

 

Ein Jahr für die Gesellschaft


Fünf junge Teilnehmer haben am 1. August ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Liechtenstein begonnen.Das FSJ ist eine Form des sozialen Engagements. Wer sind die Teilnehmer und welche Aufgaben haben sie?

Die Freiwilligen sitzen in einem Sesselkreis. Lucy (17) ist in der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe (LAK) in Schaan. Sie wollte von Anfang an ins LAK. «Ich habe ein grossartiges Team, meine Kollegen erklären mir alles. Zu meinen Aufgaben gehört Tisch decken und Unterstützung beim Essen, Aufräumen, aber ich gehe auch mit Bewohnerinnen zum Frisör und nach draussen.»

Luis (16) ist auch ein Freiwilliger und Teil des Teams im LAK Eschen. Sein neuer Alltag unterscheidet sich vom bisherigen Schulleben. «Am Anfang hatte ich Mühe mit dem Stehen. Am ersten Tag bin ich nach Hause gekommen und direkt eingeschlafen.» Lucy sagt über den Umstieg: «In der Schule haben wir uns oft nur fünf Minuten am Tag bewegt. Jetzt ist es umgekehrt. Es kommt vor, dass ich nur fünf Minuten am Tag sitze. Hinsetzen fühlt sich einfach falsch an, da mache ich ja nichts. Lieber bin ich bei den Bewohnern und unterhalte mich mit ihnen.» Lana (18) arbeitet im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) in Schaan. Sie unterstützt eine Lehrperson und ihre Klasse mit zehn Kindern. Valeria (16) ist im Landespital in Vaduz und Geovanna (18) im Kinderhaus der Waldorfschule in Schaan.

Alltagsmanagement im LAK
Wie ist der neue Arbeitsalltag in der Einsatzstelle? Nach mehr als drei Wochen bewegt sich Lucy mit Selbstverständlichkeit durch das Haus St. Laurentius. Das Gebäude ist modern mit viel Holz, grossen Fenstern und begrünten Aussenbereichen. An der Wand im Wohnbereich hängt eine Gitarre. Es ist Frühstückszeit auf der Alzheimerstation im LAK Schaan. Lucy ist im sogenannten Alltagsmanagement und mitverantwortlich für Mahlzeiten, die Mitarbeiterinnen nennen die Abteilung kurz Alma. Auf Spanisch oder Portugiesisch bedeutet das Geist oder Seele. «Geht’s dir gut? Was kann ich für dich tun?», fragt Lucy eine Frau. Sie achtet auf die Bedürfnisse der Bewohner. «Ein paar mögen kein Schwarzbrot. Einer mag keinen Spinat. Bei einigen muss ich schauen, dass sie nicht zu viel Zucker essen, wegen der Diabetes.» Lucy räumt das Frühstück fertig ab, bald wird sie mit ihrem Dienst für diesen Tag fertig sein. Am Nachmittag steht ein Bildungsmodul am Programm.

Bildungsmodul für Freiwillige
Die Sonne scheint durch die Dachfenster in den grossen Raum. Auf der Bühne stehen fünf Personen. Juliana leitet die Übung «Bei uns gibt es alles und wir zoomen hinein ins Detail. Ich bin ein Auge.» Schnell kommen Antworten. Wimpern, Augenlied, Iris. Sie befinden sich mitten in einer Improvisationsübung. Die jungen Menschen sind fokussiert auf den Moment, lachen. Bildungsmodule wie dieser Workshop finden einmal wöchentlich statt. Die Teilnehmer können in Modulen wie Improvisationstheater in der «Kreativ Akademie» in Vaduz, Nothilfekurs oder Bewerbungstraining viel lernen. Diese Seminare ermöglichen den jungen Menschen den regelmässigen Erfahrungsaustausch, wie es ihnen in ihren Einsatzstellen geht.
Andrea Elmer-Strobl ist die Koordinatorin des FSJ und plant das Jahr gemeinsam mit den Volontären. «Die Bildungsmodule sollen die Teilnehmenden stärken und sie unterstützen, ihre Meinung zu vertreten. Das ist kein rein formaler Unterricht. Die Module sind abwechslungsreich zu Themen, wie Kommunikation, digitale Medien oder Berufsorientierung. Auch die Aufnahme eines Podcast ist geplant.» Nach neun Jahren wechselte in diesem Jahr die FSJ-Trägerschaft vom Verein Transfer zum «Aha – Tipps & Infos für junge Leute». Der Freiwilligendienst im sozialen Bereich dauert 12 Monate. 180 Stunden verbringen die Teilnehmer dabei in den Modulen. Die Bewerbung für das FSJ geht direkt an das «Aha» und in der Bewerbung werden die Wünsche der Teilnehmer abgefragt. «Ich denke, alle haben die Stelle bekommen, die sie wollten», sagt Andrea Elmer-Strobl.

Inspiration für Berufswahl
Im Freiwilligen Sozialen Jahr können die jungen Interessierten in verschiedene soziale Berufe schnuppern und herausfinden, ob sie in diesem Bereich die eigene Berufung sehen. Die Organisationen profitieren von der Unterstützung und der unvoreingenommenen Herangehensweise der Freiwilligen. Sonja Gündling-Graf von der Alzheimerstation im LAK Schaan sagt über die guten Erfahrungen: «Die Bewohner schätzen den Kontakt zu den jungen Leuten sehr. Sie nehmen die Personen mit einem anderen Blick wahr. Sie haben einen anderen Zugang als wir von der Pflege.» Die Freiwilligen arbeiten weder umsonst noch kostenlos. Es gibt einen monatlichen Lohn inklusive Sozialabgaben. Die Verpflegung am Arbeitsplatz und die Kosten für den Arbeitsweg übernimmt das Programm. Aber der eigentliche Lohn ist die soziale Erfahrung.

 

 

Über die Autorin

Monika Schneider-Mendoza (30) aus Wiener Neustadt (Ö) absolviert derzeit an der Universität Liechtenstein die 12. Internationale Sommerakademie für Journalismus und PR.

 

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner