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Landtagswahlen


Alle 4 Jahre wird in Liechtenstein der Landtag gewählt. Wenn du noch unschlüssig bist, wen du wählen sollst bzw. was der Landtag genau ist, bist du hier richtig.

 

Was ist der Landtag?

Der Liechtensteinische Landtag besteht aus 25 Abgeordneten und wird alle 4 Jahre vom Volk gewählt. Er übt seine Rechte in den Sitzungen des Gesamtlandtags aus. Auch die Detailberatung von Gesetzen erfolgt in der Regel im Plenum. Zudem können ohne ihre Zustimmung keine Gesetze erlassen oder abgeändert werden.

Die 25 Landtagsabgeordneten werden in offener Listenwahl im Verhältniswahlrecht aus zwei Wahlkreisen gewählt, dem Oberland mit 15 Sitzen und dem Unterland mit 10 Sitzen. Genaueres zum Ablauf der Wahlen gibt es auf der Website des Landtages.

Der Landtag schlägt dem Fürsten ausserdem die Favoriten für die Regierung vor. Bei den Wahlen am 9. Februar 2025 schickten die Parteien folgende Kandidat:innen rund um die Regierung ins Rennen:

Die Freie Liste hat keine Regierungskandidat:innen vorgestellt. (Stand 18.12.2024)

Wahlverfahren

Das Wahlverfahren in Liechtenstein basiert auf den folgenden 4 Prinzipien. Es ist…

  • direkt: Du wählst direkt die Personen, die dich und deine Interessen im Landtag vertreten sollen
  • geheim: Niemand erfährt, wen du gewählt hast.
  • allgemein: Wählen dürfen alle, die 18 Jahre alt sind, die liechtensteinische Staatsbürgerschaft besitzen und in Liechtenstein wohnen
  • gleich: Jede Stimme zählt gleich viel (Aber das Oberland erhält aufgrund der Grösse mehr Sitze – konkret 15  und Unterland 10.)

Gewählt wird nach dem Verhältniswahlrecht. Das bedeutet, dass nach der Wahl zuerst ausgezählt wird, wie viele Stimmen eine Partei erhalten hat. Die 25 Sitze im Landtag werden dann anhand der erhaltenen Stimmen jeder Partei zugeteilt. Danach wird geschaut, welche Kandidat:innen innerhalb einer Partei die meisten Stimmen erhalten haben. Diese werden dann auf die zur Verfügung stehenden Sitze im Landtag verteilt, wobei das Oberland aufgrund der Grösse 15 Sitze stellt und das Unterland 10.

Wahlprogramme der Parteien (für die Wahl 2025):

Parteien

Bei der Landtagswahl 2025 traten alle 4 bisher im Landtag vertretenen Parteien an:

Sperrklausel: Die Liechtenstein muss eine Partei mindestens 8 % aller abgegebenen Stimmen bei der Landtagswahl erhalten, damit sie Abgeordnete in den Landtag schicken kann.

Welche Kandidat:innen wählen?

69 Personen stellten sich am 9. Februar 2025 zur Wahl um die 25 Landtagssitze. Davon 21 Frauen und 48 Männer. Damit bleibt die Frauenquote – wie auch schon 2021 bei gut 30 Prozent. Auffällig und positiv zu betrachten war bei dieser Wahl der grosse Anteil an jungen Kandidierenden: Eine Kandidatin und sechs Kandiaten waren unter 30 Jahre alt.

Du bist Erstwähler:in oder noch unschlüssig, welche Partei bzw. Kandidat:innen du wählen möchtest?

 

easyvote-Podcast

2025 feierte easyvote.li gemeinsam mit dem aha ein neues Format: den easyvote Podcast! In diesem wurden junge Menschen während den Landtagswahlen mit verschiedenen Polit-Themen begleitet. Zu den Themen gehörten beispielsweise: Wie wähle ich richtig? Wie funktioniert das politische System? Hör rein!

 

Vielfalt in der Politik

Um die Frauenquote im Landtag zu steigern, wurde das Projekt „Vielfalt in der Politik“ ins Leben gerufen. Damit das gelingt, braucht es in einem ersten Schritt eine ausgewogene beziehungsweise gleichmässig verteilte Vertretung von Frauen und Männern auf den Wahllisten. Mit dem Wahlbarometer wird in Erfahrung gebracht, ob die Parteien dabei auf gutem Weg sind:

  • Wahlbarometer: Vielfalt in der Politik

  • Ausserdem ist es Vielfalt in der Politik ein Anliegen, die kandidierenden Frauen im Wahlkampf zu unterstützen. Dazu haben sie für die Landtagswahl im Jahr 2025 kurze Video-Porträts gedreht, um die Kandidatinnen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen:
     
     

    Berichterstattung in den Medien

    Informationen und News-Updates zu den Landtagswahlen in den Medien:

  • Vaterland

  • RadioL

  • 1FLTV

 

Weitere Links

Linksammlung rund um das Thema Politik:

Cannabis-Legalisierung: Deine Meinung ist gefragt


Cannabis ist ein Thema, das polarisiert – auch in Liechtenstein. Während einige Länder bereits Schritte in Richtung Legalisierung gegangen sind, wird hierzulande noch intensiv diskutiert.

Genau an diesem Punkt setzt eine wissenschaftliche Studie von Christopher Hilti an. Er untersucht im Rahmen seiner Masterarbeit, wie die Bevölkerung in Liechtenstein über Cannabis denkt, konsumiert und welche Erwartungen sie an eine mögliche Regulierung hat.

Wichtig: Das aha – Tipps & Infos für junge Leute ist nicht Auftraggeber der Studie und führt diese auch nicht selbst durch. Christopher Hilti ist eigenständig mit seinem Forschungsvorhaben an uns herangetreten. Wir unterstützen ihn, indem wir die Umfrage sichtbar machen und zur Teilnahme einladen, da wir eine sachliche, wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen grundsätzlich begrüssen.

Worum geht es in der Studie?

Im Rahmen der Masterarbeit wird unter anderem untersucht,

  • wie gross die Zustimmung oder Ablehnung einer Cannabis-Legalisierung ist
  • wie Menschen Risiken einschätzen
  • ob und unter welchen Bedingungen ein Wechsel vom Schwarzmarkt zu einem regulierten Markt denkbar wäre
  • welche Unterschiede es z. B. nach Alter oder Konsumerfahrung gibt

Dabei geht es nicht darum, Konsum zu fördern, sondern eine datenbasierte Grundlage für zukünftige politische und gesellschaftliche Diskussionen zu schaffen.

Warum ist das relevant?

In Ländern wie Deutschland, der Schweiz oder Luxemburg wurden bereits neue Wege eingeschlagen. Liechtenstein ist wirtschaftlich und gesellschaftlich eng mit diesen Ländern verbunden. Umso wichtiger ist es, die Meinungen, Sorgen und Erwartungen der eigenen Bevölkerung zu kennen. Die Ergebnisse der Studie können dazu beitragen, Risiken besser einzuschätzen und Präventions-, Jugend- und Informationsangebote gezielter weiterzuentwickeln.

Wer kann teilnehmen?

👉 Junge Menschen ab 16 Jahren sowie Erwachsene
👉 Die Umfrage ist vollständig anonym
👉 Die Teilnahme dauert nur wenige Minuten

Wenn du unter 16 Jahre alt bist, kannst du leider nicht teilnehmen. Das hat rechtliche und ethische Gründe. Wenn dich das Thema trotzdem interessiert, empfehlen wir dir das kurze und verständliche Video:

Hinweis: Gerade in jungen Jahren kann Cannabis mehr Risiken als Vorteile mit sich bringen. Je jünger das Gehirn, desto anfälliger ist es für negative Auswirkungen. Deshalb gilt: Je später, desto besser – am besten gar nicht.

Warum solltest du mitmachen?

  • Deine Meinung fliesst direkt in wissenschaftliche Forschung ein
  • Du hilfst, die Debatte in Liechtenstein faktenbasiert zu führen
  • Du unterstützt eine differenzierte Auseinandersetzung mit Jugendschutz, Prävention und Aufklärung

📲 Jetzt teilnehmen: 👉 Hier geht’s zur Umfrage.

Danke fürs Mitmachen – und fürs Mitdenken.

Wertetag & Europäisches Tischtuch in Nürnberg


Am Montag, 22. September 2025, wurde der Heilig-Geist-Saal in Nürnberg zum Treffpunkt für Austausch, Begegnung und gemeinsame Werte. Von 10 bis 17 Uhr fand dort der Wertetag & das Europäische Tischtuch statt – ein offenes Fest für alle Generationen, mitten in der Stadt und direkt an der Strasse der Menschenrechte.

Gemeinsam essen, zuhören und diskutieren

Der Wertetag lud dazu ein, die Werte unserer freien Gesellschaftsordnung gemeinsam zu feiern. Menschen jeden Alters kamen zusammen, assen gemeinsam zu Mittag, tauschten sich aus und diskutierten. Viele brachten eigenes Essen mit und teilten es am grossen Tisch. So entstand eine offene, lebendige Atmosphäre, die Raum für Begegnung, Dialog und neue Perspektiven bot.

Spannendes Programm rund um Werte und Menschenrechte

Mehrere Organisationen gestalteten den Tag aktiv mit und setzten unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte:

  • Das Wertebündnis Bayern stellte seine Arbeit vor
  • Das Papiertheater präsentierte das 35 Meter lange Europäische Tischtuch sowie Einblicke in das Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“
  • Das Amt für internationale Beziehungen organisierte ein internationales Jugendforum
  • Das Menschenrechtsbüro Nürnberg war gemeinsam mit einem Preisträger des Nürnberger Menschenrechtspreises vor Ort

Das vielfältige Programm machte Werte, Menschenrechte und gesellschaftliches Engagement auf unterschiedliche Weise erlebbar.

Begegnung mit Schulen aus Liechtenstein

Ein besonderer Teil des Tages war die Teilnahme von Jugendlichen aus Liechtenstein.
34 Schüler:innen – davon 23 aus der Oberschule Vaduz und 11 aus der Oberschule Triesen – reisten gemeinsam mit 7 Lehrer:innen sowie 2 Begleitpersonen nach Nürnberg.

Der Austausch vor Ort bot viel Raum für Gespräche über Gerechtigkeit, Menschenrechte und Zusammenleben. Die Begegnungen mit anderen Jugendlichen und Organisationen eröffneten neue Perspektiven und regten zum Nachdenken an.

Eindrücke zum Nachlesen

Beide Schulen haben ihre Erlebnisse in eigenen Blogbeiträgen mit Bildern festgehalten:

Fazit

Der Wertetag zeigte eindrücklich, wie wichtig Begegnung, Dialog und gemeinsames Erleben für eine lebendige Demokratie sind. Die Reise der Jugendlichen aus Liechtenstein wurde von Erasmus+ im Rahmen des Projekts „Auf der richtigen Spur: Verkehrsschilder für soziale Gerechtigkeit“ unterstützt.

 

Auto-Führerschein


Endlich 17! Jetzt kannst du die Reise zu deinem Führerausweis der Kategorie B starten. Was es dabei zu beachten gilt, findest du in diesem Beitrag.

 

2024_Führerschein B in 6 Schritten von Verein Jugendinformation
 

Schritt für Schritt zum Führerschein

Das Amt für Strassenverkehr hat ein tolles Merkblatt zusammengestellt:

Autofahren bereits ab 17 möglich

Seit 1.1.2021 kann der Lernfahrausweis der Kategorien B und BE bereits mit 17 Jahren erworben werden. Allerdings bleibt das Mindestalter für den Erwerb des Führerausweises 18 Jahre. Zudem gibt es keinerlei Änderungen für Personen, die ihren Lernfahrausweis nach Vollendung des 18. Lebensjahrs erwerben.

Der Grund für diese Änderung liegt in der Verkehrssicherheit

Wenn Jugendliche oder junge Erwachsenen fast ein Jahr in Begleitung eines Erwachsenen fahren üben können, soll sich die Anzahl an Verkehrsunfällen massgeblich reduzieren, da die Lernphase stark verlängert wird. Zudem können junge Lernfahrer:innen in allen vier Jahreszeiten Erfahrungen sammeln. Das ist sehr wichtig, da alle, die ihren Führerschein im Sommer gemacht haben, nie mit einem/einer Fahrlehrer:in im Schnee gefahren sind und wertvolle Tipps haben erhalten können.

Vorbild Schweiz

Liechtenstein ist nicht das einzige Land, das diese Regelung 2021 eingeführt hat. Auch die Schweiz hat das Mindestalter für den Erwerb des Lernfahrausweises auf 17 Jahren gesenkt. Allerdings gilt dort eine Zusatzregelung, dass alle, die den Führerschein vor Vollendung des 20. Lebensjahres anstreben, mindestens eine einjährige Lernphase durchlaufen müssen. Diese Regelung wurde in Liechtenstein nicht übernommen. Das heisst, sobald man 18 Jahre alt wurde, kann man die Prüfung ablegen, ohne vorher ein ganzes Jahr im Besitz des Lernfahrausweises gewesen zu sein.

EU-Richtlinien bei Motorradkategorien

Neben den neuen Regelungen fürs Autofahren wurden auch im Bereich von Motorrädern Änderungen erlassen und an Regelungen der EU angepasst. So dürfen neu Kleinmotorräder oder Leichtmotorfahrzeuge (Höchstgeschwindigkeit 45 km/h) bereits ab 15 Jahren gefahren werden. Zudem dürfen Motorräder der 125- er-Klasse bereits ab 16 Jahren gefahren werden.

Kein Direkteinstieg mehr in Kategorie A

Eine zusätzliche Massnahme zur Verkehrssicherheit besteht neu darin, dass kein direkter Einstieg mehr in die uneingeschränkte Motorradklasse A möglich sein wird. Jemand, der die leistungsstärksten Motorräder fahren möchte, muss zuvor mindestens zwei Jahre ein beschränktes Motorrad der Klasse A2 fahren. Ein direkter Einstieg ist künftig nur noch in Ausnahmesituationen erlaubt, wenn Personen berufsmässig auf das Führen eines solchen Fahrzeugs angewiesen sind. Dazu gehören beispielsweise Polizisten:innen, Motorradmechaniker:innen oder Verkehrsexpert:innen.

Prüfungen und Ausbildungen neu unbefristet gültig

Einmal bestandene Ausbildungen (z. B. Kurs Verkehrskunde) oder Prüfungen (z.B. Theorieprüfung) gelten neu grundsätzlich unbefristet. Die Regierung schreibt dazu: „Dies stellt eine Verbesserung zur heutigen Regelung zum Wohle des/der Bürger:in dar.“

Einschätzung aha-Reporterin Aurelia Jehle


aha-Reporterin Aurelia Jehle

aha@aha.li

Ich finde diese Änderungen gut. Ich bin mir sicher, dass die Verkehrssicherheit erhöht wird, wenn Jugendliche die Möglichkeit haben, ein ganzes Jahr mit dem Lernfahrausweis zu üben. Zudem bin ich erleichtert, dass Liechtenstein nicht dieselbe Regelung eingeführt hat wie die Schweiz, nämlich, dass alle vor Vollendung des 20. Lebensjahres mindestens eine Lernphase (Führerschein auf Probe inkl. Absolvieren von 2 obligatorischen Sicherheitsfahrkursen) von 12 Monaten durchlaufen müssen. Diese Regelung halte ich nicht für wirklich sinnvoll. Bei uns haben nun alle die Möglichkeit, den Lernfahrausweis früher zu holen, sind aber nicht gezwungen, dies zu tun. Auch die Neuerung bezüglich des Verfalles von Prüfungen und Ausbildungen finde ich sinnvoll, besonders aus Sicht der Faktoren Zeit und Geld. Alles in allem finde ich diese Änderungen sehr gelungen und den Bedürfnissen unserer Gesellschaft angepasst.

Weiterführende Links:

 

Für Fahrschüler:innen aus der Schweiz

Nach bestandener Führerprüfung hast du deinen Ausweis für 3 Jahre auf Probe, in welchen du 2 Weiterbildungstage besuchen musst. In Liechtenstein gibt es keinen Führerschein auf Probe.

Wie viele Fahrstunden brauche ich?

Dies ist bei jedem/jeder unterschiedlich. Je nachdem wie interessiert und motiviert du bist, die Prüfung zu machen, desto schneller wirst du sie auch bestehen. Dazu solltest du dich mit deinem/deiner Fahrlehrer:in gut verstehen und deine Theoriekenntnisse anwenden können. Wenn du die Möglichkeit hast, privat ein Auto zu fahren, erhöht dies ebenfalls die Wahrscheinlichkeit, weniger Fahrstunden nehmen zu müssen. Übung macht den Meister!

Preise in Liechtenstein

Eine Einzellektion dauert je nach Fahrlehrer:in zwischen 45 und 60 min und kostet zwischen 80 und 100 Fr.-. Dazu musst du auch eine einmalige Versicherung für die Praxisstunden abschliessen. Diese kostet ca. 80 Fr.-.

Für die Theorieprüfung stehen dir ebenfalls Lektionen verschiedener Fahrlehrer:innen zur Verfügung. Man kann die Theorie jedoch auch mit der dafür produzierten Lernsoftware erlernen. Die Theorieprüfung kostet ca. 30 Fr.-.

Die Praxisprüfung kostet zwischen 200 und 300 Fr.- Die Kosten für die Expert:innen und den Führerschein werden von der ASV separat verrechnet.

Abwechslung garantiert


Ein Jahr für dich. Ein Jahr für andere.

Möchtest du einen sozialen Beruf erlernen oder dir noch Zeit für die Berufswahl lassen und in der Zwischenzeit etwas Sinnvolles machen?

Tipp: Infoabend am 04.02.2026 im aha

Infoabend: Freiwilliges Soziales Jahr

Deine Chance

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet dir die einzigartige Chance für ein soziales Zwischenjahr im Inland und ist ein Sprungbrett in die Arbeitswelt!

Du lernst die sozialen Einrichtungen unseres Landes kennen und sammelst praktische und lehrreiche Erfahrungen in deiner Einsatzstelle.

Zusätzlich zu der Arbeit in deiner Einsatzstelle werden jede Woche spannende & abwechslungsreiche Bildungsmodule angeboten. Dabei sind deine Meinung, deine Persönlichkeit und deine Stärken gefragt.

Voraussetzungen

• Du bist zwischen 17 und 30 Jahren jung (teilweise schon ab 15/16 Jahre möglich)
• Egal ob du berufstätig, arbeitslos oder gerade in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung bist – das FSJ steht allen jungen Menschen offen
• Du wohnst in Liechtenstein oder der angrenzenden Region
• Du bist körperlich gesund und psychisch belastbar
• Du bringst Interesse und Motivation mit
• Du verfügst über einen einwandfreien Leumund (Strafregisterbescheinigung) 

Einsatzbereiche

• mit Menschen mit Behinderung: Einsätze im Wohn- und Arbeitsbereich
• mit alten Menschen: Einsätze in Pflegeheimen, ambulante Betreuung
• mit Kindern in Kindertagesstätten und Tagesstrukturen
• mit kranken Menschen: Einsätze im Spital
• mit Tieren: Einsatz im Tierschutzheim

Bildungsmodule

• Vorbereitungstag
• Erste-Hilfe-Kurs
• Informelles Lernen, z.B. Kommunikation, Konfliktmanagement, Kampfkunst, Medien, Interkulturelles, Entspannung, Impro-Theater, usw.
• Berufsorientierung: Gesprächs-, Lern- und Bewerbungstraining
• Exkursionen, erlebnispädagogische Events
• Selbsterfahrung /Persönlichkeitsbildung
• Supervision: Erfahrungsaustausch und Reflexion zur täglichen Arbeit
• Einführung in die soziale Landschaft Liechtensteins

Extras

• monatliches Taschengeld: CHF 510
• Beiträge zur Unfall-, Kranken-, Pensionsversicherung
• Jahresabo LIEmobil
• Mittagessen in der Einsatzstelle
• 25 Tage Urlaub im Jahr
• Interessante Einblicke in die Arbeit deiner Einsatzstelle, Ausbildungsmöglichkeiten und andere soziale Berufe
• Als Vorpraktikum für viele weiterführende Ausbildungen anerkannt
• Abschlusszertifikat als Grundlage für dein Bewerbungsdossier

 

Bewerbung

Start des nächsten Jahrgangs ist am 1. August 2026. Du kannst dich hier für den nächsten Durchgang bewerben. 

 

Vapen


Ist Vapen viel gesünder als „normale“ Zigaretten? Was ist in Vapes enthalten? Diese und viele weitere Fragen werden hier beantwortet.
@vapecheck Vape isch schädlicher als mir all denked. Check dis Vape Wüsse da: www.feel-ok.ch/vape-miniquiz @ajlamz ❤️ #VapeCheck #Vape #Vaping ♬ Originalton – VapeCheck

Quiz

Wie gut kennst du dich aus? Mache die Quiz:

Kurz und bündig

Vapes sind elektronische Geräte, die eine Flüssigkeit erhitzen und dadurch Dampf erzeugen, den du dann inhalieren kannst. Diese Flüssigkeit, oft als E-Liquid oder Liquid bekannt, kann verschiedene Geschmacksrichtungen und oft auch Nikotin enthalten.

Vapes werden manchmal auch als E-Zigaretten, Vaporizer oder einfach „E-Cigs“ bezeichnet. Je nach Design und Funktion gibt es auch spezielle Namen wie „Pod-Systeme“, „Mods“ oder „Pens“.

Elektrische Zigaretten sind sowohl mit, als auch ohne Nikotin erhältlich. Die Geräte bestehen aus einer  Batterie, einem  Verdampfer, einem Behälter mit Flüssigkeit und einem Mundstück. Was genau drin ist kannst du hier nachschauen.

Vapen ist nicht ohne Risiken und kann schädlich für die Gesundheit sein.

Was ist in Vapes enthalten?

E-Liquids bestehen normalerweise aus einer Basis aus Propylenglykol (PG) und/oder pflanzlichem Glycerin (VG), Aromastoffen (Schoko, Erdbeere, Vanille…) und manchmal Nikotin. Einige enthalten auch weitere Zusätze oder Inhaltsstoffe.

  1. Propylenglykol (PG) & Pflanzliches Glycerin (VG):
    Das sind Flüssigkeiten, die im E-Liquid gemischt werden, um den Dampf und den Geschmack zu erzeugen. Sie dienen als Träger für Aromen und Nikotin. Sie sind in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie weit verbreitet. Beim Einatmen können diese Stoffe jedoch gesundheitliche Risiken darstellen.
  2. Aromastoffe: Von Frucht- bis Gebäckgeschmack, die Auswahl ist riesig. Obwohl diese Aromen oft als essbar gelten, ist nicht geklärt, was passiert, wenn man sie inhaliert.
  3. Nikotin: Nicht alle E-Liquids enthalten Nikotin, aber viele tun es. Nikotin ist die Substanz, die in herkömmlichen Zigaretten süchtig macht.

 

Ist Vapen schädlich?

Wenn du E-Zigaretten benutzt, ist es für deine Lunge nicht gut. Du hast dann ein 30% höheres Risiko, Probleme mit deiner Atmung zu bekommen, als Leute, die gar nicht rauchen. Also, sei vorsichtig!

das sagt Thomas Karajan, Ärztlicher Direktor des Landesspital Vaduz

Vapen ist nicht ohne Risiken und kann schädlich für die Gesundheit sein. Auch wenn viele Leute denken, dass Vapen eine „sicherere“ Alternative zum traditionellen Rauchen ist, gibt es doch einige Gründe zur Vorsicht.

Die Produktsicherheit und der Nikotingehalt können sich von Marke zu Marke extrem unterscheiden. Das Hauptproblem? Viele Hersteller listen die Inhaltsstoffe gar nicht auf der Verpackung auf. Das macht es für dich schwierig, wirklich zu wissen, was du da inhalierst. Das Ganze wird noch riskanter, wenn du Produkte online kaufst. Hier ist es fast unmöglich, die genauen Inhaltsstoffe oder den Nikotingehalt zu überprüfen. Also sei vorsichtig und informier dich gut, bevor du losdampfst. Es geht um deine Gesundheit, und die solltest du nicht aufs Spiel setzen.

Das sind weitere Risiken:

Körperliche Gesundheit

  • Probleme mit der Atmung oder den Lungen: E-Liquids können Stoffe enthalten, die schädlich für die Lunge sind.
  • Herz-Kreislauf-System: Das enthaltene Nikotin kann den Blutdruck erhöhen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern.
  • Suchtpotenzial: Nikotin ist eine sehr süchtig machende Substanz.
  • Reizungen des Rachenraumes, Husten, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel

Psychische Gesundheit

  • Sucht: Nikotin kann sehr schnell abhängig machen.
  • Stimmungsschwankungen: Nikotin kann deinen Dopamin-Spiegel beeinflussen, was zu Stimmungsschwankungen führen kann. Dopamin ist ein Stoff in deinem Gehirn, der dich glücklich macht. Nikotin kann den Level dieses Stoffs beeinflussen.

Wichtig: Kennt man die Wirkung von Nikotin durch Vapes bereits, besteht die Gefahr, irgendwann einmal auf eine echte Zigarette umzusteigen!

Beide Optionen („normale“ Zigarette und Vapen) sind gesundheitlich riskant. Mehr Infos zu den Risiken findest du hier.
 
 

Was passiert, wenn du über viele Jahre hinweg vapest?

Da Vapen eine relativ neue Sache ist, gibt es noch nicht viele Studien zu den Langzeitauswirkungen. Aber sicher ist: Es ist definitiv nicht harmlos. Jugendliche sind besonders gefährdet: In der Jugend befindet sich der Körper noch in der Entwicklung, was die Risiken durch Vapen erhöhen kann, insbesondere in Bezug auf Suchtentwicklung und Hirnentwicklung.

Also, bevor du anfängst zu vapen oder es weitermachst, denk an die Risiken. Es ist immer besser, gut informiert zu sein, als später die Konsequenzen zu tragen.

 

Ab wann darf man Vapen?

Zurzeit gibt es noch keine klaren gesetzlichen Regelungen in Bezug auf E-Zigaretten und Vapes. Aber Achtung: Die Schweiz ist gerade dabei, ein neues Gesetz, zu erarbeiten, das regelt, wer Tabak- und Vape-Produkte kaufen und verwenden darf. Liechtenstein wird dieses Gesetz übernehmen, sobald es in der Schweiz in Kraft tritt. Ab dann ist der Verkauf an Minderjährige definitiv nicht mehr erlaubt.

Es ist aber auch jetzt schon so, dass Verkaufsstellen von sich aus entscheiden können, E-Zigaretten oder Vapes nicht an Minderjährige zu verkaufen. Das ist nicht nur verantwortungsbewusst, sondern steht auch im Einklang mit dem Kinder- und Jugendschutz.

 

Ist Vapen gesünder als andere Zigaretten?

Diese Frage hört man oft, vor allem weil Vapen oft als die „moderne“ und „weniger schädliche“ Alternative zu herkömmlichen Zigaretten angepriesen wird. Aber was steckt wirklich dahinter?

Was sagt die Wissenschaft?

Zuallererst: Sowohl Vapen als auch Rauchen haben ihre gesundheitlichen Risiken. Bei traditionellen Zigaretten ist es eindeutig: Sie enthalten Teer und viele andere Giftstoffe, die definitiv der Lunge und dem Herz-Kreislauf-System schaden.

Vapen ist noch relativ neu, und es gibt nicht genug Forschung, um ein vollständiges Bild zu zeichnen. Was wir aber wissen, ist, dass auch E-Zigaretten nicht ohne Risiken sind.

Warum Vapen nicht unbedingt „besser“ ist

  • Unbekannte Inhaltsstoffe: Bei vielen Vape-Produkten weiss man nicht genau, was drin ist. Gerade wenn du online kaufst, ist das Risiko hoch, Produkte mit fragwürdigen Inhaltsstoffen zu bekommen.
  • Nikotin bleibt Nikotin: Auch viele Vapes enthalten Nikotin, und das kann süchtig machen und deine Herzgesundheit beeinträchtigen.
  • Atemwege: Einige Inhaltsstoffe im E-Liquid können Hals und Lunge reizen oder schädigen.
  • Psychische Gesundheit: Nikotin kann zu Stimmungsschwankungen und Abhängigkeit führen, was gerade für Jugendliche problematisch ist, weil sich euer Gehirn noch entwickelt.

Das Fazit

Während Vapen vielleicht weniger schädliche Stoffe als traditionelle Zigaretten enthält, ist es definitiv nicht ohne Risiko. Vor allem für Jugendliche, deren Körper und Gehirn sich noch entwickeln, sind die Risiken nicht zu unterschätzen.

Also, wenn du denkst, dass Vapen die „gesündere“ Option ist, denk nochmals darüber nach. Beide Möglichkeiten haben ihre Risiken, und das Beste für deine Gesundheit ist es, weder zu rauchen noch zu vapen.

 

Wohin mit den (leeren) Vapes?

Hast du gewusst, dass Vapes nicht einfach in den Müll gehören? Ja, richtig gehört! Wenn du eine E-Zigarette oder einen Vaporizer benutzt hast und denkst, du kannst ihn einfach im Restmüll entsorgen, dann denk nochmal nach.

Was ist das Problem?

Vapes enthalten Lithium-Ionen-Batterien und die können, wenn sie falsch entsorgt werden, echt gefährlich werden. Wir sprechen hier von möglichen Bränden und giftigen Stoffen wie Quecksilber, Cadmium und Blei, die in die Umwelt gelangen können. Nicht cool, oder?

Warum das auch in Liechtenstein ein Thema ist

Du denkst, das betrifft dich nicht, weil du in Liechtenstein wohnst? Falsch gedacht! Auch bei uns werden Vapes oft falsch entsorgt und das belastet unsere Umwelt. Die Offene Jugendarbeit Liechtenstein hat bei der diesjährigen Umweltputzete zahlreiche achtlos weggeworfene Vapes und E-Zigaretten gefunden und dann richtig entsorgt. 

Verschwendung hoch 10

Übrigens, wenn du denkst, dass Vapes nur kleine Batterien haben und damit kein Problem sind, dann hör dir das mal an: Die Lithium-Ionen-Batterie von zehn Vapes braucht die gleichen Ressourcen wie ein Smartphone-Akku! Ja, du hast richtig gehört. Und ich denke, wir sind uns alle einig, wie wichtig unsere Smartphones für uns sind, oder?

Was du tun kannst

Dein Vape gehört nicht in den Müll, sondern muss als Elektroschrott entsorgt werden. Das ist echt wichtig, um unsere Natur zu schützen und Risiken zu vermeiden. Also, das nächste Mal, wenn du deinen Vape loswerden willst, bring ihn zu einer Sammelstelle für Elektroschrott oder schau, ob es spezielle Sammelboxen für Vapes gibt. Dein kleiner Beitrag kann einen grossen Unterschied machen!

Denkt dran, jeder kleine Beitrag zählt. Lasst uns gemeinsam für eine saubere und gesunde Umwelt sorgen!

 

Hilfe/Unterstützung in Liechtenstein

Du suchst Infos für eine Arbeit in der Schule oder Beratung für ein persönliches Anliegen? Gerne kannst der Suchtprävention ein E-Mail schreiben, sie helfen gerne: info@suchtpraevention.li

Für die Bevölkerung in Liechtenstein gibt es Möglichkeiten ein Informationsgespräch, Suchtberatung oder Suchttherapie in Anspruch zu nehmen. Zum Teil sind diese Angebote anonym und kostenlos nutzbar. Die Angebote sind für direkt Betroffene und für Angehörige (z.B. Eltern oder Partner:innen) zugänglich:

Links

Wenn du nach all den Infos noch nicht genug vom Thema Vapen hast, findest du auf folgenden Seiten weitere nützliche Informationen, Tipps, Quiz, Tests und vieles mehr:

 

Rauchen

Tabak


Sind Shisha und E-Zigaretten viel gesünder als Zigaretten? Rauchen Mädchen weniger als Jungs? Was ist eigentlich Snus? Diese und viele weitere Fragen werden hier beantwortet.

Quiz

Wie gut kennst du dich aus? Mache die Quiz:

Kurz und bündig

Tabaksucht ist eine Sucht, die durch das Verbrennen und Inhalieren von nikotinhaltigen Pflanzenteilen hervorgerufen wird. Fast 1 Milliarde Menschen rauchen weltweit und noch mehr rauchen passiv mit.

Zur Herstellung des Rohtabaks werden die Blätter der Tabakpflanze etwa zwei Monate nach dem Auspflanzen gepflückt, sortiert und in speziellen Trockenspeichern an der Luft oder durch Zufuhr von Hitze getrocknet. Nach dem Trocknen werden sie zu Ballen gepackt und der Tabakindustrie als Rohstoff geliefert. Dieser wird nach verschiedenen Verfahren weiterverarbeitet, veredelt und vor allem zur Zigarettenherstellung verwendet, welche 90% des Tabakkonsums ausmachen.

Inhalts- und Zusatzstoffe

Die Auflistung aller Tabak-Inhaltsstoffe ist kaum möglich, da es mehr als 4000 sind. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von einer Zigarettenschachtel am Tag, nimmt ein aktiver Raucher pro Jahr eine Tasse Teer, der als Verbrennungsrückstand des Tabaks entsteht, durch seine Lunge auf. Unter den Schadstoffen befinden sich allein mehr als 40 Substanzen, die nachweislich krebserregend sind. Diese zusätzlichen Schadstoffe sind es, auf die in erster Linie die gesundheitsschädigende Wirkung des Rauchens zurückzuführen ist und die nach dem heutigen Stand der Wissenschaft auch im Nebenstromrauch der Zigarette enthalten sind und somit auch Nichtraucher schädigen können (Passivrauchen).
Einige wichtige und besonders gefährliche Inhaltsstoffe sind:

  • Nikotin: Suchtverursachende Substanz im Tabak
  • Ammoniak: Findet man auch in Putzmitteln und führt zu einer Reizung der Atemwege.
  • Blei: Findet sich auch in Batterien. Begünstigt Krebserkrankungen und wirkt sich zudem schädigend auf das Erbgut aus.
  • Blausäure: Wird bei der Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt und ist chemisch gesehen ein Gift. Es kann, wenn eingeatmet, zu Schwindel- und Übelkeitsgefühlen, Erbrechen und Kopfschmerzen führen.
  • Arsen: Wird gegen Schädlinge wie Ratten eingesetzt und ist krebserregend, giftig und reizt die Schleimhaut beim Einatmen.
  • Benzol: Wird auch Auto-Benzin beigemischt. Fördert die Bildung von Krebs und schädigt das Erbgut. 
  • Formaldehyd: Wirkt desinfizierend und konservierend, ist krebserzeugend, verändert das Erbgut, zieht die Schleimhäute in Mitleidenschaft und ist giftig.
  • Kohlenmonoxid: Kommt in den Abgasen von Autos vor. Der Transport des Blutsauerstoffs wird behindert und führt darüber zur Schädigung der Gefässe.

Neben den Inhaltsstoffen, die dem Tabak eigen sind, werden ihm von aussen noch eine Menge weiterer Stoffe zugesetzt. Einige dieser Zusatzstoffe, die für Lebensmittel erlaubt und für den Verzehr gedacht sind, können bei der Entzündung allerdings in neue, schädliche Stoffe umgewandelt werden. Einige dieser Zusatzstoffe sind Menthol, Süssungsmittel wie Zucker, Farbstoffe und Paraffine.

 

 

Fakten
Infogram

Wirkung/Effekte

Von wesentlicher Bedeutung für das Genussempfinden beim Rauchen ist die persönliche Verknüpfung des Rauchens mit positiv erlebten Situationen, wie beispielsweise Rauchen in Gesellschaft, die Zigarette nach dem Essen, die Pausenzigaretten etc. Anders wie bei anderen Drogen tritt dabei kein typischer „Rausch“ mit Störungen im Bereich der Wahrnehmung, der Emotionen, des Antriebs oder der Motorik auf. Allerdings kann es, wenn man das Rauchen nicht gewöhnt ist, zu Vergiftungserscheinungen in Form von Speichelfluss, Schwindelgefühl, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Herzjagen bis hin zu Bewusstseinsstörungen und komatösen Zuständen kommen. Hat man sich erst einmal an das Rauchen gewöhnt, treten diese körperlichen Vergiftungserscheinungen in den Hintergrund und die psychische Wirkung des Tabaks wird aktiviert. Dabei kommt es zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit, die Merkfähigkeit verbessert sich, die Stresstoleranz nimmt zu, während Erregung und Aggression abnehmen.

Häufig wird Nikotin zur Dämpfung von Angst, Wut und Aggressionen, zur Entspannung, zur Beruhigung bei Nervosität, zum Abbau von Müdigkeit, zur Steigerung der Konzentration, zur Minderung von Schmerzen oder Unterdrückung von Hungergefühlen konsumiert. Wie Rauchen tatsächlich wirkt, ist allerdings zu einem grossen Teil von der individuellen Situation (Erwartungshaltung, Gewöhnungseffekt, psychische Abhängigkeit) und Stimmungslage des Konsumierenden abhängig. So kann es in Stresssituationen beruhigend, bei Niedergeschlagenheit anregend wirken.

 

Shisha, Snus und Co.

Am häufigsten wird Tabak durch den Gebrauch von Zigaretten konsumiert, aber auch andere Formen des Tabakkonsums wie Wasserpfeifen, Kau- und Schnupftabak sind sehr beliebt. Auch die vermeintlich gesünderen E-Zigaretten und E-Shishas kommen immer mehr zum Einsatz.
Neben den fertig käuflichen Zigaretten sind auch selbstgedrehte oder selbstgestopfte Zigaretten gebräuchlich. Eher weniger bedeutsam sind hingegen Zigarillos und Zigarren, sowie Pfeifentabak.

 

E-Zigaretten/Vapes

Alle Infos dazu findest du hier:

 

Wasserpfeife (Shisha, Nargileh, Hookah)

Mehr als 100 Millionen Menschen widmen sich täglich dem Wasserpfeifenrauchen.  Insbesondere auf der arabischen Halbinsel, in der Türkei und in Südasien ist diese Art des Rauchens sehr beliebt und hat sich unter Jugendlichen zum Trend entwickelt. Ursprünglich stammt die Wasserpfeife aus Indien, wo sie sich dann über den Iran im arabischen Raum verbreitete.

Spricht man bei uns von Wasserpfeifen ist in erster Linie die Shisha gemeint. Dabei handelt es sich um eine traditionell orientalische Wasserpfeife, die mit Schlauch und meistens mit speziellem Tabak geraucht wird. „Shisha“ kommt aus dem Persischen und bedeutet Glas. Ein weiterer, verbreiteter Begriff ist „Nargileh“, was so viel bedeutet wie Kokosnuss. Denn ursprünglich wurde die indische Wasserpfeife aus Kokosnuss hergestellt. Die sogenannte „Bong“ ist eine Wasserpfeife ohne Schlauch die meist zum Rauchen von Cannabis oder Cannabis-Tabak-Mischungen verwendet wird.

Geraucht wird meist feuchter, aromatisierter Fruchttabak, den es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen gibt und der mit Hilfe von Kohle erhitzt wird.

Das Wasserpfeifenrauchen ist meist ein Gruppenritual, welches eine Stunde oder länger dauern kann. Oft wird irrtümlicherweise angenommen, dass das Wasser die Schadstoffe aus dem Rauch herausfiltert. Das stimmt allerdings nicht. Wer eine Stunde lang eine Wasserpfeife raucht, inhaliert bedeutend mehr Kohlenmonoxid als bei einer einzelnen Zigarette. Bestimmte Schadstoffe wie Nikotin, Teer, Kohlenmonoxid, Chrom, Nickel, Arsen, etc. liegen sogar viel höher als im Zigarettenrauch und können wiederum zu Krebserkrankungen der Lunge, Mundhöhle und Blase sowie zu Tumoren an den Lippen führen. Auch bei nikotinfreiem Tabak (Kräuter, Dampfsteine) kommt es im Zuge der Verbrennung zur Aufnahme von Schadstoffen. Zudem hat auch die Wasserpfeife ein grosses Suchtpotenzial. Das Shisha-Rauchen ist also keineswegs weniger schädlich als das Zigarettenrauchen.
 
Wer jetzt noch nicht genug über die Wasserpfeife erfahren hat, kann sich im folgenden Video noch schlauer machen.

E-Shisha

Natürlich gibt es auch von der Wasserpfeife eine elektrische Variante in Form der E-Shisha. Die in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältliche „shisha 2 go“, meist in Form von Einwegprodukten, wirkt vor allem durch ihre moderne Aufmachung auf Kinder und Jugendliche attraktiv.

Da E-Shishas grösstenteils keinen Tabak enthalten, können sie auch von unter 16-Jährigen erworben werden. Dabei sind auch sie keinesfalls unbedenklich. Zum einen haben Untersuchungen ergeben, dass neben Glycerin und Wasser, Propandiol den Hauptbestandteil der Liquide darstellt.  Propandiol kann Reizungen der Augen und des Rachens auslösen, sowie zu Allergien führen. Ausserdem wurde in angeblich nikotinfreien E-Shishas trotzdem Nikotin nachgewiesen. Somit steigt die Suchtgefahr während die Hemmschwelle für den Gebrauch für Wasserpfeifen und Zigaretten sinkt.

 

Rauchlose Tabakprodukte (Snus, Schnupf- und Kautabak)

Grundsätzlich schaden alle Formen des Tabakkonsums der Gesundheit. Somit gilt dies auch für den Konsum von Snus, Schnupf- und Kautabak. Obwohl die Atemwege und Lungen beim rauchlosen Konsum nicht direkt betroffen sind, besteht für die Konsumierenden trotzdem ein gesundheitliches Risiko. Denn die in rauchlosen Tabakprodukten enthaltenen Nitrosamine zählen zu den stark krebserregenden Stoffen und können so Mundhöhlenkrebs, Speiseröhrenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs verursachen. Das enthaltene Nikotin wiederum führt zur Abhängigkeit.

Unter dem Sammelbegriff Mundtabak werden alle Tabak Produkte zusammengefasst, die oral eingenommen werden. Der traditionellere Kautabak, welcher wie der Name schon sagt gekaut wird, ist allerdings eher weniger bekannt. Der aus dem skandinavischen Raum stammende „Snus“ hingegen, erfreut sich bei uns grosser Beliebtheit. Dabei handelt es sich um ein mit Salzen versetzter Tabak der in einem Säckchen verpackt unter die Ober- oder Unterlippe geschoben wird.

Anders als Kautabak wird Schnupftabak in Europa schon seit dem 17. Jahrhundert konsumiert. Dabei handelt es sich meist um ein fein gemahlenes Pulver bestehend aus mehreren Tabaksorten und Zusätzen, welches über die Nase konsumiert wird. Somit gelangen die Wirk- und Schadstoffe über die Nasenschleimhäute in den Körper. Der klassische Schnupftabak enthält Nikotin, was wiederum zur Abhängigkeit führen kann. Ausgenommen davon sind weisse Schnupftabake, die weder Tabak noch Nikotin enthalten. Wie auch bei anderen Tabakprodukten sind die Geschmacksrichtungen vielfältig und reichen von Kräutern/Gewürzen über Blumen bis hin zu Kaffee und Schokolade. Kaufen kann man Schnupftabak in kleinen Dosen, Flaschen oder Plastikboxen. Über einen längeren Zeitraum hinweg führt der Konsum von Schnupftabak zu chronischen Nasenschleimhautentzündungen.

 

Risiken und Folgen

Tabak bzw. Nikotin ist in unserer Gesellschaft ein weit verbreitetes Genuss- und Suchtmittel, wird aber oft unterschätzt. Die Risiken, die der Konsum mit sich bringt, sind vielfältig und können kurz- und langfristige Folgen haben. Vor allem bei Jugendlichen hat Rauchen einen besonderen Stellenwert, denn etwa 90 % der Rauchenden beginnen vor ihrem 19. Lebensjahr zu rauchen. Dabei ist vielen nicht bewusst, dass es negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Lungen, der Knochen und des Kreislaufs haben kann, da sich Jugendliche noch im Wachstum befinden. Da das Nikotin stärker auf ihr Gehirn wirkt, werden Jugendliche zudem schneller süchtig als Erwachsene und es kann schwerer sein, vom Rauchen wieder loszukommen. Ausserdem kostet frühes Rauchen Lebensjahr. Wer mit 14 zu rauchen anfängt, kann eine um über 20 Jahre kürzere Lebenserwartung haben als Menschen, die erst als Erwachsene mit dem Rauchen anfangen oder solche, die nicht rauchen.

 

 

Abhängigkeit

Die körperliche Abhängigkeit hängt mit der Wirkung von Nikotin im Gehirn zusammen. Dabei werden durch das Ausschütten des Glückshormons Dopamin angenehme Gefühle und eine ausgeglichene Stimmung ausgelöst. Der Abbau des Nikotins führt dann allerdings zu Entzugserscheinungen und bewirkt ein starkes Verlangen nach der nächsten Zigarette. Im Laufe der Zeit gewöhnt sich der Körper allerdings so sehr an die Nikotinzufuhr, dass eine immer grösser werdende Anzahl an Zigaretten konsumiert werden muss, um das Verlangen zu stillen.

Die psychische Abhängigkeit hängt mit dem Einfluss von Nikotin auf einen Bereich des Hirns zusammen, in dem Lernprozesse stattfinden. In bestimmten (wiederkehrenden) Situationen wird es zur Gewohnheit, eine Zigarette anzuzünden, etwa die Pausenzigarette, das Rauchen beim Telefonieren, nach dem Essen, oder in Stresssituationen. Dadurch wird das Rauchen mit einer bestimmten Tätigkeit verknüpft und das Verlangen nach einer Zigarette, wenn die jeweilige Handlung wieder vorkommt, entsteht automatisch.

Die Kombination von körperlicher und psychischer Abhängigkeit kann einen Rauchstopp doppelt erschweren.

Nicht Jede und Jeder wird süchtig, jedoch sind alle RaucherInnen stark gefährdet.  Eine einzige Zigarette kann zu einer Abhängigkeit führen, ab der vierten Zigarette steigt die Wahrscheinlichkeit einer späteren Abhängigkeit steil an. Welche Drogen nach nur einmaligem Ausprobieren am schnellsten süchtig machen, ist in der folgenden Grafik ersichtlich.

 

 

Allgemeine Risiken

Während Nikotin in erster Linie für die oben genannte Suchterzeugung verantwortlich ist, sind es die über 4.000 anderen, im Tabak enthaltenen Schadstoffe, die die eigentlichen kurz- und langfristigen Gesundheitsschäden verursachen.

 

Folgende negativen Auswirkungen des Rauchens zeigen sich schon nach kurzer Zeit:

  • schlechtere Wundheilung
  • Herz- und Kreislaufstörungen
  • der Geschmacks- und Geruchssinn werden beeinträchtigt
  • eine erhöhte Blutgerinnung fördert die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose
  • die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt stark ab (Sauerstoffzufuhr wird gehemmt)
  • Schädigung der Mundschleimhäute, Zähne verfärben sich gelblich, Karies, Zahnfleischentzündungen, Lockerung der Zähne, frühzeitiger Zahnausfall
  • die Haut wird unrein, blass, altert schnell und wird faltig (schlechte Durchblutung)
  • Rauchen in geschlossenen Räumen (insbesondere Auto), erhöht die Konzentration von Kohlenmonoxyd im Blut. Zwangsläufige Folge: Die Konzentration lässt nach
  • Erkältungen, Husten und Halsschmerzen bis hin zu einem chronischen hartnäckigen Husten und Atemnot (Asthma)

 

Langfristig kann Rauchen zu folgenden Erkrankungen führen:

  • Krebs (mehr als 20 verschiedene Sorten durch das Rauchen bedingt)
  • Herz- und Kreislaufkrankheiten (häufigste Todesursache bei Rauchern)
  • Chronische Bronchitis = „Raucherhusten“ (durch den Teer im Tabak hervorgerufen)
  • Diabetes (Insulinausstoss in der Bauchspeicheldrüse wird durch das Nikotin eingeschränkt)
  • Verengungen der hirnversorgenden Gefässe führen zu Schwindel oder Halbseitenlähmungen
  • Schädigungen sämtlicher Organe: Nierenversagen, Lungenentzündung, Leberzirrhose, Magen- und Darmgeschwüre
  • Raucherbein (kann bis zur Beinamputationen führen)
  • Emphysem (schmerzhafte Lungenblähung)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Sehschäden (Grauer Star)
  • Alzheimer
  • Schlaganfall

 

Neben den genannten Risiken und Folgen, führt Rauchen zu einer allgemein erhöhten Krankheitshäufigkeit, ebenso wird der Alterungsprozess beschleunigt. Rauchen in Kombination mit anderen gesundheitsgefährdenden Lebensgewohnheiten wie Alkohol, Übergewicht, hoher Blutdruck, Stress, etc. kann dazu führen, dass sich die Risikofaktoren gegenseitig verstärken.

Wie sich das Rauchen auf bestimmte Körperteile auswirkt kannst du hier nochmals in den einzelnen Videos nachschauen. Zudem findest du hier  eine „Bodymap“, bei der du auf die einzelnen Körperregionen klicken kannst und dann zu den jeweiligen Schädigungen informiert wirst.

 

Spezielle Risiken für Mädchen und Frauen

Mädchen und Frauen, welche rauchen, gehen nochmals spezielle Risiken ein. Es kann zu Hormonstörungen, Zyklusveränderungen, oder auch verfrühten Wechseljahren kommen. Generell hat das Rauchen negative Auswirkungen auf die sexuelle Empfindung. Die Lust auf Sex nimmt ab und die Schadstoffe der Zigaretten können bis zur Unfruchtbarkeit führen. In Kombination mit der Einnahme der Antibabypille erhöht sich das Thrombose-, Hirnschlag- und Herzinfarktrisiko. Da die Gewebe und Schleimhäute besonders anfällig für krebserregende Schadstoffe sind, laufen rauchende Mädchen und Frauen ausserdem Gefahr, vermehrt an Brust- und Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Besonders während und nach einer Schwangerschaft sollte komplett auf das Rauchen verzichtet werden, da alle Schadstoffe über die Nabelschnur direkt auf das Baby übertragen werden und die Aufnahme von Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen hemmen. Wird trotzdem geraucht, verdoppelt sich das Risiko einer Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (Lebensgefahr für Mutter und Kind) und es besteht eine erhöhte Gefahr von Fehl-, Früh- und Totgeburten. Babys rauchender Mütter werden mit einem geringeren Geburtsgewicht geboren und wachsen auch langsamer. Dies führt zu Entwicklungsstörungen und gesundheitlichen Problemen. Zudem steigt das Risiko des plötzlichen Kindstods bei Neugeborenen.

 

Spezielle Risiken für Jungen und Männer

Für rauchende Jungen und Männer gibt es zusätzlich zu den allgemein bestehenden Gefahren noch spezielle Risiken. So nimmt beispielsweise die Muskelkraft stark ab und das schon nach nur einer Zigarette. Da beim Rauchen die Durchblutung im gesamten Körper verschlechtert wird, kommt es ausserdem beim Sex zu Erektionsstörungen. Das heisst, der Penis wird nicht mehr steif und beeinträchtigt so das Sexualleben. Ausserdem sind auch die Spermien von den Schadstoffen betroffen, was im schlimmsten Fall bis zur Impotenz führen kann.

 

Passivrauchen

Unter Passivrauchen versteht man das Einatmen von Tabakrauch, der sich beim Rauchen einer Zigarette in der Luft befindet. Das sind etwa 2 Liter Rauch, den die Rauchenden selbst nicht einatmen. Obwohl nicht direkt aus der Zigarette inhaliert, enthält dieser Rauch doch die gleichen schädlichen Substanzen wie der eigentlich inhalierte Rauch. Somit sind Passivrauchende im Prinzip den gleichen Risiken und Gefahren ausgesetzt wie Aktivrauchende.

Passivrauchende sind im Alltag an vielfältigen Orten dem Rauch ausgesetzt. So z.B. Zuhause, am Arbeitsplatz, im Café, im Restaurant oder bei anderen Freizeitsituationen. Bei Passivrauchenden, die sich in einem stark verqualmten Raum (beispielsweise in einer Disco oder Kneipe) befinden, können schon nach kurzer Zeit Augenbindehautreizungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, verminderte Konzentrationsfähigkeit etc. auftreten. Das Zusammenleben mit rauchenden Personen oder die Arbeit in einer Umgebung, in der viel geraucht wird, erhöht das Risiko von Herzkrankheiten wie Infarkte um bis zu 30 %, ebenso das Risiko von Lungenkrebs.

 

Nützliche Tipps und Sofortmassnahmen

Es ist nie zu spät! Wer mit dem Rauchen aufhört, kann die gesundheitsbeeinträchtigenden Entwicklungen zumindest teilweise rückgängig machen. Je früher, desto besser.

 

Welche Auswirkungen es hat, wenn man mit dem Rauchen aufhört, erfährst du im folgenden Video.

Um mit dem Rauchen aufzuhören gibt es verschiedene Methoden:

  • Aufhören ohne Medikamente
    Diese Methode wird auch als Schlusspunktmethode bezeichnet, da Rauchende dabei von einem Tag auf den anderen komplett mit dem Tabakkonsum aufhören. Sie gilt als effektivste Methode der Raucherentwöhnung.
  • Aufhören mit nikotinhaltigen Hilfsmitteln
    Dazu gehören der Nikotin-Kaugummi, Nikotin-Lutschtabletten, das Nikotin-Pflaster, der Nikotin-Inhalierer und andere Hilfsmittel, welche meist in Apotheken erhältlich sind. Eine genaue Auflistung gibt es hier.
  • Gruppentherapien
    Hierzu zählen Selbsthilfegruppen aber auch Seminarprogramme. Der Vorteil ist, dass man gegenseitig Ratschläge austauschen und sich Mut zusprechen kann. Anlaufstellen im Land gibt es hier.
  • Hypnose und Akupunktur
    Der Ansatz hierbei ist es Rauchenden zu vermitteln, dass auch ohne Nikotin Entspannung möglich ist.
  • Ärztliche Beratung
    Medizinisches Fachpersonal und Apotheken können ebenfalls hilfreich sein und durch Gespräche die Tabakentwöhnung unterstützen. Zudem ist es möglich verschreibungspflichtige Medikamente gegen Entzugserscheinungen wie Depressionen, Ängste, Unruhe, Nervosität, etc. vom Fachpersonal ausstellen zu lassen.

 

Auch wenn die körperliche Abhängigkeit längst überwunden ist, kann die psychische Nikotin-Abhängigkeit sich auch nach Jahren der Abstinenz noch bemerkbar machen und zu Rückfällen führen. Am wichtigsten ist daher immer noch der eigene Wille, wirklich aufzuhören zu wollen. Die ersten Wochen nach dem Rauchstopp sind für die Betroffenen meist die Härtesten, deshalb hier ein paar Tipps, welche den Alltag erleichtern sollten:

  1. Alle negativen Aspekte des Rauchens (sowohl gesundheitliche, als auch finanzielle) aufschreiben und sichtbar aufhängen, beispielsweise am Kühlschrank.
  2. Einen Ausstiegsplan erstellen und Familie und Freund:innen über den Entschluss informieren.
  3. Viel Tee, Wasser oder Fruchtsäfte trinken um das Nikotinaus dem Körper zu spülen.
  4. Beschäftigungsalternativen suchen wie Basteln, Malen, Gartenarbeit, etc.
  5. Eine rauchfreie Umgebung schaffen (Alle Tabakprodukte und Utensilien wie Aschenbecher entfernen).
  6. Mithilfe von Entspannung- und Atemübungen oder auch Massagen alternative Entspannungsmöglichkeiten finden und sich was Gutes tun.
  7. Sportlich aktiv bleiben hilft gegen die Entzugserscheinungen.
  8. Überlegen, was mit dem eingesparten Geld gemacht werden kann und sich selbst belohnen.
  9. Sich selbst loben, denn mit dem Rauchen aufzuhören ist eine tolle Leistung.

 

Wie du sonst noch den Ausstieg schaffen kannst und wie andere Rauchende den Ausstieg geschafft haben kannst du hier nachlesen.

 

Häufige Fragen

 

  1. Welche Inhaltsstoffe sind in Zigaretten enthalten?

 

 

  1. Was sind mögliche Entzugserscheinungen beim Rauchstopp?
  • Zwanghaftes Verlangen nach Nikotin
  • Aggressivität, Reizbarkeit, Zorn und Nervosität
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Depression und schlechte Stimmung
  • Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Energiemangel
  • Gewichtszunahme
  • juckende Kehle, laufende Nase und ein störendes Gefühl im Ohr
  • Verstopfung

 

  1. Was ist der Unterschied zwischen Tabak und Nikotin?

Nikotin wird aus den Blättern der Tabakpflanze gewonnen welche ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammt. Heute wird sie in vielen Ländern angebaut.

 

  1. Was sagt der Jugendschutz in Bezug auf das Rauchen?

Nikotinhaltige Tabakwaren wie Zigaretten, Schnupftabak, Shisha, etc. sind in Liechtenstein erst ab 16. Jahren erlaubt. Produkte ohne Nikotin können auch schon früher gekauft werden.

 

  1. Kann man zu viel rauchen?

Tatsächlich kann man zu viel rauchen. Was allerdings „zu viel“ bedeutet ist je nach Person unterschiedlich. Meist treten Nikotin-Vergiftungen bei Personen auf, die das Rauchen nicht gewöhnt sind, oder bei Personen die ungewohnt hohe Mengen konsumieren.

 

  1. Woran erkennt man eine Nikotin-Vergiftung?
  • Übelkeit und Brechreiz
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Hitzegefühl und Schweissausbrüche
  • Durchfall und Krämpfe

 

  1. Wie viele Lebensjahre verlieren Rauchende im Durchschnitt?

Personen die rauchen sterben im Schnitt etwa 13-14 Jahre früher als Personen die nicht rauchen.

 

  1. Welche sind die Vorteile des Nichtrauchens?
  • Mehr Geld (Rauchen ist teuer)
  • Unabhängigkeit
  • Kein Gestank der Haare, Kleidung, Finger, etc.
  • Fitness und mehr Leistungsfähigkeit (Rauchen macht müde und träge)
  • Keine gelblichen Verfärbungen der Zähne und Finger
  • Gesünder leben (weniger krank sein, geringeres Risiko für schwere Krankheiten, etc.)
  • Keine Übelkeit
  • Keine Erektionsstörung
  • Weniger Risiken bei der Pilleneinnahme

 

  1. Welche Methode eignet sich am besten zum Aufhören?

Wer von heute auf morgen mit dem Rauchen aufhört ist grundsätzlich am besten dran, denn für viele ist dies der effektivste Weg um mit dem Rauchen aufzuhören. Natürlich ist dies viel schwieriger als Methoden, welche Schritt für Schritt an das Nichtrauchen gewöhnen. Allerdings sind die Schritt-für-Schritt Methoden weniger effektiv als der radikale Ausstieg.

 

  1. Was tun nach einem Rückfall?

Zuerst einmal darfst du auf dich selbst stolz sein. Immerhin hast du es geschafft, eine Weile nicht zu rauchen! Mit deinen Erfahrungen bist du nicht alleine. Viele Rauchende brauchen mehrere Anläufe um den Rauchstopp zu schaffen. Rückfälle gehören also dazu. Jetzt heisst es nicht aufgeben! Jeder Rückfall ist gleichzeitig eine Möglichkeit des Lernens, sodass du den gleichen Fehler beim nächsten Versuch nicht mehr machst. Somit steigerst du die Chance, dass der nächste Rauchstopp dann klappt.

Vielleicht können dir auch die sechs A‘s dabei helfen, dass es beim nächsten Mal klappt:

  1. Ausweichen: Vermeide Situationen, in denen du bisher immer geraucht hast.
  2. Abhauen: Verlasse kritische Situationen, wenn du die Versuchung spürst.
  3. Aufpassen: Belüg dich nicht selbst -> „Eine einzige Zigarette kann doch nicht schaden.“
  4. Aufschieben: Wenn du Lust auf eine Zigarette hast, entscheide erst in einer halben Stunde ob du sie auch wirklich rauchen möchtest.
  5. Ablenken: Tue etwas, das dir guttut, und das die Lust auf Zigaretten vertreibt
  6. Anrufen: Sprich mit Freund:innen die dich unterstützen über dein verlangen

 

  1. Wie kann ich Freund:innen helfen mit dem Rauchen aufzuhören?

Jemanden wie dich kann sich nur jeder wünschen. Deine Freund:innen sollten stolz auf dich sein, denn durch deine Unterstützung erleichterst du ihnen den Rauchstopp. Was du jetzt allerdings brauchst ist viel Geduld Einfühlungsvermögen, denn deine Freund:innen können während der ersten Zeit vermehrt traurig, aggressiv, lustlos, etc. erscheinen. Versuche daher dich in ihre Lage zu versetzen, sie abzulenken und aufzumuntern. Höre ihnen gut zu, sprich ihnen Mut zu und frage konkret danach, wie du ihnen helfen kannst. Bedenke aber, dass du ihnen die Entscheidung nicht abnehmen kannst. Sie müssen selbst den Willen aufbringen, um Schluss mit den Zigaretten zu machen.

 

  1. Ich rauche nur an speziellen Gelegenheiten, z.B. an Partys, in der Clique. Ist das gefährlich?

Jede Zigarette ist schädlich. Denn auch gelegentliches Rauchen erhöht das Krebsrisiko und belastet die Atemwege. Ausserdem ist die Gefahr gross, doch noch in die Abhängigkeit zu geraten. Versuche daher nach Möglichkeiten nicht zu rauchen, oder leg rauchfreie Wochen fest, an denen du absolut nicht rauchst.

 

  1. Kann ich rauchen, wenn ich die Pille nehme?

Rauchen bei gleichzeitiger Einnahme der Pille erhöht das Risiko für Thrombosen (lebensbedrohliche Blutgerinnsel in den Venen), Schlaganfälle und Herzinfarkte. Denke daran, mit dem Rauchen kannst du aufhören, eine ungewollte Schwangerschaft wird dich dein Leben lang beschäftigen.

 

  1. Wie gefährdet der Tabakanbau den Tropenwald, der Umwelt und den Arbeitenden?

Schätzungen zufolge wird weltweit jährlich eine Fläche von der Grösse des Kantons St. Gallen alleine für den Tabakanbau gerodet. Dieser wächst zum grossen Teil nicht mehr nach und durch das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) wird immer weniger Sauerstoff produziert. Das wiederum hat weitreichende Folgen für das weltweite Klima. In vielen Anbaugebieten steht ausserdem Kinderarbeit an der Tagesordnung. Diese können nicht zur Schule gehen, haben schlechte Arbeitsbedingungen (Pestizide und giftige Dünger) und werden, wenn überhaupt, nur sehr gering entlohnt. Das grosse Geld geht an die Tabakkonzerne.

Hilfe/Unterstützung in Liechtenstein

Für die Bevölkerung in Liechtenstein gibt es Möglichkeiten ein Informationsgespräch, Suchtberatung oder Suchttherapie in Anspruch zu nehmen. Zum Teil sind diese Angebote anonym und kostenlos nutzbar. Die Angebote sind für direkt Betroffene und für Angehörige (z.B. Eltern oder Partner:innen) zugänglich:

Links

Du suchst speziell Infos zum Thema Vapen? Hier bist du richtig:

Wenn du nach all den Infos noch nicht genug vom Thema Tabak (Nikotin) hast, findest du auf folgenden Seiten weitere nützliche Informationen, Tipps, Quizz, Tests und vieles mehr:

 

Im folgenden Video erzählt Thomas, 27 von seinen Erfahrungen mit dem Rauchen und seinem Rauchstoppversuch.

Du möchtest wissen wieviel dein Tabakkonsum in der Woche, im Monat oder im Jahr kostet und was du dir mit diesem Geld leisten könntest? Der Kostenrechner hilft dir weiter:

 

Du hast das Gefühl du brauchst Hilfe von aussen möchtest aber anonym bleiben? Über die folgenden Links kannst du dich online, oder per Telefon beraten lassen:

 

Weitere interessante Fragen zum Thema Tabak (Nikotin), und wie gut andere Jugendliche über das Thema informiert sind erfährst du in den folgenden Videos:

 

Kennst du schon das Projekt „Rauchfreie Lehre“?

Projekte rocken: Skills für Deine Zukunft!


Projekte rocken: Skills für deine Zukunft

Du hast eine konkrete Idee für ein Projekt und/oder möchtest dich mit dem Thema Projektmanagement lieber gemeinsam mit anderen auseinandersetzen? Dann mach mit beim Projektmanagementkurs. Dieser wird 1x pro Jahr im Frühjahr angeboten.

Wann: Samstag, 5. und Sonntag, 6. April 2025 (jeweils 10 – 17 Uhr)
Für wen? Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren.
Wo: aha – Tipps & Infos für junge Leute in Vaduz, Kirchstrasse 10
Kosten: CHF 40 (inkl. Kursunterlagen & Verpflegung an beiden Tagen)
Anmeldeschluss für den Projektmanagementkurs: Montag, 24. März 2025
Weitere Infos bekommst du bei Mirjam Schiffer unter mirjam@aha.li oder telefonisch 239 91 12.

Schwerpunkte sind u. a.:

  • Projektideenentwicklung
  • Projektmanagement Zyklus (PDCA): 4 Phasen des Projektmanagements
  • Projektlinie und Meilensteine
  • Risk Management und spezielle Problemstellungen (Worst Case, Versicherungsfragen, Erste Hilfe etc.)
  • Informationen über versch. Fördermöglichkeiten (u.a. Erasmus+ und ESK etc.)
  • Beteiligung von Jugendlichen im Projektdesign
  • Öffentlichkeitsarbeit und Medienplanung

Erfahrungsbericht

Einen Erfahrungsbericht von Teilnehmerin Jana zum letztjährigen Kurs findet ihr hier.

Einen Nachbericht gibt es hier.

Anmeldung

Lust auf Mehr?

Weitere aha-Kursangebote findest du hier:

Workshops Medienkompetenz


Digitale Medien begleiten Kinder und Jugendliche täglich – auf dem Schulweg, beim Lernen oder in der Freizeit. Damit sie sich sicher und kompetent im digitalen Raum bewegen können, braucht es Wissen, Reflexion und Übung.

 

Für jede Schulstufe von der 5. bis zur 9. Klasse gibt es ein fix zugeordnetes Workshop-Angebot. Die Themen bauen inhaltlich aufeinander auf, greifen altersrelevante Fragestellungen auf und orientieren sich am Lehrplan Liechtenstein (Zyklus 2 & 3).

 

Schulstufe Workshop
5. Schulstufe 🧭 Surf Smart – Dein Digital-Kompass für Social Media
6. Schulstufe 🧠 RiskWise – Sei schlauer als das Netz
7. Schulstufe 🕵️‍♀️ Spuren im Netz – Deine Daten, deine Kontrolle
8. Schulstufe 📱 Reality Check – Digitale Balance in der Influencer:innen-Welt
9. Schulstufe und höher 📰 Lost in Information – Zwischen Fakt & Fake
9. Schulstufe und höher 🤖 KI & DU – Künstliche Intelligenz einfach erklärt

 

Jede:r Schüler:in soll im Laufe der 5. bis 9. Schulstufe mindestens einmal die Möglichkeit erhalten, sich vertieft mit digitaler Medienkompetenz auseinanderzusetzen – vom ersten Social-Media-Account bis zum kritischen Umgang mit KI. Natürlich kann eine Klasse aber auch jedes Jahr der laut Tabelle vorgesehene Workshop für die Schulstufe in Anspruch nehmen.

Allgemeines 

Das Workshopangebot des aha ist (bis auf Weiteres) kostenlos. Workshops mit mehr als 20 SuS werden mit zwei Leitungspersonen besetzt. Ab 20 SuS müssen wir zuerst intern abklären, ob es Kapazitäten für eine zweite Workshopleitung gibt. Die Workshops sind hauptsächlich für Schulklassen gedacht, jedoch können sich auch gerne interessierte Jugendverbände und -organisationen bei uns melden. Die Buchung erfolgt bequem online mittels des Formulars ganz unten auf dieser Seite.

Bei Fragen zu den Workshops oder speziellen Anfragen kontaktieren Sie bitte tanja@aha.li

5. Schulstufe

🧭 Surf Smart – Dein Digital-Kompass für Social Media🧭

Schulstufe: 5. Klasse (Zyklus 2)
Dauer: 90 Minuten

Kurzbeschreibung:
In diesem interaktiven Workshop lernen die Schüler:innen, wie soziale Medien funktionieren und welche Risiken damit verbunden sind. Sie erfahren, wie ihre Daten verwendet werden, wie Apps süchtig machen können und wie sie ihre Privatsphäre schützen. Ziel ist es, dass die Schüler:innen ihr eigenes Onlineverhalten reflektieren und digitale Räume bewusst und sicher nutzen.

Themen:

  • Datenspuren & Profilbildung
  • Öffentliche vs. private Accounts
  • App-Design & Dopamintricks
  • Sicherheitseinstellungen bei TikTok, Insta & Co.
  • Umgang mit Fremden und Online-Kontakten
  • Reflexion des eigenen Onlineverhaltens

Kompetenzen (Zyklus 2):

  • MI.1.1.b – Vor- und Nachteile erkennen sowie persönliche Mediennutzung begründen
  • MI.1.1.c –Folgen medialer Handlungen erkennen 
  • MI.1.2.c – Informationen aus Medien beschaffen & bewerten
  • MI.1.3.d – Sicherheitsregeln im Umgang mit persönlichen Daten einbeziehen
  • MI.1.4.b/c – Medien zur Kommunikation sicher nutzen

6. Schulstufe 

🧠 RiskWise – Sei schlauer als das Netz🧠

Schulstufe: 6. Klasse (Zyklus 2)
Dauer: 90 Minuten

Kurzbeschreibung:
Dieser Workshop vermittelt digitale Rechte, sichere Passwörter und sensibilisiert für Online-Risiken wie Cybermobbing, Sexting oder Phishing. Die Schüler:innen entwickeln durch interaktive Übungen digitale Selbstverteidigung und lernen, wie sie ihre Daten schützen und ihre Rechte im Netz wahrnehmen können.

Themen:

  • Risiken im Netz (mögliche Risiken abhängig von den SuS: Cybermobbing, Sexting, Grooming, Phishing…)
  • Rechte am eigenen Bild & Urheberrecht
  • Passwortsicherheit & sichere Accounts
  • Fallbeispiele mit Handlungsstrategien

Kompetenzen (Zyklus 2):

  • MI.1.1.b – Vor- und Nachteile erkennen sowie persönliche Mediennutzung begründen
  • MI.1.1.c –Folgen medialer Handlungen erkennen
  • MI.1.3.d – Sicherheitsregeln im Umgang mit persönlichen Daten einbeziehen
  • MI.1.3.e – Rechte im Umgang mit digitalen Inhalten verstehen
  • MI.1.3.f –Wirkungen eigener Medienbeiträge einschätzen
  • MI.1.4.c – Medien zur Kommunikation sicher nutzen

7. Schulstufe 

🕵️‍♀️ Spuren im Netz – Deine Daten, deine Kontrolle🕵️‍♀️

Schulstufe: 7. Klasse (Zyklus 3)
Dauer: 90 Minuten

Kurzbeschreibung:
Die Schüler:innen setzen sich mit digitalen Datenspuren und Tracking auseinander und erkennen, wie viel Online-Dienste über sie wissen. Sie erfahren, wie Suchmaschinen und Algorithmen funktionieren und lernen, Alternativen für mehr Datenschutz zu nutzen, um ihre Privatsphäre zu schützen.

Themen:

  • Digitaler Fussabdruck & Tracking
  • Suchmaschinen, Algorithmen & KI
  • Was weiss Google wirklich?
  • Datenschutzfreundliche Alternativen
  • Umgang mit persönlichen Daten

Kompetenzen (Zyklus 3):

  • MI.1.1.e/f – Risiken der Mediennutzung erkennen
  • MI.1.2.f – Unterschiedliche Wirkung von Medien und Medienbeiträgen
  • MI.1.2.h – Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen
  • MI.1.2.i – Finanzierungsformen von Medienangeboten

8. Schulstufe 

📱 Reality Check – Digitale Balance in der Influencer:innen-Welt📱

Schulstufe: 8. Klasse (Zyklus 3)
Dauer: 90 Minuten

Kurzbeschreibung:
In diesem Workshop analysieren die Schüler:innen die Welt der Influencer:innen und reflektieren ihre Bildschirmzeit. Sie erkennen digitale Manipulation und entwickeln ein realistisches Selbstbild. Ziel ist es, gesunde digitale Routinen zu entwickeln und die Auswirkungen von Werbestrategien und Filtern zu verstehen.

Themen:

  • Bildschirmzeit & Dopamin
  • Werbestrategien & Influencer:innen-Marketing
  • Filter & Schönheitsideale
  • Selbst- und Fremdbild
  • Fake-Bilder erkennen

Kompetenzen (Zyklus 3):

  • MI.1.1.e – Digitale Lebenswelten reflektieren
  • MI.1.2.f – Unterschiedliche Wirkung von Medien und Medienbeiträgen
  • MI.1.3.f – Wirkungen von Medienbeiträgen reflektieren

9. Schulstufe und höher

📰 Lost in Information – Zwischen Fakt & Fake 📰

Schulstufe: 9. Klasse (Zyklus 3)
Dauer: 90 Minuten

Kurzbeschreibung:
Der Workshop vermittelt den kritischen Umgang mit Informationen, zeigt Tools zum Faktencheck und stärkt die Medienkompetenz. Die Schüler:innen lernen, Fake News zu erkennen, Deepfakes zu durchschauen und seriöse Quellen zu finden, um ihre Fähigkeiten im Umgang mit der Informationsflut zu verbessern.

Themen:

  • Was sind Fake News? Warum werden sie verbreitet?
  • Erkennungsmerkmale & Beispiele
  • Deepfakes & Desinformation
  • Tools zur Überprüfung von Fakten
  • Medienfunktionen & Geschichte

Kompetenzen (Zyklus 3):

  • MI.1.1.e – Digitale Lebenswelten reflektieren
  • MI.1.2.d/e – Informationen gezielt beschaffen & prüfen (Zyklus 2)
  • MI.1.3.h – Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen

🤖 KI & DU – Künstliche Intelligenz einfach erklärt 🤖

Schulstufe: 9. Klasse (Zyklus 3)
Dauer: 135 Minuten (3 Schulstunden)

Kurzbeschreibung:
In diesem praxisorientierten Workshop experimentieren die Schüler:innen mit KI-Tools und bauen einfache Modelle. Sie lernen, wie KI funktioniert, was ein Algorithmus ist und reflektieren die ethischen Fragestellungen, die mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz verbunden sind. Ein spannender Einstieg in das Thema der Zukunft!

Themen:

  • Was ist KI & wo begegnet sie uns?
  • Prompts & ChatGPT ausprobieren
  • Wie funktionieren Algorithmen?
  • Chancen, Risiken & ethische Fragen (Datenschutz, Jobverlust etc.)
  • Gruppenübungen mit KI-Werkzeugen

Kompetenzen (Zyklus 3):

  • MI.1.1.e – Chancen und Risiken automatisierter Systeme
  • MI.1.1.f – Chancen und Risiken der zunehmenden Durchdringung des Alltags durch Medien und Informatik beschreiben
  • MI.1.3.g – Mit eigenen und fremden Inhalten Medienbeiträge herstellen
  • MI.1.3.h – können mit medialen Möglichkeiten experimentieren

Workshopbuchung

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann können sie über das folgende Tool einen Workshop buchen:

 

 

WICHTIG: Die definitive Zusage für eine Workshopbuchung erfolgt nach Erhalt des ausgefüllten Workshopformulars per Mail.

Bei Fragen zu den Workshops oder speziellen Anfragen kontaktieren Sie bitte tanja@aha.li.

 

Ab ins Ausland

Ab ins Ausland – Herbst 2025


Das aha öffnet Horizonte für junge Abenteurer:innen

Zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) verwandelt sich das aha in Vaduz in einen Treffpunkt für junge Menschen, die gerne Erfahrungen im Ausland sammeln möchten. Verschiedene Organisationen präsentierten bei „Ab ins Ausland“ ein Programm an verschiedenen Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen. Sei es im Rahmen eines Sprachaufenthaltes, eines Auslandsjahrs oder eines Freiwilligendienstes in Europa oder weltweit. 

Save the Date: Auch 2026 gibt es wieder zwei Möglichkeiten bei „Ab ins Ausland“ dabei zu sein. Notiere dir am besten jetzt schon den 11. März und 1. Oktober zwischen 18 und 20 Uhr bei uns im aha in Vaduz.

Rückblick Herbst 2025

Tolle Gespräche, viele Fragen und noch mehr Fernweh: Am 2. Oktober, 18–20 Uhr, drehte sich im aha Liechtenstein alles um Wege ins Ausland – von Freiwilligendiensten über Sprachaufenthalte bis hin zu Studium, Praktikum, Work & Travel oder einem High-School-Jahr. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Eurodesk-Kampagne «Time to Move» statt und brachte junge Menschen direkt mit Expert:innen ins Gespräch.

«Ein Auslandserlebnis bringt dich raus aus der Komfortzone – und genau dort passiert Entwicklung. Du lernst neue Kulturen kennen, wirst selbständiger, erweiterst deine Perspektive und knüpfst Freundschaften fürs Leben», so die aha-Event-Verantwortliche Mirjam Schiffer. Gleich acht Expert:innen waren bei der Herbstausgabe von «Ab ins Ausland» vor Ort.

Samantha da Silva, die beim aha das Europäischen Solidaritätskorps (ESK) koordiniert, gab einen fundierten Einblick ins Programm. Sie betonte die Chance, im Ausland nicht nur aktiv zu werden, sondern auch wertvolle persönliche und berufliche Erfahrungen zu sammeln. Das ESK richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren und ermöglicht einen Freiwilligendienst in Europa von zwei bis zwölf Monaten, bei dem man so gut wie nichts selber zahlen muss. Neben dem ESK koordiniert Samantha auch die Jugendbegegnungen/Camps und gab einen Ausblick auf das Campjahr 2026. Vor Ort war auch die 22-jährige Noemi, die aus erster Hand von ihrem ESK-Aufenthalt in Barcelona, Spanien berichtete und persönliche Einblicke gab. 

Lea Sele repräsentierte die Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten (AIBA) und stellte das DiscoverEU-Programm und Jugendaustauschprojekte vor – beide durch Erasmus+ gefördert. DiscoverEU eröffnet 18-Jährigen die Möglichkeit, mit einem Interrail-Ticket die Vielfalt Europas individuell zu entdecken. Wer ausgewählt wird, erkundet Europa gratis mit dem Zug und sammelt unterwegs einzigartige Eindrücke.

Silvia Risch-Wirth vom Amt für Berufsbildung und Berufsberatung präsentierte die Mobilitätsprojekte „MOJA“ und „go europe„. Diese Programme fördern gezielt Berufspraktika für Lernende und Lehrabgänger:innen aus Liechtenstein und zeigen konkrete Wege, wie ein Auslandspraktikum sinnvoll in die Ausbildung integriert werden kann.

Einen praxisnahen Einblick ins Studieren im Ausland gab Ted Thamm von der Universität Liechtenstein. Als Studierender, der sich bewusst für ein Auslandsstudium entschieden hat, teilte er seine persönlichen Erfahrungen und stand den Teilnehmenden bei Fragen wie «Wo soll ich studieren?» mit Rat und Tat zur Seite.

Mit GB Marketing & Solutions GmbH (German Beck) war eine neue Anlaufstelle für Sprachreisen, Sommercamps und Berufspraktika in Dublin und Malta vertreten. Der Fokus: praxisnahe Programme, die Sprache, Kultur und Arbeitserfahrung verbinden.

Pro Linguis (Simon Marcon) zeigte die Bandbreite an Möglichkeiten für junge Weltenentdecker:innen: von klassischen Sprachaufenthalten über Work & Travel bis zu Demi-/Au-Pair-Programmen – ideal für alle, die Auslandserfahrung und Sprachenlernen kombinieren möchten.

Auch One World (Marius Kaiser) ermöglichte Einblicke in Freiwilligenarbeit in Indien und Südamerika – ein Angebot für alle, die sich sozial engagieren und gleichzeitig neue Perspektiven gewinnen möchten. 

AIFS Educational Travel (Stefanie Lenger-Hoppe) war erstmalig als ein weiterer erfahrener Anbieter vor Ort: Auslandsjahr, High-School-Jahr, Au Pair sowie Work & Travel – Programme, die je nach Lebensphase und Zielsetzung passgenaue Wege ins Ausland eröffnen.

Das Interesse der jungen Besucher:innen war gross. Besonders der ESK weckte Neugier, weil er eine kostengünstige Möglichkeit bietet, ein anderes Land, seine Sprache und Kultur kennenzulernen. Gleichzeitig zeigten die Beratungen, wie vielfältig die Pfade ins Ausland sind, ob als Freiwilligeneinsatz, Schüler:innenaustausch, Praktikum, Studium oder Sprachaufenthalt.

Wer dieses Mal nicht dabei sein konnte, findet auf der Website des aha weitere Informationen und Anlaufstellen zum Thema Ausland. Insgesamt bot die Veranstaltung eine klare Orientierungshilfe für alle, die vom nächsten Schritt über die Landesgrenzen hinaus träumen und machte Mut, diesen Schritt konkret zu planen.

Infoabend verpasst?

Hier gibt’s die Links zu allen Aussteller:innen, die beim Infoabend dabei waren & auch ein paar, die nicht dabeisein konnten.

Bildergalerie

Medienberichte

In der lie:zeit

Im Vaterland

Mehr Infos!

Hier findest du weitere Links, hilfreiche Seiten und Dokumente, die dir für die Planung eines Auslandsaufenthalts behilflich sein könnten.

Projektmanagement


Projektmanagement allgemein

Das Projektmanagement beschreibt alle Aufgaben, die für die Vorbereitung, Planung, Durchführung und Auswertung eines Projekts notwendig sind. Der Begriff „Management“ kommt aus dem Englischen und bedeutet Steuerung, Verwaltung.

 

Management meint das aktive Gestalten eines Prozesses, beidem durchaktives und geplantes Handeln ein Prozess strukturiert wird. Dazu gehört auch mit einzubeziehen, welche Ressourcen vorhanden sind (Wer arbeitet mit?, Wie viel Geld?, Welches Material haben wir? etc.) und welche Hindernisse es zu bewältigen gilt.

Als Projektleiter:in müssen du und deine Projektgruppe verschiedene Aufgaben erfüllen:

  • Projektorganisation (z.B. Aufgaben verteilen)
  • Projektplanung
  • Projektsteuerung und -überwachung/ Qualitätsmanagement (z.B. Zwischenberichte, Budget)
  • Ressourcen-Management (Zeit, Kosten, Personen etc.)
  • Konfliktmanagement
  • Risikomanagement
  • Innovation/Entwicklung
  • Führung (z.B. Treffen von Entscheidungen)

Neben einer guten Planung solltest du kreativ, spontan und Konflikt erprobt handeln können. Und ganz wichtig: Improvisieren!


1. Phase: Projektstart

Der Startschuss in deinem Projekt! Du startest mit dem Bilden eines Teams und formulierst die Ziele und einen Projekttitel.

Projektstart

Start with why – jedes Projekt startet mit einem Warum. Stelle dir folgende Fragen: Wofür brenne ich? Welche Themen liegen mir am Herzen? Für welches Problem suche ich eine Lösung?

Von der Idee zum Projekt

Von der Idee zum Projekt – Kreative Methoden, wie du Ideen für dein Projekt finden kannst, werden dir hier vorgestellt.

Schwierigkeiten der Ideenfindung

Gerade wenn viele Personen ein gemeinsames Projekt starten möchten, sind wahrscheinlich auch viele verschiedene Meinungen und Vorstellungen über die Projektidee im Raum.

Für eine Idee entscheiden

Alle Ideen sind gesammelt. Herzlichen Glückwunsch! Als Nächstes geht es darum, dass du dich bzw. ihr euch für eine der gesammelten Ideen entscheidet, damit ihr mit der konkreten Projektplanung starten könnt.

Ziele setzen

Das Ziel ist der Ist-Zustand, den ihr mit eurem Projekt erreichen möchtet. Wir möchten euch hier einige Methoden zur Zielformulierung vorstellen.

Gruppenspiele

Für das Arbeiten mit Gruppen gibt es verschiedene Spiele, die das «Eis brechen», bei welchen sich die Gruppenmitglieder unkompliziert kennen lernen können oder bei denen es um die gegenseitige Vertrauensbildung geht.

Projekt Canvas

Ein Projekt Canvas ist ein Planungstool, das dir hilft, alle wichtigen Schritte in einem Projekt im Auge zu behalten.

Ideenkanal

Hast du eine kreative Lösung für eine gesellschaftliche Herausforderung? Der Ideenkanal bietet Unterstützung – in Liechtenstein und in der Bodenseeregion.


2. Phase: Projektplanung

In dieser Phase werden die Rahmenbedingungen erforscht, Aufgaben verteilt und ganz viel geplant. Je nachdem erarbeitet man das Projekt auch für Auftraggebende, die in diesem Schritt von deinen Ideen überzeugt werden müssen.

Zeit- und Aufgabenplan

Die wichtigste Angelegenheit bei der Planung von Aktivitäten ist Zeit. Zeit- und Aufgabenpläne sowie Meilensteine können bei der Planung helfen.

Überblick Projektförderungen

Du brauchst noch Kohle für dein Projekt? An wen du dich wenden kannst und welches die passende Finanzierung ist, erfährst du hier. Mach den Projektfördercheck!

(Online-)Tools Projektmanagement

Projektmanagement-Tools können für alle Phasen eines Projektes hilfreich sein. Wir stellen dir hier wichtige (Online-)Tools für alle Projektphasen vor.

Jugendbeteiligung

Die Beteiligung von Jugendlichen an Projekten ist nicht nur wünschenswert, sondern von entscheidender Bedeutung für den Erfolg eines Jugendprojektes.


3. Phase: Projektdurchführung

Dein Konzept wird in dieser Phase umgesetzt und abgeschlossen. Dabei überprüfst du regelmässig, ob die gesteckte Ziele realistisch sind und überwachst die eingeplanten Ressourcen.

Öffentlichkeitsarbeit

Stell dir vor, du machst ein tolles Projekt und niemand erfährt davon? Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig. Auch, um Geldgeber:innen aufmerksam zu machen.

Qualität & Risiko

Nicht immer läuft in einem Projekt alles nach Plan! Sei gewappnet und vermeide die häufigsten Projektrisiken.


4. Phase: Projektabschluss

Du und dein Team werten das Projekt aus. Die Ergebnisse sollten gut dokumentiert sein und in einen Schlussbericht einfliessen. Nicht zu vergessen die Endabrechnung deines Projekts.

Trainings

Lerne fürs Leben, erweitere dein Netzwerk und entdecke Europa! Finde passende, aktuelle Trainings für deine persönliche und berufliche Weiterentwicklung.

Projektabschluss & -auswertung

Die letzte und 4. Phase eines Projektes, die Phase der Auswertung, wird – obwohl wichtig – gerne vergessen. Wir geben dir wichtige Methoden mit an die Hand.

Schlussbericht

Schlussberichte werden von Geldgeber:innen/Sponsor:innen gefordert, um zu sehen, wie das Geld, dass sie euch für das Projekt gegeben haben, verwendet wurde.

Feedback- und Evaluierungsmethoden

Welche Feedback- und Evaluierungsmethoden kennst du? In unserer Sammlung stellen wir die mögliche Methoden vor, die dir bei der Projektauswertung helfen.

Lessons learned

Bei „Lessons Learned“ handelt es sich um das Lernen aus Erfahrungen und die aktive Anwendung der gewonnen Erkenntnisse bei zukünftigen Projekten.

Projektmanagementkurs

Du hast eine konkrete Idee für ein Projekt und/oder möchtest dich mit dem Thema Projektmanagement lieber gemeinsam mit anderen auseinandersetzen? Dann mach mit beim Projektmanagementkurs. Dieser wird 1x pro Jahr im Frühjahr angeboten.


Weiterführende Links

Handbücher und Broschüren: Projektmanagement von A – Z

Infoflyer


Infoflyer

 

Plakate

Impressum


Herausgeber und inhaltlich verantwortlich

Verein aha – Jugendinformation Liechtenstein

aha – Tipps & Infos für junge Leute
Haus Melliger, Kirchstrasse 10
LI-9490 Vaduz
Telefon: +423 239 91 11
aha@aha.li

Das aha-Tipps & Infos für junge Leute befindet sich in Trägerschaft des Vereins aha – Jugendinformation Liechtenstein, vertreten durch Hansjörg Frick, Präsident, vertreten durch Monica Paterno, Vizepräsidentin.

Online-Redaktion

Johannes Rinderer, Telefon +423 239 91 14, johannes@aha.li

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jubel-Werkstatt 2025


Treffpunkt für junge Mitsprache 

Die jubel-Werkstatt, organisiert von Jugendbeteiligung Liechtenstein (jubel), fand am 12. und 19. November in der Kreativ Akademie in Vaduz statt. Rund 55 Klassensprecherinnen und Klassensprecher aus allen weiterführenden Schulen trafen sich dort, um sich zu vernetzen, neue Perspektiven mitzunehmen und ihre Mitsprachemöglichkeiten in Liechtenstein besser kennenzulernen. 

Für viele neu gewählte Klassensprecher:innen, Vize und weitere Klassenvertretungen war die jubel-Werkstatt ein hilfreicher Einstieg in ihre neue Aufgabe. Sie erhielten Einblicke in das Programm jubel, tauschten Erfahrungen aus und klärten Fragen dazu, wie sie ihre Klassen gut vertreten können. Eine teilnehmende Person meinte: „Ich weiss jetzt, was meine Aufgaben als Klassensprecher sind, und ich bin sehr motiviert, meine Ideen umzusetzen.“ 

Ein Ort für Begegnung und kreative Zusammenarbeit 

Neben fachlichen Inputs ging es stark um das gemeinsame Erleben. Durch kurze kreative Impulse, praktische Gruppenaufgaben und lockere Gesprächsrunden entstand eine offene Atmosphäre. Die Jugendlichen konnten unkompliziert ins Gespräch kommen, sich gegenseitig stärken und neue Kontakte knüpfen – auch über die eigene Schule hinaus. 

Was Jugendliche bewegt 

Im Laufe der Werkstatt zeigte sich deutlich, welche Themen Jugendlichen momentan besonders wichtig sind. Immer wieder genannt wurden unter anderem: 

  • Begrünte Schulhöfe 
  • Gute Busverbindungen und Mobilität 
  • Druck und Belastung durch soziale Medien 
  • Stress und hoher Leistungsdruck in der Schule
  • Umweltschutz
  • Kriege und weltpolitische Entwicklungen 
  • Ein respektvoller Umgang miteinander 

Diese Sammlung wird in den kommenden Monaten in die Arbeit von jubel einfliessen und als Grundlage für das jubel-Forum im Frühjahr dienen. 

Aktive Teilhabe der Jugendlichen 

Die Jugendlichen zeigten viel Einsatz und machten deutlich, dass sie ihre Gemeinschaft mitgestalten möchten. Im Rahmen der Werkstatt lernten sie verschiedene Möglichkeiten kennen, wie Beteiligung in Liechtenstein funktioniert – von Mitsprache in der Schule, über Projekte bis hin zu Angeboten auf Landesebene. Dabei wurde ihnen

Magdalena, Sina, Elena, Johanna
Uns hat es super gefallenVor allemdass wir uns heute kennengelernt haben.” 
Magdalena, NoéKeano, Magdalena, Lia 
“Wir nöhn viel met förs Amt als Klassaverträtig und mir hän üs sehr kreativ usläba könna.”

Über jubel

Seit 2007 können sich die Klassensprecher:innen der ersten bis vierten Klassen der Sekundarschulen bei jubel beteiligen. Das aha führt das Programm im Auftrag der Regierung durch. Klassensprecher:innen werden von Anfang an in die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen einbezogen und übernehmen verstärkt auch organisatorische Aufgaben wie Moderation und Gestaltung von Veranstaltungen. Durch unterschiedliche Formate macht jubel politische Prozesse für Jugendliche erlebbar.  

10 Tipps für professionelles Telefonieren


Telefonieren gehört heute zum Alltag, ob beruflich als auch privat. Hier haben wir neun Tipps für professionelles Telefonieren für dich gesammelt.
 

1. Kurz warten

Hebe erst nach dem zweiten Klingeln ab. So hat dein Gesprächspartner etwas Zeit und denkt nicht: „Hat der nichts zu tun?“ Nach dem dritten Klingeln wird der Anrufende in der Regel ungeduldig.

2. Zuerst Firmennamen

Erwähne zuerst deinen Firmennamen und danach deinen Namen. Anrufer verstehen meist den ersten Teil am Telefon nicht. Also sollte dein Name an zweiter Stelle folgen, damit der Anrufer ihn auch versteht.

3. Anrufer beim Namen nennen

Schreib dir den Namen des Anrufers auf. Sprich die Person während dem Gespräch ein-, zweimal mit Namen an. So zeigst du Interesse. Aber nicht zu oft – das wirkt wieder aufgesetzt. Wenn du die Infos an einen Arbeitskollegen weiterleitest,  ist es hilfreich zu wissen, mit wem du gesprochen hast.

4. Immer freundlich und positiv beginnen

Eine positive Gesprächsatmosphäre ist vor allem vom Gesprächseinstieg abhängig. Die Frage „Was kann ich für Sie tun?“ ist sehr passend. Zur Begrüssung: „Guten Tag“ und ein kurzer Smalltalk sind auch ein guter Einstieg in ein Gespräch.

5. Zuhören!

Lass den Partner ausreden. Höre aktiv zu, indem du immer wieder zustimmst (Bsp. Ok, aha oder Ja).

6. Ein Gespräch nach dem anderen

Manche nehmen schon den Hörer ab, während sie noch mit einer anderen Person (im Raum) sprechen. Das wirkt immer unhöflich. Besser: Erst das Gespräch mit dem Kollegen beenden und dann den Hörer abnehmen.

7. Notieren, notieren, notieren!

Mache dir möglichst viele Notizen. Umso mehr du dir aufschreibst, umso einfacher kannst du die Infos weitergeben.

8. Vereinbarung wiederholen

Wiederhole am Schluss nochmals was währende dem Gespräch vereinbart wurde (Bsp. Termin oder Aufgabe).

9. Sprich kurz und deutlich

Sprich deutlich und bringe dein Anliegen auf den Punkt. So kannst du wertvolle Zeit sparen.

10. Üben, üben, üben!

Übung macht den Meister. Mittlerweile kannst du auch gut mit ChatGPT üben. Dort gibt es auch in der Gratisversion einen Sprachassistenten. Erkläre ihm, was du üben möchtest und schon geht’s los. ChatGPT analysiert dein Telefonat nachher auch mit dir und gibt dir Tipps, was du verbessern kannst.

In-App Käufe


Mit einfachen aber wirkungsvollen Tricks wird uns mittels In-App Käufe das Geld aus der Tasche gezogen. Immer mehr Apps sind gratis. Wieso das so ist, erklären wir dir hier.


aha-Jugendreporter Severin

Spieleentwickler:innen haben einige Strategien, wie sie dir das Geld aus der Tasche ziehen können. Die meisten Apps sind heutzutage kostenlos im App Store oder Play Store zu holen (beispielsweise Fortnite, Brawlstars, Candy Crush oder Clash Royale). Weil es gratis ist, wird es leichtfertig heruntergeladen, schliesslich kann man nichts verlieren – so denkt man. Damit ist der erste Schritt bereits getan und das Spiel ist auf deinem Handy. Dass die kostenlosen Spiele schnell zur Kostenfalle werden können, zeigt ein Blick ins Prinzip von In-Game-Käufen. 

In Deutschland wurden 2021 folgende Umsätze mit Spiele-Apps gemacht:

  • 7 Millionen für App-Käufe
  • 12 Millionen für Abo-Gebühren von Apps und
  • 2760 (!) Millionen alleine mit In-App-Käufen

Wie funktionieren In-Game-Käufe?

Früher haben Anbieter:innen von Computer- und Konsolenspielen ihr Geld durch den einmaligen Verkauf von Spielen verdient. Heutzutage wird viel mobil am Smartphone gespielt. Viele davon werden „kostenlos“ als „Free-to-play“ angeboten. Wie verdienen die Anbieter:innen denn damit Geld? Ganz einfach: durch Werbung und sogenannte In-Game-Käufe. In-Game-Käufe bezeichnen alle Käufe, die während des Spiels direkt im Spiel getätigt werden. Meist handelt es sich um Zusatzinhalte, die erst durch einen Kauf freigeschaltet werden.

Beispiele für In-Game-Käufe:

  • Virtuelle Währungen: In vielen Spielen gibt es eigene In-Game-Währungen, wie zum Beispiel Robux in Roblox oder Minecraft Coins in Minecraft. Diese können Spieler*innen mit wenigen Klicks und echtem Geld über den App-Store erwerben. Damit können dann Charaktere, Fähigkeiten und Ausstattungen (z.B. Waffen, Kleidung) im Spiel erworben werden.
  • Pay-to-win: So bezeichnet man ein Spielprinzip, bei dem man schneller Erfolg haben kann, wenn man etwas bezahlt. Die Spiele sind so gestaltet, dass man zwar auch ohne Geldeinsatz sehr mühsam ein Ziel erreichen kann. Mit Geldeinsatz geht es aber schneller und einfacher.
  • Lootboxen: Lootboxen lassen sich mit Überraschungseiern vergleichen. In Spielen sind Lootboxen oft Kisten oder Schatztruhen, in den sich virtuelle Gegenstände befinden. Ob man die enthaltenen Gegenstände tatsächlich brauchen kann, weiss man erst nach dem Kauf.
 

Beispiel Candy Crush

Schauen wir uns beispielsweise Candy Crush genauer an. Zuerst bestreitest du ein paar einfache Levels und bekommst einen richtigen Kick, weil du denkst, du seist richtig gut in dem Spiel. Du spielst weitere Levels und schlägst dich weiterhin tapfer – das Glücksgefühl steigt. Doch dann kommt ein bestimmtes Level und du schaffst es nicht, weiterzukommen. Es funktioniert auch nach zehn weiteren Versuchen nicht. Plötzlich erscheint eine Popup-Meldung: „3 extra Leben für nur CHF 0.90“. Das ist deine Rettung! Wegen des geringen Preises schnappst du sofort zu. Durch die hinterlegte Kreditkarte ist der Kauf mit nur zwei Klicks erledigt. Doch damit beginnt die Kostenfalle. Mit Sonderangeboten wie „nur für kurze Zeit“ oder „jetzt 30 % mehr Münzen“ wird dein Gehirn weiter ausgetrickst. Die Angebote hören sich nach guten Deals an und du schlägst wieder zu. Die Kosten häufen sich.

Fazit: Candy Crush ist allgemein so konzipiert, dass der Spieler irgendwann Geld ausgeben muss, um weiterzukommen.

Glücksangebot

Beispiel Roblox

Ein anderes Beispiel ist Roblox. Hier ist das Ganze etwas anders aufgebaut. Aber auch diese App ist kostenlos. Roblox bietet den Spielern die Möglichkeit, ihre eigen Minispiele zu erschaffen und sie ins Spiel zu integrieren. Sogar du könntest dein eigenes Programm mit der Roblox-Software entwickeln und auf die Plattform stellen. In Roblox kommst du zunächst ohne Geld sehr gut zurecht, findest verschiedene Spiele, die dir gefallen und spielst diese intensiver. In einem Spiel agierst du z. B. als Polizist oder als Dieb und musst dir entweder mit Diebstahl oder mit der Festnahme von Räubern dein virtuelles Geld verdienen. Mit dem verdienten Geld kannst du dir dann neue Autos oder Ähnliches kaufen. Doch je besser das Auto, umso höher der Preis. Also entweder musst du das Spiel sehr lange (ohne Geld) spielen oder du gibst echtes Geld aus, um dir „Robux“ – das Spielgeld – zu kaufen. Nun bist du vielleicht nicht so der Typ, der gleich Geld ausgibt. Du zockst das Spiel also so lange, bis du genug Coins für ein richtig gutes Auto gesammelt hast. Doch dann hast du ein erstklassiges Auto, dein Standard-Avatar hat jedoch völlig uncoole Kleider. Du brauchst also erneut „Robux“, um deinem Avatar coole Kleidung im Shop kaufen zu können. Spätestens jetzt gibst du Geld aus.

Fluch oder Segen?

Wie du siehst, hat jedes Spiel eigene Taktiken, dir das Geld aus der Tasche zu ziehen und zur Kostenfalle werden. Zudem fördern sie auch das Suchtpotenzial, weil man bei manchen Spielen erste einen Kauf tätigen muss, bevor man weiterspielen kann, oder eben eine gewisse Zeit ang warten muss. Und viele Gamer:innen haben dafür keine Geduld. Problematisch sind auch die virtuellen Währungen, für die es in der Regel keinen festen Umrechnungskurs gibt. Die Währungen werden oft in Paketen verkauft. Mit den Fantasie-Währungen haben Spieler*innen schnell das Gefühl, dass sie gar kein echtes Geld ausgeben. Also überlege dir immer zweimal, ob du etwas kaufst oder nicht. Denn irgendwann hast du eh keine Lust mehr auf das Spiel und dein Geld ist weg.

Kauf bestätigen


In-App Käufe deaktivieren

Wusstest du, dass du In-App Käufe auch komplett auf deinem Smartphone deaktivieren kannst? Heise.de hat eine Schritt-für-Schritt Anleitung für iPhone und Android erstellt.

Hinweis: Bei Android können die In-App Käufe nicht ganz deaktiviert werden. Die Einstellungen können soweit angepasst werden, dass ein In-App Kauf nur mit der Eingabe eines Passwortes abgeschlossen werden kann.

Schritt-für-Schritt Anleitung für iPhone und Android

Klicksafe, eine Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet und neuen Medien im Auftrag der Europäischen Kommission, hat einen überschaubaren und verständlichen Flyer erstellt, damit du ganz einfach die Übersicht über die unterschiedlichen Maschen der App-Entwickler behältst. Denn nichts ist kostenlos, auch Apps (fast) nie.
 
Nichts ist kostenlos.
Quelle Grafik: Klicksafe Ratgeber „Smart mobil?! – Ein Ratgeber zu Smartphones, Apps und mobilen Netzen für Eltern und andere Interessierte“

Teste dich: Quiz zu In-Game-Käufen

Dass die kostenlosen Spiele schnell zur Kostenfalle werden können, zeigt ein Blick ins Prinzip von In-Game-Käufen. Genau zu diesem Thema haben Jugendliche des klicksafe Youth Panel und des Youth Panel Saferinternet.at aus Österreich ein interaktives Quiz erstellt.

Und wenn dein Handy-Game ein Mensch wäre

 Quellen:

Tipps zum Filmen


Smartphone aus der Tasche und Aufnahme drücken kann jeder – aber wer wirklich gute Bilder machen möchte, kann sich noch einiges bei Profis abschauen: Linse sauber halten, Flugzeugmodus an, niemals zoomen und sieben weitere Grundregeln.

Vor dem Filmen

  • Vorher Akku aufladen
  • Speicherplatz freimachen bzw. microSD-Karte einlegen
  • Linse säubern: Stell vor jeder Aufnahme sicher, dass das Glas der Kameralinse sauber ist. Zum Reinigen kannst du ein Stück weichen Stoff nutzen – zum Beispiel T-Shirt, Pullover oder einem Mikrofasertuch.

Während dem Filmen

  • Der Inhalt auf dem Bild darf sich bewegen, du bleibst ruhig. Gefilmte Standbilder sind viel schöner als unruhige Schwenks. Filme, als ob du ein Foto machst und halte das Bild für etwa 10 Sekunden.
  • Mach lieber mehrere kurze Aufnahmen (mit unterschiedlichen Perspektiven/Einstellungen). Verwende die 5-Shot-Technik: Zeige eine Situation, in dem du folgende „Fragen“ darstellst: Was, Wer, Wo, Wie und Wow (siehe weiter unten)
  • Nutze ein Stativ oder suche dir einen stabilen Untergrund, auf dem du deine Handgelenke ablegen kannst.
  • Im Querformat und mit zwei Händen filmen. Ausnahme, falls du bewusst für kurze Stories das Hochformat verwenden möchtest.
  • Bild am Horizont ausrichten.
  • Lege deine Ellenbogen an den Körper an.

Filmtipps

  • Versuche grosse Kontrastunterschiede zu vermeiden (also nicht gleichzeitig helle und dunkle Bildbereiche)
  • Nutze das natürliche Licht. Vermeide Gegenlicht, aber auch die pralle Sonne ist nicht ideal. Lieber in den Schatten stellen. Wichtig ist, dass das Gesicht gut ausgeleuchtet ist und harmonisch wirkt.
  • In Augenhöhe filmen. Damit der Gefilmte weder wie ein Zwerg noch ein Riese wirkt: in Augenhöhe filmen. Eltern kleiner Kinder machen das eigentlich automatisch. Allen anderen sei dies hiermit ans Herz gelegt.
  • Digitalzoom vermeiden, lieber die Füsse benutzen.
  • Mikrofon freihalten (nicht mit dem Finger verdecken).
  • Wir empfehlen in den Einstellungen eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel (Bildrate 30 Frames) zu wählen. Höher aufgelöste Videos brauchen wesentlich mehr Speicherplatz und mehr Zeit in der Nachbearbeitung.

Musik

5-Shot-Regel

Die 5-Shots-Regel hilft dir immer die richtigen Bilder zu drehen.

www.klickwinkel.de

 

Das Interview

Egal, ob Ihr beim Filmen spontan ein oder zwei Fragen stellt oder Euch mit jemandem für ein längeres Gespräch vor der Kamera verabredet habt: Mit dieser Checkliste gelingen Euch Interviews für Euer Video.

Klickwinkel.de

Zu Anfang

  • Vorstellen und erklären, dass ihr ein Video zu einem bestimmten Thema dreht.
  • Wer im Team filmt und wer stellt die Fragen?

Der Ton

  • Für das Interview sollte es am besten leise und nicht windig sein.
  • Mit dem Smartphone für guten Ton möglichst nah an die Person herangehen.
  • Verwende am besten ein Mikrofon, das du an Smartphone oder Kamera anschliessen kannst?
  • Am besten Testaufnahme machen und mit dem Kopfhörer den Ton überprüfen.

Das Bild

  • Interviewte Person auf Augenhöhe filmen.
  • Person sollte eher links oder rechts im Bild sein, nicht in der Mitte.
  • Soll der Reporter auch zu sehen sein oder nur der Interviewpartner?
  • Der Fragensteller steht normalerweise neben der Kamera – und der oder die Interviewte schaut nicht direkt in die Kamera, sondern den Fragensteller an.
  • Bonus: Nahaufnahmen (z. B. Hände der Person) und gesamte Situation filmen (zweite Kamera!)

Das Gespräch

  • Fragen vorbereitet und dabei?
  • Fragen möglichst offen stellen („Was machen Sie …“, „Wie findest du …“)
  • Fragen ruhig noch mal stellen, wenn die Antwort sehr lang/kompliziert war.

Zum Schluss

  • Für das Gespräch bedanken
  • Um Einwilligung für die Veröffentlichung bitten (schriftlich und unterschrieben). 

 

Klickwinkel.de

 

Filmschnitt

Filmen ist das eine – doch erst beim Schneiden deines Videos wird aus den gedrehten Aufnahmen ein echter Film.

Tipp: Für schnelle Videoschnitts empfehlen wir die kostenlose QUIK-App von GoPro.

Filme schneiden mit iMovie auf iOS:

Filme schneiden mit Kinemaster auf Android:

 

Links

 

Quellen:
https://klickwinkel.de

Dein Instagram-Konto schützen


Erhöhe die Sicherheit deines Instagram-Kontos mit nur wenigen Klicks

Wurde dein Instagram-Account schon einmal gehackt? Leider kommt es häufiger vor, als man denkt, dass Online-Konten durch Hacker geknackt und fremde Zugriffe erlangt werden. Um dein Instagram-Profil bestmöglich zu schützen, empfehlen wir dringend die Aktivierung der zweistufigen Authentifizierung.

Was ist die zweistufige Authentifizierung?
Bei der zweistufigen Authentifizierung, auch Zwei-Faktor-Authentifizierung genannt, musst du neben deinem Passwort einen zusätzlichen Sicherheitscode eingeben, um dich in dein Konto einloggen zu können. Somit reicht es Hackern nicht mehr aus, nur an dein Passwort zu gelangen. Selbst wenn sie dieses haben, können sie ohne den zweiten Faktor nicht auf dein Profil zugreifen.

Die Sicherheitscodes kannst du dir ganz einfach per SMS oder Authentifizierungs-App auf dein Smartphone schicken lassen. Wir empfehlen die Nutzung einer Authentifizierungs-App wie Google Authenticator, da diese auch ohne Internetverbindung funktioniert.

So aktivierst du die zweistufige Authentifizierung in 4 Schritten:

  • Tippe auf dein Profil profile oder unten rechts auf dein Profilbild, um zu deinem Profil zu gelangen.
  • Tippe oben rechts auf die drei Striche more options.
  • Tippe auf Sicherheit und dann auf zweistufige Authentifizierung.
  • Tippe unten auf: Los geht’s.
  • Wähle die Sicherheitsmethode aus, die du hinzufügen möchtest, und befolge die Anleitung auf dem Bildschirm.

Fertig! Dein Instagram-Account ist jetzt doppelt gesichert. Damit kannst du beruhigt schlafen und musst dir keine Sorgen mehr machen, dass dein Profil gehackt werden könnte.

Tipp: Aktiviere zur zusätzlichen Absicherung am besten mehrere Sicherheitsmethoden parallel. So bist du auf der sicheren Seite, falls eine Methode einmal ausfallen sollte.

Schütze dein Konto und deine Privatsphäre mit der zweistufigen Authentifizierung! Deine Daten sind zu wertvoll, um sie Hackern zu überlassen.

 

Cookies


Cyber Security Teil II – Diese Cookies gehen auf den Keks

 

aha-Jugendreporter Severin

 
Pop-ups nerven gewaltig. Jedes Mal, wenn du eine Webseite besuchst, dann springt dir zuerst dieses lästige Fenster mit der Frage ins Auge, ob du Cookies akzeptieren willst. Schnell klickst du auf „Akzeptieren“, um auf der Webseite weitersurfen zu können. Doch was diese „Cookies“ überhaupt sind und zu welchen Zwecken sie verwendet werden, erfährst du in diesem Artikel.

Was sind Cookies

Cookies sind nicht nur das Lieblingsessen vom Krümelmonster, sondern auch kleine Datenpakete von Webseiten, die dein Browser abspeichert. Wenn du dich beispielsweise in einem Onlineshop einloggst, dann speichern Cookies z.B. deine Login-Daten, damit du dich nicht nach wenigen Sekunden erneut anmelden musst.

Gut gegen Böse

Man kann zwischen „guten“ und „bösen“ Cookies unterscheiden. Die guten Cookies, sogenannte „Session Cookies“ sind sehr hilfreich. Bei ihnen steht die Sicherheit im Vordergrund. Sie speichern z.B. die vorher erwähnten Login Daten, dies jedoch nur so lange, bis du dich abmeldest oder die Webseite verlässt. Diese Cookies sind unverzichtbar.

Die bösen Cookies sind sogenannte „Tracking Cookies“. Ihr eigentliches Ziel ist die Webseiten-Optimierung, z.B. liefern sie dir gezielte Produktvorschläge in einem Onlineshop. Dazu spionieren sie dein Surfverhalten aus. „Tracking Cookies“ werden dauerhaft gespeichert. Das bedeutet, wenn du das nächste Mal auf diese Webseite gehst, weiss sie nach wie vor, was du das letzte Mal dort gemacht hast.

Neue Regelung mit der Datenschutzgrundverordnung

Früher wurden Cookies oft unbemerkt gespeichert. Doch seit der europaweiten Datenschutzgrundverordnung 2018 müssen Betreiber auf die Anwendung von Cookies hinweisen. Seit 2019 müssen Nutzer den Cookies sogar zustimmen. Die Idee ist gut, die Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig. Im Idealfall sollten Nutzer bei der Abfrage, ob man Cookies verwenden will, einfach zwischen zwei gleich gestalteten Optionen auswählen können.

Option 1

Man stimmt allen Cookies zu.

Option 2

Man stimmt nur den notwendigen – also den guten Cookies – zu.

Option 3

Man stimmt den Cookies nicht zu.

Leider wird die zweite Option oft so kompliziert gestaltet, dass man entnervt aufgibt und einfach auf alle Cookies akzeptieren klickt. Und schon hat man auch die bösen Cookies an der Backe.

Die Folge: Man gibt viel zu viel über sich preis und die Zustimmung dafür, dass die Webseite deine Daten beispielsweise weitergeben kann.

Quellen:

Bilder:

Passwort Manager


Cyber Security Teil III – Wieder mal dein Passwort vergessen?

 

aha-Jugendreporter Severin

 
Passwörter sind eine nervige Sache. Sie sollten sicher sein und doch sollte man sie sich merken können. Um die Hirnkapazitäten nicht überzustrapazieren, verwenden wohl viele von uns für mehrere Geräte oder Webseiten das gleiche Passwort. 

Passwort-Sicherheit

Um sicher vor Hackern zu sein, solltest du dir allerdings die Mühe machen, verschiedene sichere Passwörter anzuwenden. Da es aber fast unmöglich ist, diese im Kopf zu behalten, schreiben sich viele Leute die Passwörter auf. Doch was passiert, wenn du den Zettel mit all deinen Passwörtern verlierst? Deshalb schreiben sich einige die Passwörter in ein Dokument. Für dieses solltest du dann aber ein Backup haben, um nicht alles zu verlieren, falls mal etwas schiefläuft. So ein Backup läuft jedoch meist über eine Cloud und in einer Cloud sind deine Passwörter auch nicht mehr so sicher.  

Passwort Manager (oder Safes)

Hier kommen Passwort Manager ins Spiel. Das sind sichere Speicher für all deine Passwörter. Mit einemMasterpasswort“, welches du sicher wählen und dir gut merken solltest, bekommst du Zugriff auf all deine Passwörter. Passwort Manager sind sehr empfehlenswert, denn so kannst du dir für jede Website etc. ein unmerkbares Passwort aussuchen und du kannst es dir doch merken. Dies lindert die Gefahr, Opfer eines Hackerangriffes zu werden. Natürlich haben Passwort Manager auch Nachteile: Wie gesagt, benutzt man ein Masterpasswort, um an alle gespeicherten Passwörter zu gelangen. Knackt jemand dieses Passwort, so hat derjenige Zugriff auf all deine Passwörter. Natürlich geht das auch umgekehrt, vergisst du dein Masterpasswort, so hast du keinen Zugriff mehr auf all deine Passwörter.
 

Test: Passwort Manager

Es gibt viele verschiedene Passwort Manager für iOS, Android, Windows etc. ABER ACHTUNG ❗ Es gibt auch solche mit schlechten Absichten, die deine Passwörter nicht nur speichern, sondern direkt weitergeben. Deshalb solltest du dich bei der Wahl eines Passwort Manager zuerst gut informieren. Um dir etwas Arbeit abzunehmen, habe ich für dich vier sehr gute und kostenlose Passwort Managerausgesucht und getestet:

Bitwarden

Dank Opensource-Prinzip kann jeder den Quellcode lesen. Dies bedeutet, man muss sich keine Sorgen machen, dass dieser Passwortmanager hinter deinem Rücken Daten versendet. Auch die Benutzung ist hier sehr einfach und schnell zu verstehen. 

Keepass

Der Quellcode von Keepass ist auch Opensource. Die Sicherheit deiner Passwörter ist also gewährt. Jedoch ist hier die Benutzeroberfläche weniger übersichtlich und etwas komplizierter als bei Bitwarden. Dafür werden hier die ganzen Passwörter in einer verschlüsselten Datenbank gespeichert, welche für Hacker fast unknackbar ist.    

Keeper

Keeper ist ein sehr schön und übersichtlich gestalteter Passwort Manager. Eigentlich kostet Keeper monatlich, jedoch gibt es auch eine kostenfreie Version davon. Hier beschränkt sich die Nutzung auf ein Gerät und die Autofill-Funktion (automatisches Ausfüllen bei Abfrage von in Keeper gespeicherten Passwörtern) funktioniert nur auf Mobilgeräten. Benutzt man Keeper also ausschliesslich auf einem Smartphone oder Tablet, so hat Keeper eigentlich keine grossen Schwächen und ist sehr zu empfehlen. Obwohl der Quellcode hier nicht Opensource ist, ist hier auch Sicherheit durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährt. 

Dashlane

Dashlane funktioniert ähnlich wie Keeper, jedoch unterscheiden sie sich in einigen Details. Dashlane kostet auch monatlich, es gibt aber auch hier eine kostenfreie Version. Die Handhabung dieses Manager ist aus meiner Sicht die benutzerfreundlichste unter den getesteten Apps. Dashlane ist sehr übersichtlich und gut aufgebaut. Es gibt auch hier eine Autofill-Funktion und man kann die Passwörter mit z.B. einem Computer synchronisieren. Um die Passwörter sicher und verschlüsselt zu halten, benutzt Dashlane ein ganz eigenes, patentiertes Tool. Bei diesem Passwort Safe gibt es auch die Funktion, dass du dein „Masterpasswort“, falls es mal vergessen geht, auf eine ganz sichere Art wiederbekommen kannstohne, dass irgendjemand davon erfährt. 

 

Links

Was ist ein starkes Passwort?


Dir muss immer klar sein: Jedes Passwort kann geknackt werden! Aber die Zeit, die dafür benötigt wird, ist entscheidend.

Je komplizierter du dein Passwort machst, desto sicherer sind deine Daten. Deshalb hier die wichtigsten Aspekte, die dein Passwort beinhalten sollte.

Dein Passwort sollte…
• mindestens zehn Zeichen lang sein
• GROSSBUCHSTABEN
• kleinbuchstaben
• Zahlen und Sonderzeichen enthalten und
• keine Begriffe enthalten, die mit dir in Verbindung stehen

Nicht jedes Passwort, das diese Voraussetzungen erfüllt, ist automatisch sicher. Auch ein Passwort mit einem einfachen Wort, einer Zahl und einem Sonderzeichen (z.B. „Backofen1!“) dahinter, kann relativ schnell geknackt werden. 

Die Länge zählt

Je länger ein Passwort, desto schwerer kann es ein Angreifer herausfinden. Deshalb sollte dein Passwort immer so lang wie möglich sein. So ist das Passwort „aha rockt das Internet!” mit einem normalen Computer und passender Software erst nach 200.000.000.000.000.000.000.000 Jahren berechnet. Es ist also für Software fast unknackbar und auch für andere Menschen nur schwer zu erraten. Auch das Verändern eines Satzes kann schon für mehr Sicherheit sorgen (“Morgenstund hat Bäume im Mund” = 1 Oktillionen Jahre Rechenzeit).

Passwort-Tricks

1. Denke dir einen Satz aus, den du dir leicht merken kannst. Nun nimmst du von den einzelnen Wörtern immer den Anfangsbuchstaben sowie die Zahlen und Sonderzeichen und fügst diese zu einem neuen Wort zusammen. 
Heute Nachmittag um 16:30 Uhr gehe ich ins Fussballtraining! = HNu16:30giiF!

Vorteil: Einen Satz kannst du dir einfacher merken als viele zufällige Zeichen. Durch den Satztrick hast du trotzdem ein sicheres Passwort. Achte aber immer darauf, dass auch alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Nachteil: Es besteht das Risiko, dass durch den Satztrick ein zu kurzes Passwort entsteht. Achte also immer auf eine ausreichende Zeichenanzahl.

 

2. Leetspeak ist eine einfache Möglichkeit ein Wort so zu verändern, dass es als sicheres Passwort eingesetzt werden kann. Dazu werden Buchstaben durch Sonderzeichen und Zahlen ersetzt. So kann zum Beispiel aus einem E eine 3 werden, oder aus einem S wird das Sonderzeichen §. 
Passwortsicherheit = Pa§sw0rts/ch3rhe1t

Vorteil: Aus einem einfachen Wort lässt sich ein sicheres Passwort zaubern. Gerade auch Menschen aus deinem Umfeld können es dann nicht mehr so einfach erraten.

Nachteil: Es kann eine Weile dauern, bis du das Passwort eingegeben hast. Vertippen kann vorprogrammiert sein. Und wenn dein Passwort zu kurz ist, können Angreifer auch diesen Code einfach knacken.

 

3. Eine weitere Möglichkeit dir ein sicheres Passwort zu erstellen ist das Aneinanderreihen von Wörtern. Nimmst du dir drei oder vier Worte, die in keinem logischen Zusammenhang stehen, ergibt das ein sehr langes und sicheres Passwort. Trenne dabei die Wörter mit einem nur dir bekannten Zeichen wie „$“ oder „§“.
Fussball$Passwort$Sicherheit$Baum

Vorteil: Es gibt fast keine einfachere Möglichkeit dir ein langes Passwort zu erstellen. Obwohl du zum Eingeben ein bisschen Zeit benötigst, lohnt sich der Aufwand.

Nachteil: Du musst sicherstellen, dass die verschiedenen Worte in keinem logischen Zusammenhang stehen (z.B. nicht TischFuss oder StuhlBein). Die Worte dürfen sich auch nicht wiederholen.

 

4. Setze nie überall das gleiche Passwort ein, denn wenn eines geknackt ist, sind alle anderen Dienste auch nicht mehr sicher.

Allerdings verlierst du schnell den Überblick, wenn du für jeden Dienst den Satztrick anwendest oder ein Wort mit Leetspeak aufbesserst. Aber auch dafür gibt es einen einfachen Tipp! Zu deinem sicheren Passwort ergänzt du am Anfang oder Ende noch die ersten drei oder vier Buchstaben des Dienstes, für den du das Passwort benutzen möchtest.Unser Tipp: Mit dem Satztrick kombinieren!

HNu16:30giiF! als Passwort bei Amazon = HNu16:30giiF!Ama

Vorteil: Du hast für jeden Dienst ein eigenes sicheres Passwort, das du dir trotzdem leicht merken kannst.

Nachteil:

Weitere Tipps

Der Weg zu einem einigermassen sicheren Passwort ist nicht weit – hier unsere Tipps:

  • Verwende ein langes Passwort mit verschiedenen Zeichen.Das Passwort sollte mindestens 8, besser sogar 12, Zeichen enthalten und eine Mischung aus Gross-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (z.B. !, =, [ oder %). Je länger und komplizierter ein Passwort ist, desto schwieriger machst du es dem Angreifer oder der Angreiferin.
  • Verwende keine Daten, die andere kennen könnten. Das heisst: Dein Name, dein Geburtsdatum oder deine Telefonnummer sollten nicht im Passwort enthalten sein.
  • Verwende für jede Seite ein anderes Passwort. So kann sich niemand, der dein Passwort errät, auch auf deinen anderen Seiten anmelden.
  • Wörter, die in Wörterbüchern vorkommen, sind generell nicht sehr sicher.
  • Wähle Zeichenfolgen, die du dir merken, die andere aber nicht erraten können.
  • Verwende in Passwörtern keine Informationen, welche „erratbar“ sind wie dein Geburtstatum oder den Namen deines Lieblingstieres.
  • Benutze verschiedene Passwörter für verschiedene Anwendungen und Websites.
  • Passwörter sicher aufbewahren
  • Halte deine Passwörter geheim und teile es anderen nicht mit (auch nicht den allerbesten Freund:innen).
  • Speichere deine Passwörter nicht im Browser ab – vor allem dann nicht, wenn der Computer bzw. das Smartphone/Tablet von mehreren Personen verwendet wird.
  • Wenn du glaubst, dass eine unbefugte Person dein Passwort herausgefunden hat, ändere es sofort.

Beim Aufschreiben von Passwörtern beachten

  • Passwort nicht als Passwort bezeichnen.
  • Nicht zusammen mit ergänzenden Zugangsdaten
  • Keinesfalls direkt am Computer oder Handy
  • Verschlüssel dein Passwort zusätzlich, z. B. durch Buchstaben-, Silben- oder Zahlendreher (schreiben z. B. statt „12“ „21“).

Passwort-Safe verwenden

Idealerweise sollte für jedes Benutzerkonto ein eigenes Passwort verwendet werden. Ein Passwort-Safe hilft bei der Verwaltung der Zugangsdaten. Dieser speichert viele verschiedene Passwörter hinter einem Master-Passwort ab. So brauchst du dir nur noch ein einziges Passwort zu merken. Bekannte Passwort-Manager sind etwa LastPassKeeper, oder KeePass.  Auf heise online findest du weitere Programme zur Passwortverwaltung.

Wer nicht dutzende verschiedene Passwörter verwalten möchte, kann auch Passwort-Gruppen bilden. Dabei wird dasselbe Passwort für eine bestimmte Gruppe von Benutzerkonten verwendet, z. B. unwichtige Accounts / wichtige Accounts / Spiele-Websites / E-Mail-Konten etc. 

Links

Fake News entlarven


Fake News sind allgegenwärtig und verbreiten sich im Netz rasend schnell. Sie manipulieren und bringen vermeintliche Skandale ans Licht. Wem kann man da noch glauben?

 

Fake News sind erfundene Nachrichten, die die Gesellschaft gezielt beeinflussen und die Öffentlichkeit manipulieren wollen. Viele Experten befürchten, dass sich das auch auf politische Wahlen weltweit auswirkt. Kennst du dich mit Fake News aus?

Warum sind Fake News gefährlich?

Viele Menschen vertrauen den Medien und verlassen sich darauf, dass die Inhalte stimmen. Verfasser von Fake News nutzen das aus und erfinden Nachrichten, die gezielt Stimmung gegen bestimmte Personen oder Personengruppen machen sollen. Die Nachrichten bestätigen häufig das, was die Menschen befürchten. Daher glauben viele einfach, was sie lesen. Die brisanten Nachrichten verbreiten sich im Netz in Windeseile. Sie werden geteilt, weitergeleitet und geliked und geraten so ausser Kontrolle.

So enttarnst du Fake News

Tipp: Glaube nicht alles was du liest! Wenn dir eine Nachricht seltsam vorkommt, kannst du ein paar Schritte befolgen, um zu prüfen, ob es sich um eine echte Meldung handelt.

Ist die Quelle seriös? Prüfe, ob es die Seite, die die Meldung verbreitet hat, überhaupt gibt und ob Impressum und Kontaktmöglichkeiten vorhanden sind. Falls nicht, ist das ein Zeichen dafür, dass es sich um keine seriöse Seite handelt. Auch fehlende Adressen oder ein Postfach im Ausland sind eher unseriös. Seriöse Journalisten zeigen auch, woher sie ihre Informationen haben. Wenn zum Beispiel über eine Studie berichtet wird, sollte diese verlinkt sein oder zumindest genannt werden. Die Kürzel sda, dpa, Reuters oder AFP deuten darauf hin, dass die Informationen von Nachrichtenagenturen stammen.

Ist die Quelle Satire? Satire-Nachrichten, wie zum Beispiel der Postillon oder die Tagespresse veröffentlichen nicht ernst gemeinte Nachrichten, um gesellschaftliche Kritik zu üben. Prüfe, ob es sich um eine solche Satire-Zeitung handelt, bevor du die Nachricht für bare Münze nimmst und verbreitest.

Wird die Quelle richtig wiedergegeben? Manchmal verbreiten sich falsche Meldungen, weil Menschen etwas falsch verstanden und interpretiert haben. Klicke dich bis zur Originalquelle durch, vielleicht ist die ursprüngliche Nachricht eine ganz andere.

Was steht im Artikel und was nur in der Vorschau? Bei besonders reisserischen Überschriften solltest du prüfen, ob Inhalt und Titel wirklich zusammenpassen.

Geben andere Medien die Fakten auch so wieder? Im Internet kannst du gut überprüfen, ob andere Seiten das Thema ähnlich aufarbeiten. Wurde eine Nachricht allerdings komplett kopiert, deutet das darauf hin, dass die Quelle nicht seriös ist.

Handelt es sich um einen Fake-Klassiker? Manche Nachrichten kehren immer wieder, obwohl die meisten wissen, dass es sich um Fakes handelt. Wenn du ein Stichwort einer Meldung mit dem Wort „Fake“ in die Suchmaschine eingibst, findest du das schnell heraus.

 

Fakes News enttarnt – was jetzt?

Hast du Fake News als solche entlarvt, kannst du die anderen Nutzer an deiner Erkenntnis teilhaben lassen und zum Beispiel einen erklärenden Link in die Kommentare posten. Bei Instagram kannst du Fake News auch melden:

  • Tippe auf die drei Punkte oben rechts beim Beitrag.

  • Wähle „Melden“.

  • Wähle „Es ist unangemessen“ (oder direkt „Falsche Information“, falls angezeigt).

  • Folge den weiteren Schritten (z. B. „Falsche Information“ → wählen, ob es sich um Gesundheits-/Wahl-/andere Fehlinfo handelt).

Tipps

1. Tipp: Von wem stammt die Information?
Unbekannte Seiten oder Social-Media-Profile unbedingt näher angucken, bevor man etwas teilt. Was wird dort sonst so gepostet? Gibt’s das Profil schon länger, oder ist es ganz neu? Mit welchen anderen ist es verlinkt? Hat es vielleicht sogar einen Haken, der die Echtheit der Person bestätigt? Gibt’s ein Impressum mit Kontaktdaten der Seitenbetreiber oder verstecken sie sich?

2. Tipp: Kann das jemand bestätigen?
Dazu einfach die Überschrift oder die wichtigsten Stichwörter in eine Suchmaschine eingeben. Bei den Treffern seriöse Seiten auswählen und nachlesen, ob es eine zweite Quelle gibt. Wenn etwas in einer bestimmten Stadt passiert sein soll, kann man gleich direkt bei Zeitungen oder Sendern aus dieser Gegend gucken.
Ist in einem Post der Ursprung für eine Information genannt (zum Beispiel: „Wie die Landespolizei mitteilt …“), am besten selbst auf deren Internetseite nachsehen. Nachrichtenmanipulateure berufen sich oft auf Berichte in bekannten Medien, schmücken die Fakten von dort aber dann mit ihrer eigenen Meinung oder wilden Spekulationen aus oder teilen gleich einen gefälschten Screenshot eines Artikels.

3. Tipp: Wer ist noch skeptisch?
Guckt ruhig bei YouTube, Instagram oder TikTok in die Kommentare zu einem Video, wenn ihr Zweifel habt, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Häufig haben sich schon andere Leute gemeldet, die auch skeptisch sind. Oder vielleicht sogar mehr wissen und einen Link gepostet haben, der den Fake entlarvt.

Noch ein Trick: Bei Google die Stichworte zu eurem Thema zusammen mit „Fake“, „falsch“ oder „Hoax“ suchen.

In beiden Fällen kann es natürlich leider auch sein, dass man so wiederum auf die Verschwörungstheorethiker stösst, die richtige Informationen für falsch erklären. Verlässliche Seiten, die sich auf das Aufdecken von Falschmeldungen und Überprüfen von Gerüchten spezialisiert haben, sind:

Faktencheck einfach gemacht – Aufklärung von Fake News

Faktencheck-Seiten auf Deutsch:

 

5. Tipp: Von wann ist denn das?
Manche Behauptungen sind nicht direkt falsch, aber längst veraltet. Deshalb: Bei der Suche nach Bildern oder einer zweiten Quelle unbedingt darauf achten: Steht ein Datum dabei? Und kann das Datum auch stimmen?

(Quelle: Handysektor.de)

 

Kreative Quellen


Wer Bilder oder Videos aus dem Internet verwendet, kann schnell Urheberrechte verletzen. Doch wo finde ich online Inhalte, die man ohne Bedenken wegen Urheberrecht etc. nutzen kann?

 

 

Wer Bilder oder Videos aus dem Internet verwendet, kann schnell Urheberrechte verletzen. Was ist erlaubt, was nicht? Was bedeutet CC-Lizenz und was mache ich, wenn ich eine Abmahnung erhalte? Diesen und weiteren Fragen gehen wir in unserem Artikel zum Thema Copyright im Netz nach:

Damit du auf Nummer sichergehen kannst, solltest du bei der Verwendung von Bildern, Grafiken, Musik und Videos, die du nicht selbst produziert hast, auf Werke mit einer Creative Commons-Lizenz zurückgreifen. Diese darfst du unter bestimmten Bedingungen kostenlos nutzen.

Wo finde ich CC-Inhalte?

Hier hast du wirklich die Qual der Wahl. Es gibt eine Menge Plattformen, die Creative Commons-Inhalte anbieten.

Wichtig: Auf manchen Portalen ist eine kostenlose Registrierung notwendig.

Am besten, du suchst dich mal durch alle Seiten durch. Dadurch bekommst du am ehesten ein Gefühl dafür, welche Seiten sich für dich persönlich lohnen. Diese speicherst du dann ab, damit du dich in der Zukunft nicht wieder durch alle Seiten durchsuchen musst.

Achtung: Auch die Nutzung von CC-Inhalten schützt leider nicht immer vor einer Urheberrechtsverletzung! Denn oft kann nicht festgestellt werden, ob die Person, die Fotos, Musik etc. unter einer freien Lizenz ins Internet stellt, tatsächlich der Urheber/Rechteinhaber ist. Vorsicht ist daher z. B. bei sehr professionell wirkenden Inhalten (z. B. Fotos von Prominenten) geboten.

Wir haben eine Linksammlung zum Thema „Kreative Quellen“ zusammengestellt, mit einer Auflistung an Plattformen und Links zu CC-Inhalten.

CC-Suchmaschinen

Eine Möglichkeit bietet die erweiterte Suche auf Google. Dort kannst du unter der Einstellung „Nutzungsrechte“ nach Inhalten mit bestimmten Nutzungslizenzen suchen. Auch Yahoo! bietet eine ähnliche Möglichkeit.

Musik

Auf den folgenden Plattformen findest du Musik, die unter die CC-Lizenzen fallen:

  • Jamendo.com -> Über 370.000 Titel verschiedener Länge und Qualität, die du frei remixen und verwenden darfst
  • ccmixter.org -> freie Remixes jeder Art zum Herunterladen, Verbreiten und Weiterverwenden
  • Youtube.com/audiolibrary -> Bei den Filtern „Namensnennung“ auf „Keine Quellenangabe erforderlich“ wechseln
  • Musopen -> Werke klassischer Komponisten, deren Urheberrechte abgelaufen sind, wurden von Musiker*innen neu eingespielt und hier veröffentlicht.
  • Freemusicarchive.org
  • Soundcloud.com

Bilder/Fotos

Fotos und Bilder, die man im Internet findet, fallen in den allermeisten Fällen nicht unter die CC-Lizenzen. Deshalb muss man die eigenen Suchroutinen anpassen und auf speziellen Plattformen suchen.

Und was ist mit Pinterest?

  1. Pinterest ist keine Quelle für lizenzfreie Bilder.
    Die Plattform dient dem Teilen und Sammeln von Inhalten, nicht dem freien Verwenden.
    Das heisst: Die Fotos gehören meist anderen Personen oder Webseiten – Pinterest selbst hat keine Nutzungsrechte daran.

  2. Was erlaubt ist

    • Du darfst Bilder auf Pinterest speichern („pinnen“) oder repinnen, solange du sie nicht als deine eigenen Werke ausgibst.

    • Du darfst sie nicht ausserhalb von Pinterest (z. B. in Präsentationen, auf Webseiten, Flyern, Social-Media-Posts) verwenden, es sei denn, du hast die Erlaubnis des Urhebers.

studio.polotno.dev ist ein kostenloser Online-Design-Editor. Hier kannst du Bilder, Text und Illustrationen mischen, um Social Media Posts, Youtube-Previews, Podcast-Cover, Visitenkarten und Präsentationen zu erstellen.

Grafiken

Filme/Videos

Weitere Links

Deepfakes – die perfekte Täuschung


Dank neuster Technologie wie der Künstliche Intelligenz ist es auch möglich, Videos zu faken. Dies kann sehr gefährlich werden. Hier zeigen wir dir, wie das funktioniert und wie du solche Videos erkennen kannst.

 


aha-Jugendreporter Severin

 

 

Deepfake ist eine Technologie, mit der es möglich ist, Videos zu faken. Danke immer besserer Methoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist dies heute deutlich einfacher als früher. Fälschungen können mit vergleichsweise wenig Aufwand  in einer hohen Qualität erstellt werden. Beispielsweise wird das Gesicht der Personvon der KI analysiert, welches schlussendlich deine Worte sprechen sollte. Du kannst dann irgendeinen Text sprechen und das Gesicht des anderen Menschen (den du darstellen möchtest) bewegt sich so, dass es aussieht, als würde sie diese Sachen sagen. Dann brauchst du nur noch ein Programm, das dir hilft, Originalstimmen zu imitieren und fertig ist das perfekte Deepfake Video. Aufgrund der Nutzung von tiefen neuronalen Netzen (englisch: deep neural networks), werden solche Verfahren umgangssprachlich als „Deepfakes“ bezeichnet.

Definition: Deep Fake

(engl. Koffer- oder Portemanteau-Wort zusammengesetzt aus den Begriffen „Deep Learning“ und „Fake“) beschreiben realistisch wirkende Medieninhalte (Foto, Audio und Video), welche durch Techniken der künstlichen Intelligenz abgeändert und verfälscht worden sind. Obwohl Medienmanipulation kein neues Phänomen darstellt, nutzen Deepfakes Methoden des maschinellen Lernens, genauer künstliche neuronale Netzwerke, um Fälschungen weitgehend autonom zu erzeugen.

Quelle: Wikipedia

Lustig oder gefährlich?

Was erst lustig klingt, kann beim genaueren Betrachten aber richtig gefährlich werde. Denn das Potenzial zum Missbrauch ist riesig. Deepfakes werden immer besser und realer, sodass wir sie nicht mehr von „echten“ Videos unterscheiden können. Stell dir doch einmal vor, ein Trump-Gegner macht ein gefaktes Video, in welchem er beispielsweise sagt, es würde ihn nicht kümmern, ob die Leute Jobs haben oder nicht. So ein Video würde sehr schnell verbreitet werden und viele Leute würden nicht merken, dass es ein Fake ist. Denn diese Aussage würde sehr viele Emotionen mit sich tragen und das kann zu einer schnellen Reaktion der Empörung führen. So könnte dies zu einem Wahlnachteil für Trump werden. Im Moment ist es kaum möglich, richtig gut erstellte Deepfakes von realen Videos zu unterscheiden. Sogar auf KI-Erkennungsprogramme ist nicht 100 % Verlass. 

Methoden zur Manipulation

Methoden zur Manipulation medialer Identitäten können im Wesentlichen in drei Medienformen eingeteilt werden:

  • Video/ Bild,
  • Audio und
  • Text

Techniken zur Manipulation

  • Beim Face-Swapping wird das Gesicht einer Zielperson in das des/der „Angreifer:in“ eingefügt, wobei der Gesichtsausdruck des/der „Angreifer:in“beibehalten werden soll. Diese Funktion kennt man auch aus versch. Social Media Apps.
  • Beim Face Reenactment werden die Kopfbewegung, Mimik oder Lippenbewegung einer Person manipuliert. Dies ermöglicht es, visuell täuschend echte Videos zu erstellen, bei denen eine Person etwas sagt, dass sie nie gesagt hat.
  • Bei der Synthetisierung von Gesichtsbildern können neue Personen erzeugt werden, die in der Realität nicht existieren.
  • Beim Text-to-Speech-Verfahren wird zu einem vorgegebenen Text ein Audio-Signal erzeugt, welches sich sowohl für den Menschen als auch für eine automatische Sprechererkennung wie eine Zielperson anhört.
  • Bei einem Voice Conversion Verfahren wird hingegen ein Audiosignal zu einer Zielstimme konvertiert.
  • Verfahren zur Generierung von Texten, welche auf tiefen neuronalen Netzen basieren, schaffen es durch neue KI-Modelle, grosse Textdatenbanken und eine hohe Rechenleistung, lange und zusammenhängende Texte zu schreiben.

Quelle: https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Kuenstliche-Intelligenz/Deepfakes/deepfakes_node.html#doc1009562bodyText5

Wahrheit oder Lüge?

Wir durchleben momentan eine Zeit, in welcher wir uns kaum mehr von Fake-News, Fake-Bildern oder Verschwörungstheoretiker schützen können. Allen voran die Sozialen Medien. Mit reisserischen Überschriften werden wir verleitet auf Inhalte, Bilder und Videos zu klicken. Oft lösen diese Empörung, Wut oder Aggression in uns aus. Solche Inhalte werden in Windeseile geteilt. Sei dies nun über WhatsApp-Gruppen, Instagram Profile, Snapchat oder TikTok. 

Aber schlussendlich stellen wir uns doch alle dieselbe Frage: Was stimmt denn nun wirklich? 

Gefahren für die Gesellschaft

Abgesehen von den individuellen Schäden, könnten auch gravierende gesellschaftliche Veränderungen rascher auftreten. Es wird immer schwieriger zwischen Wahrheit und Falschaussage zu unterscheiden. Auch Videos helfen da nicht mehr viel. Politiker könnten in Situationen gebracht werden, in denen sie niemals waren. Momentan steht im Word Wide Web ausreichend Bildmaterialien von Personen des öffentlichen Interesses verfügbar. Doch auch Privatpersonen, wie du und ich, stellen immer mehr und immer öfter Bilder und Videos von sich und ihren Liebsten ins Netz. Dass sie aber das Risiko massiv erhöhen und Gefahr laufen, selbst Opfer von Deepfakes zu werden, ist den meisten gar nicht bewusst.

Rufschädigung

Doch Deepfakes kommen nicht nur in normalen Videos vor. Ein niederländisches Unternehmen untersuchte rund 15‘000 Deepfakes. 96 Prozent waren Pornografie – in den meisten Fällen wurden Hollywoodschauspielerinnen oder berühmte Popsängerinnen in Sexfilme montiert. Das kann den Ruf einer prominenten Person komplett ruinieren, wenn das Video nicht als Fake enttarnt wird. Auch Privatpersonen wurden schon Opfer von Deepfake-Pornos. Stell dir vor, ein solches Video von dir würde an deiner Schule kursieren, der Schaden für dich wäre enorm. Solche Aktionen können aus Rachegelüsten, Hass oder Neid entstehen und werden oft in diesem Kontext missbraucht.

Fake-Obama

Es existiert ein Deepfake von Barak Obama, in welchem er kein gutes Wort über seinen Nachfolger verliert. Doch hier waren Menschen am Werk und das Video war gewollt. Im Zuge einer Zusammenarbeit zwischen dem Obama-Imitator Jordan Peele und dem Medienportal Buzzfeed, entstand dieses Deepfake Video. Mittels Video-Experten, genügend freiem Bildmaterial von Barack Obama und einer kostenlosen App gelang es ihnen, dass Obama etwas sagte, obwohl er dies in Wahrheit niemals tat.

Das Ziel bei diesem Projekt war, dass die User aufmerksam werden und nicht alles glauben, was sie online sehen und hören.

realistisch manipuliert

Wie fliessend ein Deepfake Video sein kann, ist in einem älteren Interview zwischen Late-Night-Talker David Letterman und Schauspieler Bill Hader zu sehen. Im Interview wird über den Film „Tropic Thunder“ gesprochen, in welchem auch Tom Cruise mitspielte. Während des Videos wechselt das Gesicht von Hader immer wieder zu den Zügen von Tom Cruise. Ein weiterer Beweiss, dass das Erkennen von Deepfake Videos praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist. Lassen die Aufnahmen an Qualität zu wünschen übrig, können solche Bilder schnell als wahr eingestuft.

Ein Deepfake Selbstversuch

Versuche Deepfakes ausfindig zu machen

Mit diesem Guide kannst du selber ausprobieren, ob du die gezeigten Deepfakes erkennst und ausfindig machen kannst. Hättest du sie entlarvt?

 

 Quellen: